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Wilhelm Mühle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Wilhelm Mühle (Porträt von József Ferenczy).jpg
Wilhelm Mühle, porträtiert von dem Maler József Ferenczy

Wilhelm Mühle (* 21. September 1845 in Kulm, Böhmen, Kaisertum Österreich; † 15. September 1908 in Temesvár, Königreich Ungarn, Österreich-Ungarn) war Landschaftsarchitekt und Rosenzüchter.

Leben

Mühle erhielt seine Ausbildung an böhmischen und deutschen Schulen. 1876 eröffnete Mühle einen Gärtnereibetrieb im Temesvárer Stadtteil Erzsébetváros ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), wo am heutigen Bulevardul Mihai Viteazu noch immer das Casa Mühle (Haus Mühle) besteht. Zudem erwarb er ein Ladenlokal in der heutigen Strada Alba Iulia, das Casa cu flori Welt-Icon

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   |name=Casa cu flori (deutsch: Das Haus der Blumen)
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  }} (deutsch Haus der Blumen).<ref group="Anmerkung">Das Haus beherbergt noch heute (Stand Dezember 2009) ein Blumengeschäft sowie das gehobene Restaurant Casa cu flori.</ref> Von hier vertrieb er erfolgreich Blumen und Zierpflanzen in Südosteuropa, teilweise bis nach Wien oder Budapest.

Mühle war von September 1893 bis Juli 1895 der Herausgeber der damals zweimonatlich erscheinenden „Rosenzeitung“, der deutschen Ausgabe der ungarischen Rosenzeitschrift Rózsa Ujság (1889–1896).<ref>Welt-der-Rosen.de, Rosenpresse - Zeitschriften und Zeitungen für Rosenfreunde</ref><ref name="Rózsa Ujság">BKGE: Deutschsprachige Blätter: S-Z. Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, abgerufen am 30. August 2014 (Eintrag 1035).</ref>

Die Wiener Illustrierte Garten-Zeitung veröffentlichte in der August–September Ausgabe von 1899 eine Reportage über Wilhelm Mühles botanische Studienreise nach Nord und Südamerika.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />KurtCulbertson.blogspot.com (Memento vom 21. März 2018 im Internet Archive), Kurt Culbertson: Landschaft und Gartenkunst: The German Influence in the Development of Landscape Architecture in America, in englischer Sprache</ref> In der Österreichischen Gartenzeitung wurde Wilhelm Mühle 1906 mit der Züchtung einer Teerose erwähnt.<ref name="Gartenbau-Gesellschaft">Gartenbau-Gesellschaft in Wien: Österreichische Garten-Zeitung, Band 1. Kaiserl. Königl. Gartenbau-Gesellschaft, Wien 1906, S. 348.</ref>

Datei:Canalul bega si parcul rozelor.jpg
Der Rosenpark an der Bega

Wilhelm Mühle war neben Wenceslas Franz Niemitz einer der bedeutenden Floristen der Stadt; beide wurden mit der Planung und Ausführung des Königlichen Rosengartens betraut, der am 19. Juli 1891 eingeweiht wurde und Vorgänger des heutigen Parcul Rozelor war. Durch seine Arbeit machte er Temesvár schon Anfang des 20. Jahrhunderts als Stadt der Rosen bekannt.

Wilhelms Sohn, Árpád Mühle, führte die Geschäfte seines Vaters nach dessen Tod weiter. 13 von ihm geschaffene neue Rosensorten wurden auf internationaler Ebene registriert.<ref>Temeswar.Diplo.de, Deutsches Konsulat in Temeswar, Presseauswertung 10. – 16. August 2009, Agenda: Auf der Suche nach den Rosen</ref> Mit Árpád entwickelte sich der Park in der Zwischenkriegszeit zum größten Rosarium in Südosteuropa mit über 1400 Rosenarten aus Europa, Amerika und Asien.

Ehrungen

Wilhelm Mühle, der sich um die Entstehung der Parkanlagen der Stadt verdient gemacht hat, wurde posthum am 2. August 2013 zum Ehrenbürger der Stadt Temeswar ernannt. Am selben Tag fand die Enthüllung seiner Büste im Rosengarten statt.<ref>banater-schwaben.org, Clara-Liselotte Basica: Büste im Temeswarer Rosengarten enthüllt.</ref>

Literatur

  • Anton Peter Petri: Biographisches Lexikon des Banater Deutschtums, Marquartstein, 1992, ISBN 3-922046-76-2

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Anmerkungen

<references group="Anmerkung" />

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