Zeche Duvenkampsbank
| Zeche Duvenkampsbank | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Allgemeine Informationen zum Bergwerk | ||||||
| Förderung/Jahr | ca. 20.000 pr. t | |||||
| Informationen zum Bergwerksunternehmen | ||||||
| Beschäftigte | ca. 30 | |||||
| Betriebsbeginn | 1780 | |||||
| Betriebsende | 1866 | |||||
| Geförderte Rohstoffe | ||||||
| Abbau von | Steinkohle | |||||
| Geographische Lage | ||||||
| Koordinaten | 51° 24′ 24,7″ N, 7° 2′ 33,4″ O
{{#coordinates:51,406861111111|7,0426111111111|primary
|
dim=250 | globe= | name=Zeche Duvenkampsbank | region=DE-NW | type=building
}} |
| ||||||
| Standort | Heisingen | |||||
| Gemeinde | Essen | |||||
| Kreisfreie Stadt (NUTS3) | Essen | |||||
| Land | Land Nordrhein-Westfalen | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Revier | Ruhrrevier | |||||
Die Zeche Duvenkampsbank ist ein ehemaliges Steinkohlenbergwerk in Essen-Heisingen. Das Bergwerk war auch unter dem Namen Zeche Duvenkämperbank bekannt.<ref name= "Quelle 1" /> Es war bereits vor 1780 durch eine Aufteilung der Zeche Gierendelle in vier eigenständige Bergwerke entstanden.<ref name= "Quelle 2" />
Geschichte
Die Anfänge
Ab dem Jahr 1780 war das Bergwerk in Betrieb und wurde im Stollenbetrieb geführt.<ref name= "Quelle 1" /> Nachdem das Bergwerk einige Jahre betrieben worden war, kam es zu unklaren Besitzverhältnissen.<ref name= "Quelle 3" /> Dies veranlasste den Abt von Werden, die Besitzverhältnisse neu zu regeln.<ref name= "Quelle 2" /> Am 14. Dezember 1795 erfolgte die Verleihung des Abbaurechts durch den Abt von Werden. Ende des 18. Jahrhunderts hatte das Bergwerk einen Rechtsstreit mit den Zechen Vereinigte Girendelle und Pörtingsiepen aufgrund unklarer Berechtsamsverhältnisse.<ref name= "Quelle 1" /> Im Jahr 1802 war das Bergwerk in Betrieb, Betriebsführer war Heinrich Buschkampp.<ref name= "Quelle 5" /> Im Jahr 1803 war das Bergwerk in Betrieb.<ref name= "Quelle 1" /> Am 28. September desselben Jahres gab es einen Gerichtsentscheid des Landgerichts Werden zu Ungunsten der Gewerkschaft Duvenkamp. Durch den Entscheid wurde es der Gewerkschaft Duvenkamp untersagt, die Arbeit der Gewerkschaft Girendeller Siepen auf ihrer ursprünglichen Teufe zu stören.<ref name= "Quelle 5" /> Im darauffolgenden Jahr war das Bergwerk nachweislich in Betrieb.<ref name= "Quelle 1" /> Abgebaut wurde im Flöz Duvenkampsbank, welches eine Mächtigkeit von 1 3/4 Fuß hatte.<ref name= "Quelle 5" /> Im Jahr 1805 wurde das Bergwerk stillgelegt.<ref name= "Quelle 1" />
Die weiteren Jahre
Am 24. Februar des Jahres 1824 einigte sich die Gewerkschaft Duvenkampsbank mit der Gewerkschaft Baldeneyer Erbstolln über die Festlegung der Markscheide zwischen beiden Grubenfeldern.<ref name= "Quelle 5" /> Im Jahr 1827 erfolgten die Neugründung und Wiederinbetriebnahme der Zeche Duvenkampsbank. Die Berechtsame umfasste zwei Längenfelder. Am 18. Juni 1836 wurde die Zeche erneut stillgelegt und am 19. Mai 1838 wieder in Betrieb genommen.