Ziparte
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| Ziparte | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Prunus domestica subsp. prisca | ||||||||||||
| Bertsch ex H.L.Werneck |
Die Ziparte (auch Zibarte und Zippate, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) sowie {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine Unterart der Pflaume (Prunus domestica). Ob sie eher dem Formenkreis von Prunus domestica subsp. prisca oder dem Formenkreis von Prunus domestica subsp. insititia zuzuordnen ist, ist strittig.<ref>Peter Schlottmann: Bestimmung wichtiger Sippen der Gattung Prunus, Sektion Prunus – mit besonderer Berücksichtigung der Primitivpflaumen. In: Kieler Notizen zur Pflanzenkunde. 39 (2013), S. 59.</ref> Der heute gebräuchliche Trivialname Kriechen für Prunus domestica subsp. insititia wurde das erste Mal schriftlich von Hildegard von Bingen erwähnt.<ref></ref> Kerne von Früchten beider Formenkreise wurden in jungsteinzeitlichen Siedlungen aufgefunden.<ref>Heinrich L. Werneck: Die wurzel- und kernechten Stammformen der Pflaumen in Oberösterreich. In: Naturkundliches Jahrbuch der Stadt Linz. Band 7, 1961, S. 13 (Vorlage:ZOBODAT).</ref>
Beschreibung
Die Ziparte ist ein kleiner Baum, der meist Wuchshöhen von 3 bis 4 Meter erreicht. Ihre Zweige sind eher juvenil mit Dornen besetzt und zu Beginn grün.<ref>Peter Schlottmann: Bestimmung wichtiger Sippen der Gattung Prunus, Sektion Prunus – mit besonderer Berücksichtigung der Primitivpflaumen. In: Kieler Notizen zur Pflanzenkunde. 39 (2013), S. 57.</ref> Die Laubblätter sind kahl, lediglich auf der Unterseite sind längs der Blattadern Haare vorhanden.<ref name="Hegi">Hildemar Scholz, Ilse Scholz: Prunus. In: Hans. J. Conert u. a. (Hrsg.): Gustav Hegi. Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band 4 Teil 2B: Spermatophyta: Angiospermae: Dicotyledones 2 (3). Rosaceae 2. Blackwell 1995, ISBN 3-8263-2533-8.</ref> Die Blätter sind im Vergleich zu anderen Pflaumen eher klein, ebenso die Blüten.
Die fünf Kronblätter sind rein weiß.<ref name="Hegi" />
Die Frucht hat einen Durchmesser von 2 bis 3 (selten ab 1) Zentimeter. Sie ist kugelig und blau, schwarz, blaurot, grüngelb oder gelb gefärbt, mit rötlichen Wangen. Der Steinkern ist rundlich-eiförmig und runzelig, seine Dicke entspricht 73 bis 79 % der Länge. Die Kammfurche weist nur bei ostalpinen Sorten schräge Kammstriche auf. Der Kern löst sich bei Reife oder Überreife nur manchmal vom Fruchtfleisch.<ref name="Hegi" />
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Junge Pflanze
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Blüten
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Unreife Ziparte
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Rinde (jünger)
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Rinde (älter)
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Nach Bruch oder Schnitt treibt die Pflanze vielfach aus
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Aufgeschnittene Frucht der Ziparte, mit Steinkern
Anbau und Verarbeitung der Früchte
Die Blüte erfolgt früh im Jahr, die Ziparte ist selbstfruchtbar und ertragreich. Die Früchte reifen von September bis Oktober. Das Fruchtfleisch ist weich und ausgesprochen gerbstoffhaltig, der Geschmack erinnert mehr an Schlehen als an Pflaumen. Der durchschnittliche Zuckergehalt der Früchte liegt bei 15,8 % (60 bis 70 Grad Oechsle).
Genutzt werden die Ziparten unter anderem in der Obstbrennerei. Der Zipartenbrand, im Schwarzwald Zibärtle genannt, ist eine Spezialität, die im Vergleich zu anderen Obstbränden hochpreisig ist. Dies liegt daran, dass die Ziparte eher selten angebaut wird und dass die Ausbeute aus den Früchten recht niedrig ist. Dafür entschädigt der Brand mit einem ausgezeichneten Geschmack und einem feinen Mandelton.<ref>Beschreibung des Zipartenbrands bei einem Brenner.</ref><ref>Beschreibung des Zipartenbrands bei einer größeren Brennerei (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2019. Suche im Internet Archive ).</ref> Im Entlebuch kennt man den {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), eine süße Dessertspezialität.<ref>Stephan Künzi: Bergmannli, Talherren und das Zyberli. In: Berner Zeitung Online. 4. Juni 2010, abgerufen am 25. April 2020.</ref>
Die Pflanze ist wenig anfällig für Krankheiten. Sie kann als Unterlage für andere Pflaumensorten dienen. Vor allem in Süddeutschland, Österreich und in der Schweiz kommt sie noch vereinzelt wurzelecht in Streuobstflächen vor.
Literatur
- Walter Hartmann (Hrsg.): Farbatlas Alte Obstsorten. Ulmer, 2. Auflage, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-4394-1, S. 293 (Abschnitt Anbau).
- Peter Hanelt & IPK (Hrsg.): Mansfeld’s Encyclopedia of Agricultural and Horticultural Crops (online; Abschnitt „Anbau“).
- Vorlage:Deutsches Wörterbuch
Weblinks
Einzelnachweise
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