Major non-NATO ally
Major non-NATO ally (MNNA, deutsch „wichtiger Nicht-NATO-Verbündeter“) ist eine von der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika vergebene offizielle Bezeichnung für eine Reihe von Ländern, die besonders enge diplomatische und strategische Beziehungen zu den Vereinigten Staaten pflegen, aber aus verschiedenen Gründen nicht Mitglied der NATO sind. Die Vergabe dieser Bezeichnung ist nicht mit einem Verteidigungsbündnis gleichzusetzen, gewährt den ausgesuchten Ländern aber gewisse Vorteile, die anderen Staaten außerhalb der NATO andernfalls nicht zuteil würden.
Geschichte
Der Status eines Major non-NATO ally wurde 1987 in Folge der Verabschiedung des International Narcotics Control Acts geschaffen.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). (PDF 4,2 MB) {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Juli 2003, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. September 2012; abgerufen am 20. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Originalwebseite nicht mehr verfügbar).</ref> Der Zusatz Section 2350a des Titel 10 (Militär) des United States Codes legte fest, dass der Verteidigungsminister in Übereinstimmung mit dem Außenminister mit Ländern, die nicht Mitglieder der NATO sind, Abkommen über gemeinsame Forschung und Entwicklungsprojekte abschließen konnte.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 24. November 2015, abgerufen am 31. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Anfängliche MNNAs waren Australien, Ägypten, Israel, Japan und Südkorea.<ref name="2321k">{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 30. Dezember 2015, abgerufen am 31. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahre 1996 erhielten diese Verbündeten gemäß dem Zusatz 2321k zur Bundesgesetzgebung zur Außenpolitik (Titel 22 USC) darüber hinaus militärische und finanzielle Zuwendungen. Der Zusatz gewährt ihnen z. B. Ausnahmen von nationalen Rüstungexportbeschränkungen und ermöglichte die Ernennung eines MNNA durch den Präsidenten, solange er den Kongress davon in Kenntnis setzt und danach eine Frist von 30 Tagen einhält.<ref name="2321k" />
Reagans Nachfolger George H. W. Bush ernannte als einziger seither amtierender Präsident keine neuen Staaten. Erst 1996, also neun Jahre später, fügte Bill Clinton einen sechsten Staat hinzu (Jordanien). Seither hat jeder Präsident mindestens einen Staat ergänzt.
Im Jahr 2021 wurde aufgrund der Machtübernahme der Taliban mit Afghanistan erstmals einem Land der Status wieder entzogen.
Mögliche Vorzüge
Als wichtige Nicht-NATO-Mitglieder gelistete Nationen dürfen Anspruch auf folgende Vergünstigungen erheben:
- Aufnahme von und Eintritt in gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit dem Pentagon in Co-Finanzierung
- Leihe von Ausrüstung und Ressourcen, die dafür benötigt werden
- Teilnahme an bestimmten Anti-Terror-Maßnahmen
- Kauf von panzerbrechender Munition mit abgereichertem Uran
- prioritäre Vergabe von überschüssig produzierten militärischen Gütern, in der Größenordnung von Rationen bis zu Schiffsladungen
- Besitz von War Reserve Stocks
- Erlaubnis, amerikanische Kredite und Hilfen für den Kauf oder die Leihe von Rüstungsgütern zu verwenden
- gegenseitige militärische Ausbildung
- bevorzugte Belieferung mit Weltraumtechnologie
- Teilnahmeerlaubnis für Firmen dieser Länder an Ausschreibungen des amerikanischen Verteidigungsministeriums für bestimmte Wartungs- und Reparaturaufträge
Gelistete Staaten
Als wichtige Nicht-NATO-Mitglieder sind bzw. waren (grau hinterlegt) folgende Staaten gelistet mit Jahr der Statusvergabe:<ref name="2321k" /><ref name="dm">Snejana Farberov: Hillary Clinton flies into Kabul as U.S. declares Afghanistan major non-NATO ally, Daily Mail vom 7. Juli 2012 (englisch).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Message to the Congress on Designating Brazil as a Major Non-NATO Ally ( vom 26. Januar 2020 im Internet Archive), Weißes Haus (englisch).</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Militärbündnis
- Außenpolitik (Vereinigte Staaten)
- Beziehungen zwischen Ägypten und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Australien und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Bahrain und den Vereinigten Staaten
- Außenpolitik (Israel)
- Außenpolitik (japanische Nachkriegszeit)
- Außenpolitik (Jordanien)
- Außenpolitik (Katar)
- Außenpolitik (Saudi-Arabien)
- Beziehungen zwischen Kolumbien und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Kuwait und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Marokko und den Vereinigten Staaten
- Außenpolitik (Neuseeland)
- Außenpolitik (Pakistan)
- Beziehungen zwischen den Philippinen und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Südkorea und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Thailand und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Argentinien und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Afghanistan und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Brasilien und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Japan und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Jordanien und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Neuseeland und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Pakistan und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Staaten
- Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Staaten