<ref name= "Quelle 1" /> Im gleichen Jahr wurde ein Kohlemagazin an der Ruhr eingerichtet. Am 13. März 1839 erfolgte die Verleihung eines weiteren Längenfeldes.<ref name= "Quelle 1" /> Im selben Jahr wurde eine Kohlenniederlage an der Ruhr erstellt.<ref name= "Quelle 2" /> In den Jahren 1840 bis 1844 wurde weiterhin Abbau betrieben. Im Jahr 1847 erneute Verleihung eines Längenfeldes. Im Jahr 1857 waren zwei Stollen in Betrieb.<ref name= "Quelle 2" /> Im Jahr 1862 war der Abbau über der Stollensohle fast beendet.<ref name= "Quelle 3" /> Das Bergwerk gehörte zu diesem Zeitpunkt zum Bergrevier Kettwig.<ref name="Quelle 4" /> Im Jahr 1866 erfolgte die endgültige Stilllegung der Zeche Duvenkampsbank.<ref name= "Quelle 2" />
Förderung und Belegschaft
Die ersten Förderzahlen des Bergwerks stammen aus dem Jahr 1802, es wurden 28 Ringel Steinkohle pro Tag gefördert. Im Jahr 1830 wurden mit 23 Bergleuten 125.400 Scheffel Steinkohle gefördert. Im Jahr 1836 wurden 10.006 3/4 preußische Tonnen Steinkohle gefördert. Im Jahr 1839 Förderanstieg auf 22.643 1/4 preußische Tonnen, diese Förderung wurde mit 26 Bergleuten erbracht.<ref name= "Quelle 1" /> Im Jahr 1842 wurde eine Förderung von rund 5000 Tonnen Steinkohle erbracht.<ref name= "Quelle 2" /> Im Jahr 1850 Förderrückgang auf 20.000 preußische Tonnen. Im Jahr 1859 waren noch 29 Bergleute auf der Zeche beschäftigt. Die letzten bekannten Förder- und Belegschaftszahlen des Bergwerks stammen aus dem Jahr 1861.<ref name= "Quelle 1" /> In diesem Jahr wurden mit acht Bergleuten rund 1000 Tonnen Steinkohle gefördert.<ref name= "Quelle 3" />
Einzelnachweise
<references>
<ref name= "Quelle 1">Joachim Huske: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. Daten und Fakten von den Anfängen bis 2005 (= Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum 144). 3. überarbeitete und erweiterte Auflage. Selbstverlag des Deutschen Bergbau-Museums, Bochum 2006, ISBN 3-937203-24-9.</ref> <ref name= "Quelle 2">Karlheinz Rabas, Karl Albert Rubacht: Bergbauhistorischer Atlas für die Stadt Essen. 1. Auflage, Regio Verlag, Werne 2008, ISBN 978-3-929158-22-9.</ref> <ref name= "Quelle 3">Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann: Die alten Zechen an der Ruhr. 4. Auflage, Verlag Karl Robert Langewiesche, Nachfolger Hans Köster KG, Königstein i. Taunus 1994, ISBN 3-7845-6992-7.</ref> <ref name="Quelle 4">Ministerium für Handel und Gewerbe (Hrsg.): Zeitschrift für das Berg-, Hütten-, und Salinen-Wesen im preussischen Staate. Elfter Band, Verlag der königlichen geheimen Ober-Hofdruckerei (R. Decker), Berlin 1863.</ref> <ref name= "Quelle 5">Horst Detering: Von Abendlicht bis Zwergmutter. 400 Jahre Bergbau in Heisingen, 1. Auflage, Klartext Verlag, Essen 1998, ISBN 3-88474-739-8.</ref>
</references>
Weblinks
- Der frühe Bergbau an der Ruhr: Zeche Duvenkampsbank (zuletzt abgerufen am 19. Juni 2015)
- Der frühe Bergbau an der Ruhr: Historische Karte um 1840 (zuletzt abgerufen am 19. Juni 2015)
- Der frühe Bergbau an der Ruhr: Karte der Situation um 2000 (zuletzt abgerufen am 19. Juni 2015)