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Ahlum (Wolfenbüttel) – Wikipedia Zum Inhalt springen

Ahlum (Wolfenbüttel)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Wolfenbüttel-Ahlum)
Ahlum
Kreisstadt Wolfenbüttel
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1109)&title=Ahlum 52° 10′ N, 10° 36′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1109) 52° 10′ 21″ N, 10° 36′ 3″ O
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Höhe: 108 m
Fläche: 8,29 km²
Einwohner: 1109 (31. Dez. 2024)<ref>Bevölkerungsstatistik – Bevölkerungsfortschreibung Wolfenbüttel und Ortsteile. (PDF; 89 KB) Stadt Wolfenbüttel, S. 4, abgerufen am 17. März 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 38302
Vorwahl: 05331
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Karte
Lage von Ahlum in Wolfenbüttel
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Ahlum ist ein Stadtteil der Kreisstadt Wolfenbüttel im gleichnamigen Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen. Der Ort weist noch eine dörfliche Struktur auf.

Geographie

Ahlum liegt etwa zwei Kilometer östlich der Ostgrenze der Wolfenbütteler Kernstadt. Der Ort liegt in der baumarmen Landschaft des Salzdahlumer Hügellands. Etwa einen Kilometer südlich von Ahlum fließt die Altenau in der Schöppenstedter Mulde, deren Böden aufgrund ihrer dicken Lössschicht eine hohe Fruchtbarkeit aufweisen. Weiter südlich findet man in fußläufiger Entfernung den Höhenzug Asse.

Benachbarte Ortschaften sind, von Westen beginnend im Uhrzeigersinn, Wolfenbüttel, Atzum, Salzdahlum, Apelnstedt, Dettum und Wendessen.

Geschichte

Siedlungsspuren sind schon in der Stein- und Bronzezeit für Ahlum nachweisbar. Als damaliger Siedlungsanreiz wird die Fruchtbarkeit der Böden angenommen. 2026 führten Ausgrabungen vor der Errichtung von Windenergieanlagen in den Gemarkungen von Dettum und Ahlum zu zahlreichen prähistorischen Funden. Sie deuten auf eine Erstbesiedlung der Region in der Mitte des 6. Jahrtausend v. Chr. So wurden Hausgrundrisse der Linearbandkeramischen Kultur als der ersten bäuerlichen Kultur im heutigen Niedersachsen entdeckt. Der bedeutendste Fund war ein bronzezeitlicher Hort mit weiblichem Schmuck, der in den Zeitraum zwischen 1500 und 1300 v. Chr. datiert wird. Zu ihm gehörten ein verzierter Halskragen, Armspiralen, Blechschmuck, zwei Scheibennadeln und eine Kette aus 156 Bernsteinperlen.<ref>Bernstein aus dem Niemandsland? bei Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege</ref> Es fanden sich auch Siedlungsstellen aus den Jahrhunderten nach Christi Geburt. Aus dieser Zeit stammen Erdgruben, in denen sich ein Ensemble aus bestatteten Hunden nach römischem Vorbild fand.<ref>Bernstein in Wolfenbüttel – so sieht Niedersachsens „größter Einzelfund“ aus in Wolfenbütteler Zeitung vom 30. März 2026</ref> Ein besonderer Fund dabei war ein Dreilagenkamm aus Knochen aus dem 4./5. Jahrhundert n. Chr. mit Kreisaugenzier und Bronzenieten.<ref>Bernstein aus dem Niemandsland? bei Stadt Wolfenbüttel vom 27. März 2026</ref>

Ein Ort namens Aluchi wurde bereits 826 erwähnt, jedoch ist unklar, ob es sich um das heutige Ahlum handelt. 888 gab es einen Ort Odonhem, vermutlich das heutige Ahlum. Ab 1178 sind die Ortsnamen Adenheim, Adenem, Odenem und Alen für den heutigen Ort verbürgt. Erst nach der Reformation wurden die Schreibweisen Ahlum und Ahlen eingeführt.

Ahlum stand jahrhundertelang unter dem Einfluss geistlicher Institutionen, beginnend mit dem Bistum Halberstadt. Noch heute gibt es ein bedeutendes Klostergut im Ort. Die ursprüngliche Bezeichnung war Klosterhof. Er war bis 1918 eine herzogliche Domäne, bis 1945 eine Domäne des Landes Braunschweig und gehört heute zum Kloster- und Studienfond.

1627, während des Dreißigjährigen Krieges, wurde Ahlum zusammen mit einigen Nachbarorten von Truppen des dänischen Königs Christian IV. verwüstet.

Am 1. März 1974 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Ahlum nach Wolfenbüttel eingemeindet.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 273.</ref>

Von ca. 1970 bis 1998 war Peter Schwarz (CDU) Ortsbürgermeister. Von 1998 bis November 2011 war Ralf Mühlenkamp (CDU) Ortsbürgermeister.

Politik

Ortsrat

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Ortsratswahl 2021
Wahlbeteiligung: 67,51 % (+2,01 %p)
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20
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0
45,64 %
32,53 %
14,58 %
7,26 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016<ref>Webseite der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg, abgerufen am 2. Oktober 2016</ref>
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Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Einzelbewerberin Astrid Rusche-Sander

Der Ortsrat, der Ahlum vertritt, setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:<ref>Ergebnis Ortsratswahl 2021. Abgerufen am 13. Juli 2022.</ref>

Ortsrat 2021
    
Insgesamt 7 Sitze

Ortsbürgermeister

Ortsbürgermeister ist Siegfried Hauptstein (SPD).<ref>Die Wolfenbütteler Ortsteile, abgerufen am 19. Aug. 2022.</ref>

Seine Stellvertreter sind Andreas Glier (CDU) und Arnd Rusche (SPD).<ref>Ortsrat Ahlum, abgerufen am 19. Aug. 2022.</ref>

Wappen

Das Wappen zeigt auf blauem Grund schräg gekreuzt ein goldenes Schwert und einen goldenen Krummstab, überdeckt von einer goldenen Ähre.

Die Farben Blau-Gold erinnern an die über siebenhundertjährige Zugehörigkeit Ahlums zu Braunschweig. Der überwiegende Einfluss geistlicher Institutionen auf den Ort wird durch den Krummstab versinnbildlicht. Die Ähre verweist auf die große Bedeutung der Landwirtschaft für die Bewohner von Ahlum.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Wirtschaft und Infrastruktur

Ahlum liegt an den Landesstraßen Wolfenbüttel–Schöppenstedt und Wendessen–Braunschweig. Eine Buslinie verbindet den Ort im Stundentakt mit Wolfenbüttel.

Bis 1950 wurde im Personenverkehr der Bahnhof Ahlum westlich des Ortes bedient. Betreiber der Strecke war die Braunschweig-Schöninger Eisenbahn. Die Strecke führte von Braunschweig über Hötzum und Ahlum nach Mattierzoll.

Vereine

Der Sportverein des Ortes ist Sportfreunde Ahlum (kurz: SF Ahlum). Weiterhin gibt es in Ahlum einen Schützenverein, einen Tennisverein, einen Frauenchor, einen Männergesangverein, einen Seniorenkreis und die Freiwillige Feuerwehr Ahlum mit ihrer Jugendfeuerwehr.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Irmgard Angerstein: Geschichte des Dorfes Ahlum. Beiträge zur Geschichte der Stadt Wolfenbüttel – Band 1. Wolfenbüttel 1983.

Weblinks

Commons: Ahlum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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