Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Franz Xaver Lender – Wikipedia Zum Inhalt springen

Franz Xaver Lender

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Xaver Leopold Lender)
Datei:LenderFranzXaver.jpg
Franz Xaver Lender

Franz Xaver Lender (* 20. November 1830 in Konstanz; † 29. Juli 1913 in Sasbach; ursprünglich: Xaver Leopold Lender) war ein badischer katholischer Geistlicher und Kirchenpolitiker.

Leben

Während des Badischen Kulturkampfes war Lender 1850 maßgeblich an der Gründung des Theologischen Lesevereins Arminia beteiligt, der die Keimzelle der bis heute bestehenden Studentenverbindung Arminia Freiburg im CV et KDV wurde. Nach seinem Theologiestudium in München und Freiburg im Breisgau wurde er 1853 zum Priester geweiht. 1856 wurde er Pfarrverweser und 1862 Pfarrer in Schwarzach, wo er 1859 ein Waisenhaus und die Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen von Erlenbad gründete. Von 1872 bis 1913 war er Pfarrer in Sasbach. Dort entstand ab 1873 die Lendersche Lehranstalt (Heimschule Lender) als kirchliches Gymnasium.

Lender war in der Zeit des Kulturkampfes von 1869 bis 1887 Abgeordneter in der Badischen Ständeversammlung. Bei der Reichstagswahl 1871 kandidierte er erfolglos im Reichstagswahlkreis Großherzogtum Baden 7. Von der Ersatzwahl am 11. Mai 1871 bis 1913 war er für das Zentrum Mitglied des Reichstags und vertrat den Reichstagswahlkreis Großherzogtum Baden 8 (Baden - Rastatt).<ref>Zu den einzelnen Wahlen siehe Carl-Wilhelm Reibel: Handbuch der Reichstagswahlen 1890–1918. Bündnisse, Ergebnisse, Kandidaten (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 15). Halbband 2, Droste, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-5284-4, S. 1288–1291.</ref> Gegenüber der badischen Regierung vertrat er einen „dezidierten Oppositionskurs“<ref>Braun 811</ref>, ab 1879 wirkte er mit seiner „Versöhnungspolitik“ am Abbau der Kulturkampfgesetzgebung mit.<ref>Vgl. Braun 811</ref>

1898 wurde ihm von der Universität Freiburg die Ehrendoktorwürde (Dr. theol. h. c.) verliehen.

Literatur

Weblinks

Quellen

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Großherzogtum Baden 8