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Weißfische

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Weißfische
Datei:Scardinius erythrophthalmus.jpg

Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus)

Systematik
Kohorte: Otomorpha
Unterkohorte: Ostariophysi
ohne Rang: Otophysa
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Unterordnung: Karpfenfischähnliche (Cyprinoidei)
Familie: Weißfische
Wissenschaftlicher Name
Leuciscidae
Bonaparte, 1838

Die Weißfische (Leuciscidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Karpfenartigen (Cypriniformes). Die Süßwasserfische leben in Nordamerika, Europa und Asien mit Ausnahme des Indischen Subkontinents und in Südostasien.

Einheimische Arten sind Aland, Brachse, Frauennerfling, Güster, Hasel, Nase, Perlfisch, Rotauge, Rotfeder, Schneider, Ukelei, Zährte und Zope sowie Döbel und Rapfen, die einzigen räuberischen Arten.

Merkmale

Die meisten Weißfische haben eine langgestreckte oder hochrückige Körperform. Die Rückenflosse ist kurz, der erste Flossenstrahl ist oft nicht verknöchert. Die Afterflosse beginnt immer hinter der Rückenflosse. Die meisten Arten besitzen keine Barteln. Die Seitenlinie kann vollständig oder reduziert sein, eine vollständige verläuft immer auf der Mitte des Schwanzflossenstiels. Einige Gattungen haben einen aus vorstehenden Schuppen gebildeten scharfen Bauchkiel. Weißfische haben eine bis drei Reihen Schlundzähne.

Systematik

Die Weißfische wurden 1838 durch den italienischen Zoologen Charles Lucien Bonaparte als Taxon eingeführt.<ref>Richard van der Laan, William N. Eschmeyer & Ronald Fricke: Family-group names of Recent fishes. Zootaxa 3882 (2): 001–230 doi: 10.11646/zootaxa.3882.1.1</ref> Sie galten lange Zeit als Unterfamilie der Karpfenfische (Cyprinidae). Stout und Kollegen hoben im Jahr 2016 alle Unterfamilien der Cyprinidae in den Familienstatus.<ref name="Stout" /> Susana Schönhuth und Mitarbeiter übernahmen dies in ihrer im Juni 2018 veröffentlichten umfangreichen Revision der Weißfische<ref name="Schönhuth" /> und auch die wissenschaftliche Fischdatenbank Catalog of Fishes führt die Weißfische und die übrigen ehemaligen Unterfamilien der Cyprinidae inzwischen als eigenständige Familien.<ref>Eschmeyer, W. N. & Fong, J. D.: Catalog of Fishes Species by Family/Subfamily abgerufen am 13. Juli 2018</ref>

Innerhalb der Weißfische lassen sich sechs verschiedene monophyletische Unterfamilien unterscheiden:<ref name="Schönhuth" />

Literatur

  • Joseph S. Nelson: Fishes of the World, John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7.
  • Günther Sterba: Süsswasserfische der Welt. 2. Auflage. Urania, Leipzig/Jena/Berlin 1990, ISBN 3-332-00109-4

Belege

<references> <ref name="Schönhuth">Susana Schönhuth, Jasna Vukic, Radek Sanda, Lei Yang, Richard L. Mayden: Phylogenetic relationships and classification of the Holarctic family Leuciscidae (Cypriniformes: Cyprinoidei). Molecular Phylogenetics and Evolution, Juni 2018, doi: 10.1016/j.ympev.2018.06.026</ref>

<ref name="Stout">Stout, C.C., Tan, M., Lemmon, A.R., Moriarty Lemmon, E. & Armbruster, J.W. (2016): Resolving Cypriniformes relationships using an anchored enrichment approach. BMC Evolutionary Biology, November 2016. DOI: 10.1186/s12862-016-0819-5</ref> </references>

Weblinks

Commons: Leuciscinae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Weißfisch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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