Wójtowa Wieś
{{#if: behandelt den Stadtteil von Gleiwitz, zum gleichnamigen Stadtteil von Oppeln siehe Wójtowa Wieś (Opole).
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}} Vorlage:Infobox Ort in Polen Wójtowa Wieś (Vorlage:DeS) ist ein Stadtteil von Gliwice (Gleiwitz). Wójtowa Wieś liegt im Südwesten der Stadt und hat ca. 8000 Einwohner. Durch Wójtowa Wieś fließen die Ostroppka und der Röhrgraben.
Geschichte
Der Ort entstand spätestens im 13. Jahrhundert und wurde 1286 erstmals urkundlich erwähnt. 1294 folgte eine Erwähnung als Villa advocati. Der Ort war ein klar gegliedertes einzeiliges Waldhufendorf.<ref>Archiv für schlesische Kirchengeschichte, Bände 31–32</ref> 1534 folgte eine Erwähnung als Vogtsdorf.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Seit 1531 wurde der Röhrkasten in Gleiwitz von Richtersdorf aus mit Wasser aus dem Röhrgraben versorgt.<ref name="oib129">Zeitschrift „Oberschlesien im Bild“: Ausgabe 5, 1935</ref>
Der Ort wurde 1783 im Buch Beytrage zur Beschreibung von Schlesien als Richtersdorf erwähnt, lag im Landkreis Tost und hatte 385 Einwohner, 41 Bauern, acht Gärtner und drei Häusler.<ref>Johann Ernst Tramp: Beyträge zur Beschreibung von Schlesien, Band 2, Brieg 1783</ref> 1818 wurde der Ort als Richtersdorf erwähnt.<ref>Geographisch-statistisches Handbuch über Schlesien und die Grafschaft Glatz, Band 2, 1818</ref> Die katholische Schule besteht seit 1803, erhielt 1824 ein massiv gebautes Gebäude und wurde 1855 erweitert. 1865 hatte Richtersdorf 50 Bauernstellen, sieben Gärtner und 51 Häusler, ferner zwei Ziegeleien. Zu diesem Zeitpunkt wurden an der Schule 160 Kinder unterrichtet.<ref name="Triest">Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865</ref>
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 775 Wahlberechtigte für einen Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland und 1179 für eine Zugehörigkeit zu Polen.<ref>Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: Literatur, Tabelle in digitaler Form</ref> Richtersdorf verblieb nach der Teilung Oberschlesiens beim Deutschen Reich. 1925 begann der Bau der Antoniuskirche, die 1927 vollendet wurde. 1927 wurde Richtersdorf vom Landkreis Tost-Gleiwitz nach Gleiwitz eingemeindet. 1937 fand zum letzten Mal das regelmäßige Osterreiten in Richtersdorf statt.
1945 kam der bis dahin deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde anschließend der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen und ins polnische Wójtowa Wieś umbenannt. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Kattowitz. 1999 kam der Ort zur neuen Woiwodschaft Schlesien.
Bauwerke und Sehenswürdigkeiten
- Die Antoniuskirche ist eine römisch-katholische Kirche, die im Stil der Moderne erbaut wurde mit Anlehnungen an die Neoromanik und Neogotik. Der Kirchturm hat eine Höhe von 67 Metern und besitzt eine Aussichtsplattform. Baubeginn war am 30. Juni 1925, 1927 wurde die Kirche fertiggestellt.
- Gefallenendenkmal von Hanns Breitenbach mit Skulptur des heiligen Georgs für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.
Bildung
- Grundschule Nr. 12
Verkehr
An Wójtowa Wieś verläuft die Autobahn A4.
Weblinks
Einzelnachweise
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