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Wolf-Heinrich von der Mülbe

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Wolf-Heinrich von der Mülbe, vor 1932

Wolf-Heinrich Konrad Ludwig Hans von der Mülbe (* 22. Oktober 1879 in Berlin; † 30. April 1965 in München) war ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer.

Leben

Wolf-Heinrich entstammte dem westpreußischen Adelsgeschlecht von der Mülbe. Er war ein nachgeborener Sohn des hochdekorierten<ref>Hof- und Staats-Handbuch des Großherzogthums Baden. 1896. G. Braun (Hofbuchhandlung und Hofbuchdruckerei) Karlsruhe 1896, S. 164.</ref> preußischen Generals der Infanterie Franz von der Mülbe (1840–1915) und dessen Ehefrau Emma Lina, geborene Franke (* 1848; † 1916), die aus Berlin kam.<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1905. Siebenter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1905, S. 515.</ref> Der Vater war auch frühzeitig als Militärschriftsteller aktiv.<ref>Franz von der Mülbe: Das Garde-Füsilier-Regiment. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1876.</ref>

Mülbe studierte Medizin, Rechtswissenschaften, Literatur- sowie Kunstgeschichte und promovierte 1904 in Breslau. Von 1905 bis 1906 war er Volontär am Kestnermuseum in Hannover. In Hannover und Heidelberg war er Privatdozent für Kunstgeschichte, bevor er sich 1915 in München als Schriftsteller und Verfasser von wissenschaftlichen Arbeiten und Gedichtsammlungen sowie als Übersetzer (u. a. Tania Blixens Babettes Fest und Roald Dahls Küßchen, Küßchen) niederließ. Dazwischen lagen längere Auslandsaufenthalte. Neben seinen zahlreichen Übersetzungen veröffentlichte er 1937 den Roman Die Zauberlaterne. Dieser war sehr schnell vergriffen und wurde erst 1949 in Westdeutschland wieder aufgelegt. Die Eindrücke der langjährigen Aufenthalte des Schriftstellers in Paris, Florenz und Kopenhagen flossen gerade in diesen Roman ein, mit dem Wolf-Heinrich von der Mülbe sich als wahrer Epiker vorstellte.

Wolf-Heinrich von der Mülbe war zweimal verheiratet, zuerst mit Katharina Myrus, dann mit der aus Finnland stammenden Dagmar Bergholm, Tochter eines Architekten. Aus erster Beziehung sind die zwei Söhne Wolf-Dietrich, Jurist, und Wolf-Gernot, der Braumeister wurde. Beide Söhne haben Nachfahren.

Er starb 1965 in München.

Werke

  • Sonne und Nacht. Gedichte, (Selbstverlag) Krefeld 1902.
  • Die erste Schule von Fontainebleau: ein Beitrag zur Geschichte der französischen Malerei. Diss. Buchdruckerei H. Fleischmann, Breslau 1904.
  • Die Darstellung des Jüngsten Gerichts an den romanischen und gotischen Kirchenportalen Frankreichs. (= Kunstwissenschaftliche Studien, Band 6). Klinkhardt und Biermann, Leipzig 1911.
  • Michelangelo. Ein Kranz von Sonetten. Gedichte. Ludwig Ey, Hannover 1912.
  • Harald Borchs Todesfahrt. Kriminalroman. Georg Müller, München 1926.
  • Stanoffs Tochter. (Reihe: Paynes Frauenromane, 17) Payne, Leipzig 1935.
  • Das Märchen vom Rasierzeug oder Die Zauberlaterne. Stuttgart [u. a.] 1937 (Neuausgabe u. d. T.: Die Zauberlaterne. mit Bildern von Rotraut Susanne Berner, Edition Büchergilde, Frankfurt 2003, ISBN 3-936428-21-2).

Herausgeberschaft

Übersetzungen

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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