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OmniScriptum Publishing Group

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Wolfgang Philipp Müller)
OmniScriptum Publishing Group
Rechtsform GmbH<ref name="VDM_CEO">@1@2Vorlage:Toter Link/www.vdm-verlag.deInterview mit Dr. Wolfgang Philipp Müller CEO VDM Publishing Group (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2026. Suche im Internet Archive )</ref>
Gründung 2002
Sitz Saarbrücken, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung Wolfgang Philipp Müller (Geschäftsführer der phG)
Mitarbeiterzahl 180
Branche Verlag
Website www.omniscriptum.com

OmniScriptum Publishing Group ist eine deutsche Print-on-Demand-Verlagsgruppe mit Sitz in Saarbrücken und Niederlassungen auf Mauritius und in Moldau.<ref name="VDM_2007">@1@2Vorlage:Toter Link/www.vdm-verlag.deVDM Verlag Dr. Müller e.K. Firmenprofil von 2007 (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2026. Suche im Internet Archive )</ref><ref name="VDM_2009">@1@2Vorlage:Toter Link/www.vdm-publishing.comVDM-Gruppe Firmenprofil von 2009 (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2026. Suche im Internet Archive )</ref><ref name="Moldawien" />

Geschichte

Datei:Alphascript Publishing book by Miller FP Vandome AF McBrewster J. A scanned example. History of Ghana. Copy and paste from wikipedia.pdf
Beispiel eines Copy-and-Paste-Buches des Verlags
Datei:Fastbook Publishing logo.png
Logo von Fastbook Publishing

Der erste Verlag dieser Gruppe, Verlag Dr. Müller (VDM), wurde 2002 von Wolfgang Philipp Müller gegründet.<ref name="VDM_2007" /> 2011 wurde der VDM Verlag in den AV Akademikerverlag umbenannt und ist nun Teil des Verlagshauses OmniScriptum GmbH & Co. KG. 2007 begann die Gruppe, ihre Produkte durch Lightning Source,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />VDM zu Besuch bei Lightning Source, UK; abgerufen am 16. Juli 2008 (Memento vom 12. Februar 2010 im Internet Archive)</ref> Amazon.com,<ref name="VDM_Amazon.com">VDM Verlag erweitert sein Angebot kostenloser Buchveröffentlichungen mit ISBN. In: Offenes-Presseportal.de. 8. Juni 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Juli 2011; abgerufen am 27. Februar 2010.</ref> Amazon.de und das deutsche Unternehmen Books on Demand<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />VDM Verlag und Books on Demand kooperieren (Memento vom 26. April 2012 im Internet Archive), Börsenblatt, Wochenmagazin für den Deutschen Buchhandel, 12. April 2007.</ref><ref name="VDM_BoD_2007">@1@2Vorlage:Toter Link/www.bod.chPressemitteilungen: Norderstedt, 12. April 2007, VDM und BoD starten Kooperation (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2026. Suche im Internet Archive )</ref> zu vertreiben.

Geschäftsmodell

Die OmniScriptum Publishing Group ist eine internationale Verlagsgruppe. In ihr befinden sich verschiedene Verlage und Gesellschaften. Die OmniScriptum GmbH & Co. KG ist ebenfalls Teil der OmniScriptum Publishing Group und beherbergt als übergeordnetes Verlagshaus verschiedene Verlagsmarken. Die einzelnen Verlagsmarken bedienen unterschiedliche Genres und Sprachen. Die Wissenschaftsverlage sind auf die Publikation akademischer Abschlussarbeiten wie Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten sowie Dissertationen spezialisiert, darüber hinaus gibt es die Sparten Belletristik und Fiktion sowie Special-Interest Verlage. Für Autoren sind die Veröffentlichung und alle Dienstleistungen kostenlos. Akquisemitarbeiter suchen nach in Frage kommenden Autoren und schicken diesen per E-Mail ein Publikations-Angebot.<ref name="ForumVDM4/2008">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name="ForumVDM1/2009">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Buchcover, Klappentext etc. werden vom Autor über ein Onlineformular gestaltet. Die OmniScriptum Publishing Group behauptet, jährlich mehr als 25.000 neue Titel zu publizieren und damit „eines der führenden Verlagshäuser für akademische Forschung“ zu sein.<ref name="vdm"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Die OmniScriptum-Wissenschaftsverlage wie z. B. AV Akademikerverlag, Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften und Saarbrücker Verlag für Rechtswissenschaften publizieren ausschließlich akademische Arbeiten wie Diplom- und Masterarbeiten, Forschungsberichte und Dissertationen.

Die OmniScriptum-Verlage Alphascript, Betascript und Fastbook Publishing waren darauf spezialisiert, Wikipedia-Artikel als Print-on-Demand-Bücher über den Online-Buchhandel zu vertreiben. Die Produktion neuer Wikipedia-Bücher wurde Anfang 2013 eingestellt.

