Zum Inhalt springen

Zeche Vereinigte Girendelle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zeche Vereinigte Girendelle
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Andere Namen Zeche Vereinigte Girondelle, Zeche Vereinigte Gyrendelle
Förderung/Jahr bis ca. 40.000 pr. t
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Beschäftigte bis 54
Betriebsbeginn 1802
Betriebsende 1865
Geförderte Rohstoffe
Abbau von Steinkohle
Geographische Lage
Koordinaten 51° 24′ 27,9″ N, 7° 2′ 20,7″ OKoordinaten: 51° 24′ 27,9″ N, 7° 2′ 20,7″ O
 {{#coordinates:51,40775|7,0390722222222|primary
dim=250 globe= name=Zeche Vereinigte Girendelle region=DE-NW type=building
  }}
Zeche Vereinigte Girendelle (Regionalverband Ruhr)
Zeche Vereinigte Girendelle (Regionalverband Ruhr)
Lage Zeche Vereinigte Girendelle
Standort Essen-Stadtwald-Baldeney
Gemeinde Essen
Kreisfreie Stadt (NUTS3) Essen
Land Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Revier Ruhrrevier

Die Zeche Vereinigte Girendelle ist ein ehemaliges Steinkohlenbergwerk in Essen-Stadtwald-Baldeney.<ref name="Quelle 2" /> Die Zeche war auch unter dem Namen Zeche Vereinigte Girondelle oder Zeche Vereinigte Gyrendelle bekannt und ist bereits vor 1780 durch eine Aufteilung der Zeche Gierendelle in vier eigenständige Bergwerke entstanden.<ref name="Quelle 1" />

Geschichte

Die Anfänge

Im Jahr 1780 wurde die Belehnung an Landrichter Müller & Consorten erteilt. Die Belehnung wurde auf ein Flöz mit einer Mächtigkeit von 1 1/2 Fuß erteilt.<ref name= "Quelle 3" /> Im Jahr 1792 erfolgte die Verleihung der Berechtsame.<ref name="Quelle 1" /> Ende des 18. Jahrhunderts hatte das Bergwerk einen Rechtsstreit mit der Zeche Duvenkampsbank aufgrund unklarer Berechtsamsverhältnisse.<ref name= "Quelle 3" /> Ab 1802 war das Bergwerk in Betrieb und wurde im Stollenbetrieb geführt.<ref name="Quelle 1" /> Betriebsführer des Bergwerks war zu diesem Zeitpunkt Heinrich Wiese.<ref name= "Quelle 3" /> Der Stollen befand sich an der Freiherr-vom-Stein-Straße.<ref name="Quelle 2" />

Die weiteren Jahre

Im Jahr 1807 war der Tagetrieb 3<ref group="ANM" name="Anm. Cramm." /> in Förderung, 1809 kam außerdem der Tagetrieb 4 dazu. Im Jahr 1811 waren die Tagetriebe 2 und 4 in Förderung. Am 30. März 1820 erfolgte die erste Stilllegung der Zeche. Etwa acht Jahre später, am 2. Januar 1828, erfolgte die Wiederinbetriebnahme.<ref name="Quelle 1" /> Im selben Jahr wurde das Bergwerk mit 30 Aktien eines der Gründungsmitglieder der Aktiengesellschaft Essen-Werdenschen Steinkohlenhandlung.<ref name= "Quelle 3" /> Ab Ende Oktober 1844 wurde das Bergwerk in Fristen gesetzt.<ref name="Quelle 1" /> Ab dem Jahr 1865 wurde das Bergwerk außer Betrieb genommen.<ref name="Quelle 2" /> Die Berechtsame wurde später zur Essener Steinkohlenbergwerke AG (Vereinigte Pörtingsiepen) zugeschlagen.<ref name="Quelle 1" />

Förderung und Belegschaft

Die ersten Förderzahlen des Bergwerks stammen aus dem Jahr 1802, es wurden 24 Ringel Steinkohle pro Tag abgebaut.<ref name= "Quelle 3" /> Im Jahr 1830 wurden mit 35 Bergleuten 133.347 Scheffel Steinkohle abgebaut. Im Jahr 1834 waren 54 Bergleute auf der Zeche beschäftigt. Im Jahr 1836 wurden 27.087 1/4 preußische Tonnen gefördert.<ref name="Quelle 1" /> Im Jahr 1838 Förderanstieg auf rund 8000 Tonnen.<ref name="Quelle 2" /> Die letzten bekannten Förderzahlen des Bergwerks stammen aus dem Jahr 1842, es wurden 23.455 preußische Tonnen Steinkohle abgebaut. Die letzten bekannten Belegschaftszahlen des Bergwerks stammen aus dem Jahr 1858, in diesem Jahr waren 16 Bergleute auf dem Bergwerk beschäftigt.<ref name="Quelle 1" />

Sonstiges

Im Jahr 1930 wurden bei Bauarbeiten des Baldeneysees, westlich der Zeche Carl Funke, zwei Stollen der Zeche Vereinigte Girendelle freigelegt. Die Stollen befanden sich in einem gut erhaltenen Zustand.<ref name="Quelle 2" />

Einzelnachweise

<references>

<ref name="Quelle 1">Joachim Huske: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. Daten und Fakten von den Anfängen bis 2005. (= Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum 144) 3. überarbeitete und erweiterte Auflage. Selbstverlag des Deutschen Bergbau-Museums, Bochum 2006, ISBN 3-937203-24-9.</ref> <ref name="Quelle 2">Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann: Die alten Zechen an der Ruhr. 4. Auflage. Verlag Karl Robert Langewiesche, Nachfolger Hans Köster, Königstein i. Taunus 1994, ISBN 3-7845-6992-7.</ref> <ref name= "Quelle 3">Horst Detering: Von Abendlicht bis Zwergmutter. 400 Jahre Bergbau in Heisingen, 1. Auflage, Klartext Verlag, Essen 1998, ISBN 3-88474-739-8.</ref>

</references>

Weblinks

Anmerkungen

<references group="ANM">

<ref group="ANM" name="Anm. Cramm.">Als Tagetrieb bezeichnet man im Bergbau eine söhlig oder geneigte Strecke, die von unter bis über Tage aufgefahren wurde. In seltenen Fällen werden Tagetriebe auch von über bis unter Tage aufgefahren. (Quelle: Tilo Cramm, Joachim Huske: Bergmannssprache im Ruhrrevier.)</ref>

</references>