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Windischengrün

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Windischengrün
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(119)&title=Windischengr%C3%BCn 50° 17′ N, 11° 43′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(119) 50° 16′ 36″ N, 11° 43′ 10″ O
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Höhe: 573 m ü. NHN
Einwohner: 119 (31. Dez. 2006)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 95197
Vorwahl: 09252
Datei:Straßenverlauf Windischengrün Schauenstein (OSM).svg
Karte
Lage von Windischengrün in Schauenstein

Windischengrün ist ein Gemeindeteil der Stadt Schauenstein im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Windischengrün hat eine Fläche von 5,672 km². Sie ist in 838 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6768,65 m² haben.<ref>Gemarkung Windischengrün (091929). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 9. April 2025.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Uschertsgrün.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. April 2025.</ref>

Geografie

Das Dorf liegt auf freier Flur am Osthang des Hohen Bergs (661 m ü. NHN). Der östliche Ortsrand liegt in einer Talmulde eines namenlosen linken Zuflusses der Selbitz. Die Kreisstraße HO 26 führt nach Schauenstein zur Staatsstraße 2195 (1,4 km östlich) bzw. nach Baiergrün (1,8 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. April 2025 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

An dem Bestimmungswort des Ortsnamens „–winden“ ist erkennbar, dass es sich um eine Wendensiedlung handelt. Das Grundwort -grün lässt vermuten, dass der Ort erst in der späten Rodungszeit des 12. bis 14. Jahrhunderts entstanden ist.<ref>O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 783.</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Windischengrün aus 20 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Vogteiamt Schauenstein zu. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (1 Söldengut, 3 Tropfhäuser) und die Hofkanzlei Bayreuth für den herrschaftlichen Besitz (2 Höfe, 15 Halbhöfe).<ref name="Kö311">M. Körner: Naila, S. 311f.</ref>

Von 1797 bis 1810 unterstand Windischengrün dem Justiz- und Kammeramt Naila. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Windischengrün dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Schauenstein zugewiesen.<ref name="OV 1820"/> Zugleich entstand die Ruralgemeinde Windischengrün, zu der Uschertsgrün gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Naila zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Lichtenberg (1919 in Finanzamt Lichtenberg umbenannt, seit 1955 Finanzamt Naila). Ab 1862 gehörte Windischengrün zum Bezirksamt Naila (1939 in Landkreis Naila umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Naila (1879 in Amtsgericht Naila umgewandelt). Die Gemeinde Windischengrün hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,673 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Windischengrün am 1. Mai 1978 nach Schauenstein eingemeindet.<ref> </ref><ref>Schauenstein > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 9. April 2025.</ref>

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 1: Wohnstallhaus<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Schauenstein (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
  • Haus Nr. 6: Wohnstallhaus<ref name="Denkmalliste"/>
  • Haus Nr. 11: Wohnstallhaus<ref name="Denkmalliste"/>

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ehemalige Baudenkmäler
  • Haus Nr. 5: Zweigeschossiges, verputzt massives Wohnstallhaus mit Krüppelwalmdach und Gauben; Anfang des 19. Jahrhunderts.<ref name="L75">K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 75. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
  • Haus Nr. 7: Zweigeschossiges, verputzt massives Wohnstallhaus mit Krüppelwalmdach und Gauben; 1805 errichtet (Jahrzahl auf dem bis um 1955 erhaltenen Scheitelstein der Wohnungstür), nördliche Langseite 1955 erneuert; vorderes Giebeltrapez in verschiefertem Ständerwerk.<ref name="L75"/>
  • Haus Nr. 10: Zweigeschossiges Wohnstallhaus mit Krüppelwalmdach und Gauben; Erdgeschoss verputzt massiv; Dachgesims mit Zahnschnittprofilierung. Eine der verschieferten Gauben bezeichnet „Chr. Hoffmann 1835“ (Baudatum).<ref name="L75"/>

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Windischengrün

Jahr 1819 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 208 261 270 278 287 304 317 312 294 284 273 261 263 257 241 265 296 321 318 471 496 481 396 392
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> 44 46 48 44 54 60 66
Quelle <ref name="OV 1820">Vorlage:Ober-Mainkreis 1820 Für die Gemeinde inklusive Uschertsgrün (S. 130).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 153, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV" /> <ref name="HGV" /> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 922, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 144 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1096, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1044 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1094 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1130 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 976 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 718 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 158 (Digitalisat).</ref>

Ort Windischengrün

Jahr 001819 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002006
Einwohner 123 166 180 165 146 133 194 142 124 123 119
Häuser<ref name="Häuser" /> 25 23 24 25 26 39
Quelle <ref name="OV 1820" /> <ref name="OV 1861" /> <ref name="OV 1875" /> <ref name="OV 1885" /> <ref name="OV 1900" /> <ref name="OV 1925" /> <ref name="OV 1950" /> <ref name="OV 1961" /> <ref name="OV 1970" /> <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 308 (Digitalisat).</ref>

Religion

Windischengrün ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Schauenstein) gepfarrt.<ref name="Kö311"/><ref name="OV 1961"/>

Literatur

Weblinks

Commons: Windischengrün – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references responsive />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Stadt Schauenstein