Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338 Malacosteini – WikipediaZum Inhalt springen
Die Malacosteini (übersetzt „Weichknochenfische“) sind eine Tribus<ref name="Dearmon etal 2026" /> der Maulstachler-Familie Stomiidae. Sie leben im offenen Meer aller Ozeane in Tiefen von 1000 bis 4000 Metern.
Merkmale
Bei den Malacosteinae ist das Maul extrem vergrößert, die Mundspalte reicht bis weit hinter das Auge. Dazu hat der Fisch eine besondere Schädelform. Der Kiefer gelenkt an einem nach hinten gerichteten Kieferstiel, der Hirnschädel ist verkürzt und steht fast senkrecht. Der Unterkiefer trägt vorne Fangzähne; der Mundboden (die Haut zwischen Unterkiefer und Hyoiden) ist (bis auf einen Schlauch für Gefäße, Nerven und den musculus geniohyoideus) geschwunden, um das Vorschnellen des Unterkiefers zu erleichtern. Dazu wird der Schädel zunächst durch die Rückenmuskulatur extrem „in den Nacken geworfen“, wodurch auch der Kieferstiel (im Wesentlichen die Hyomandibel) vorschwingt und der Unterkiefer abgesenkt wird. Daraufhin werden die Unterkieferzähne von unten her (ohne Widerlager des Oberkiefers!) in die Beute geschlagen; schließlich wird diese durch Schädelrückdrehung und Zurückschwingen des Kieferstiels in den Schlund geschoben. