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Wilhelm zu Wied (1845–1907)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Wilhelm Fürst zu Wied
Datei:Wilhelm zu Wied.jpg
Wilhelm zu Wied, veröffentlicht 1901

Wilhelm Adolph Maximilian 5. Fürst zu Wied (auch Wilhelm Fürst zu Wied; * 22. August 1845 in Neuwied; † 22. Oktober 1907 ebenda) war ein deutscher Standesherr, Offizier und Politiker. Er war unter anderem Präsident des Flottenvereins und des Preußischen Herrenhauses.

Herkunft

Wilhelm war der Sohn von Hermann Fürst zu Wied (* 22. Mai 1814; † 5. März 1864) und der Marie Wilhelmine Frederike Elisabeth Prinzessin von Nassau-Weilburg, Tochter von Wilhelm I. von Nassau (1792–1839) und seiner ersten Frau, Luise Prinzessin von Sachsen-Hildburghausen (1794–1825). Wilhelm zu Wied wurde 1864 als Nachfolger seines verstorbenen Vaters regierender Fürst der Standesherrschaft Wied.

Militär

Während des Deutschen Krieges von 1866 war er Leutnant beim Generalstab der 2. Armee. Im Jahr 1869 wurde er zum Major à la suite ernannt. Er nahm 1870/71 am Deutsch-Französischen Krieg teil (3 Generalstabsoffizier beim Generalkommando des 11. Armeekorps).

Zwischen 1893 und 1897 war er kaiserlicher Kommissar und Militär-Inspekteur der freiwilligen Krankenpflege bei der Armee im Felde. Im Jahr 1893 wurde er zum General der Infanterie à la suite ernannt.

Politik

Politisch war Wied ein Befürworter der Kolonialpolitik. Zwischen 1891 und 1892 war er Vorsitzender des Deutschen Antisklaverei-Komitees. Dieses finanzierte unter anderem Expeditionen in bislang unerforschte Gebiete in Afrika. Er war ab 1897 Mitglied im Kolonialrat und 1898 maßgeblich an der Gründung der Deutschen Kolonialschule für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe in Witzenhausen beteiligt. Außerdem unterstützte er die Flottenpolitik. Wied war Mitbegründer und von 1898 bis 1901 Präsident des Flottenvereins.<ref>Sebastian Diziol: "Deutsche, werdet Mitglieder des Vaterlandes!" Der Deutsche Flottenverein 1898–1934. Solivagus Praeteritum, Kiel 2015, ISBN 978-39817079-0-8, S. 50–132.</ref>

Zwischen 1875 und 1886 war er Landtagsmarschall des rheinischen Provinziallandtages. Nach der Reformierung der Einrichtung war er von 1888 bis 1894 und von 1899 bis 1901 Vorsitzender des rheinischen Provinziallandtages. Ab 1878 war er Mitglied des Preußischen Herrenhauses. Dessen Präsident war er von 1897 bis 1903.<ref>Lutz Sauerteig: Krankheit, Sexualität, Gesellschaft: Geschlechtskrankheiten und Gesundheitspolitik in Deutschland im 19. und frühen 20. Jahrhundert (Rowohlts Monographien), Steiner, Franz; Auflage: 1 (1. Juni 1999), S. 522.</ref>

1885 datiert sein Eintritt als Ehrenritter beim Johanniterorden, 1896 wurde Wilhelm zu Wied in der Johanniterkirche Sonnenburg zum Rechtsritter der Kongregation, u. a. mit Ferdinand Graf von Zeppelin.

Familie

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Wilhelm zu Wied und Familie

Wilhelm zu Wied heiratete am 18. Juli 1871 Wilhelmina Frederika Anna Elisabeth Marie Prinzessin von Oranien-Nassau (* 5. Juli 1841 in Huize De Paauw, Wassenaar; † 22. Juni 1910 auf Schloss Monrepos/Neuwied), Prinzessin der Niederlande. Aus der Ehe gingen hervor:

Literatur

Weblinks

Commons: Wilhelm zu Wied (1845–1907) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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