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Yacimientos Petrolíferos Fiscales

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YPF Sociedad Anónima

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | YPF S.A. logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft argentinischen Rechts
ISIN US9842451000 (ADR)
Gründung 1907
Sitz Buenos Aires, ArgentinienDatei:Flag of Argentina.svg Argentinien
Leitung Miguel Galuccio
Mitarbeiterzahl 22,932 (2019)<ref name="Form 20-F">Geschäftsbericht in Form 20-F. (PDF) Abgerufen am 30. Juni 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Umsatz 678,59 Mrd. Argentinische Peso (2019)<ref name="Form 20-F" />
Branche Erdöl und -gas
Website www.ypf.com

YPF Sociedad Anónima (ursprünglich Yacimientos Petrolíferos Fiscales, zu deutsch Staatliche Erdölvorkommen) ist eine börsennotierte, staatliche Ölgesellschaft in Argentinien. Seit der (Neu-)Verstaatlichung im Mai 2012 hält der argentinische Staat mit 51 % die Aktienmehrheit, davon gehören 26,01 % dem Bundesstaat und 24,99 % sind auf die Provinzen aufgeteilt, in denen YPF aktiv ist. Die Aktien von YPF sind weiter an den Börsen von Buenos Aires und New York (als ADR) notiert.

Geschichte

Gründung

Das Unternehmen, spezialisiert in der Entdeckung, Produktion, Raffination und Kommerzialisierung von Erdöl, hat seine Wurzeln im Jahr 1907, als Erdölvorkommen in der Nähe der Stadt Comodoro Rivadavia in Chubut entdeckt wurde. Das Unternehmen wurde 1922 unter der Regierung von Hipólito Yrigoyen gegründet und von Enrique Mosconi geleitet. Es war seinerzeit die erste Erdölgesellschaft, die ausschließlich vom Staat geleitet wurde, mit Ausnahme der Sowjetunion.

Seit ihrer Gründung, hat die YPF nicht nur zahlreiche Erdölvorkommen erschlossen, sondern auch beim Aufbau vieler Städte wichtige Beiträge geleistet, z. B. in Comodoro Rivadavia, Caleta Olivia in Santa Cruz, Plaza Huincul in Neuquén und General Mosconi in Salta.

Datei:YPF.svg
Altes Logo der YPF

Privatisierung

Im Jahr 1993 wurde YPF auf Betreiben des damaligen Präsidenten Carlos Menem durch eine breite Aktienplatzierung an der Börse teilprivatisiert. Nach dieser Privatisierung hielt der argentinische Staat zunächst noch 20 % des Kapitals. Diese Privatisierung war jedoch in erheblichem Maße umstritten.

Im Jahr 1999 erwarb das spanische Erdölunternehmen Repsol den noch vom Staat gehaltenen Restanteil von 14,99 % und erhöhte seinen Anteil anschließend durch ein Übernahmeangebot auf ca. 99 % des Kapitals; die Aktie von YPF blieb aber weiterhin an der Börse notiert. YPF wurde weitgehend in den Repsol-Konzern integriert, der auch den Namen Repsol YPF annahm.

Im Jahr 2008 verkaufte Repsol unter Druck der damaligen argentinischen Regierung einen Anteil von zunächst 15 % an die argentinische Petersen-Gruppe (später auf 25 % erhöht) und platzierte einen Teil seiner Aktien an der Börse. Im Oktober 2011 war die Kapitalverteilung wie folgt: Repsol (57,43 %), Petersen (25,46 %), argentinischer Staat (0,02 %), Streubesitz (17,09 %).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Im November 2011 entdeckte Repsol YPF in der patagonischen Formation Vaca Muerta (Provinz Neuquén) ein Erdölfeld<ref>Riesiger Ölfund in Argentinien</ref>; im Februar 2012 schätzte Repsol YPF das Schieferöl-Volumen dort auf 23 Mrd. Barrel.

Verstaatlichung

Am 16. April 2012 kündigte die argentinische Regierung unter Cristina Fernández de Kirchner einen Gesetzesentwurf zur Verstaatlichung eines 51-%-Anteils von Repsol an. Begründet wurde der Schritt damit, Repsol habe zu wenig in die Förderung neuer Quellen investiert, weshalb Argentinien zum Importeur von Erdöl und Erdgas geworden sei. Mittels eines Präsidialdekrets wurde mit sofortiger Wirkung die Kontrolle über YPF unter der Leitung des Ministers für Planung, Staatliche Investitionen und Dienstleistungen Julio de Vido übernommen.<ref>Argentina interviene YPF y anuncia la expropiación del 51 % de la filial de Repsol, rtve.es, 16. April 2012</ref><ref>Text des Präsidialdekrets (PDF; 120 kB) zur vorläufigen Verstaatlichung von YPF (spanisch)</ref> Anfang Mai 2012 passierte das Gesetz zur Verstaatlichung den Kongress, wo es in beiden Kammern mit großer Mehrheit angenommen wurde und damit nach Unterzeichnung durch Kirchner endgültig in Kraft trat.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Cristina promulgó en Casa Rosada la ley de nacionalización de YPF (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. November 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lanacion.com.ar, La Nación, 4. Mai 2012</ref>

Repsol bezeichnete diese Verstaatlichung als illegal und diskriminierend und kündigte rechtliche Schritte gegen diese Maßnahme an.<ref>Repsol Presseerklärung vom 17. April 2012. (pdf; 60 kB) Abgerufen am 2. Mai 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Verstaatlichung wurde auch von der spanischen Regierung und der EU scharf kritisiert; dennoch einigten sich Repsol und die argentinische Regierung im Februar 2014 auf ein USD 5 Mrd. schweres Entschädigungspaket, wesentlich geringer als die ursprünglich geforderten USD 10 Mrd.<ref>Reuters: Spain's Repsol agrees to $5 billion settlement with Argentina over YPF, 25. Februar 2014, abgerufen am 21. Mai 2019 (englisch)</ref> Wenige Monate später veräußerte Repsol seine verbleibende Beteiligung über eine Börsenplatzierung in New York.<ref>Reuters: Repsol completes Argentine exit with $1.3 billion YPF sale, 7. Mai 2014, abgerufen am 21. Mai 2019 (englisch)</ref>

Zwischenfälle

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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