Kritik

Die Bücher werden weitgehend automatisch hergestellt und nicht inhaltlich lektoriert. Die inzwischen nicht mehr produzierten Wikipedia-Bücher wurden von vielen Kunden als Irreführung empfunden. Sie machten zu Beginn des Jahres 2010 knapp 3 % des Sortiments von Amazon.com aus. Amazon.com sah keinen Grund zum Einschreiten, da es seinen Kunden nach eigener Aussage die größtmögliche Auswahl an Büchern bieten möchte.<ref>Slashdot: Print-on-demand publisher VDM infects Amazon</ref> Im Juli 2011 fanden sich mehr als 300.000 Bücher der Verlage Alphascript, Betascript und Fastbook Publishing bei amazon.de.<ref name="taz 2011-07-18"></ref>

Die aus Wikipedia-Inhalten bestehenden Veröffentlichungen wurden von verschiedenen Medien und Verbraucherschützern wiederholt für ihre Intransparenz und überhöhten Preise kritisiert. Im gleichen Zusammenhang wurde systematische Verbrauchertäuschung diskutiert. Die Verlagsgruppe reagierte darauf und brachte seitdem auf allen Wikipedia-Büchern den deutlichen Hinweis an, dass es sich um publizierte Wikipedia-Artikel handelt.<ref name="taz 2011-07-18" /><ref>Corinna Nohn: Dubiose Online-Lexika – Der große Wikinepp. In: sueddeutsche.de, 30. September 2010</ref><ref>Thomas Thiel: Wikipedia und Amazon Der Marketplace soll es richten, faz.net</ref><ref>Nina May: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wikikopiedia - Wie Verlage mit gedruckten Wikipedia-Artikeln Geld verdienen und Kunden in die Irre führen. (Memento vom 18. September 2014 im Internet Archive)</ref> Mittlerweile sieht die OmniScriptum Publishing Group ganz davon ab, Wikipedia-Inhalte in Buchform zu veröffentlichen.

Wissenschaftliche Manuskripte, also zum Beispiel Veröffentlichungen der Verlage AV Akademikerverlag, Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften und Saarbrücker Verlag für Rechtswissenschaften werden üblicherweise nicht lektoriert, da OmniScriptum annimmt, als akademische Texte hätten sie „ausreichend hohe Qualität“. Ein Korrekturlesen findet aus ökonomischen Erwägungen ebenfalls nicht statt, da ansonsten keine für den Autor kostenlose Publikation mehr realisierbar wäre. Armin Himmelrath meint zu diesem Angebot: „Man sollte vorsichtig sein, eine echte wissenschaftliche Veröffentlichung ist das nicht. Das ist an den Unis bekannt, dass das unseriös wirkt. Es taugt also nicht für die eigene Publikationsliste.“<ref>Unseriöse Verlage – Abschlussarbeiten: Vorsicht, wenn Verlage Veröffentlichungsangebote machen, Moderation: Paulus Müller, Gesprächspartner: Armin Himmelrath, Sendung vom 20. November 2019 in Deutschlandfunk Nova, online unter deutschlandfunknova.de</ref>

Der ehemalige Ringer-Weltmeister Adolf Seger hat im März 2012 das auf Mauritius ansässige OmniScriptum-Tochterunternehmen Betascript Publishing zu einer Unterlassungserklärung wegen eines Buches aufgefordert, das als seine „Biografie“ verkauft wurde.<ref>Adolf Seger: Klage gegen Print-on-Demand-Verlag</ref> Das 84 Seiten umfassende Büchlein war eine Sammlung von Wikipedia-Artikeln, enthielt tatsächlich nur eine Seite über das Leben des Sportlers und kostete 34 Euro. Man einigte sich gütlich, das Buch wurde von OmniScriptum vom Markt genommen.

Der Historiker Klaus Graf, überzeugter Befürworter des Open Access, ist geteilter Meinung, was die Aktivitäten der Verlagsgruppe angeht. Einerseits bezeichnet er die von VDM als Buch veröffentlichten Wikipedia-Artikel als „Täuschung der Verbraucher“ und spricht vom „Spam-Verlag VDM“, andererseits verurteilt er die Praxis vieler Bibliotheken, Publikationen aus dem Umkreis der VDM Verlagsgruppe grundsätzlich so gut wie nicht anzuschaffen, da beispielsweise „[e]ine akzeptierte Habilitationsschrift des deutschsprachigen Raums […] von wissenschaftlichen Bibliotheken erworben“ werden solle, unabhängig davon, in welchem Verlag sie erschienen sei.<ref>Schlechte Bücher? Publikationsmöglichkeiten im 21. Jahrhundert als Herausforderung für Bibliotheken.</ref>

Unternehmen der OmniScriptum-Gruppe

Gründungsdatum und Sitz in Klammern<ref name="VDM_2009" />

Verlage der OmniScriptum GmbH & Co. KG

Sonstige Dienstleistungsunternehmen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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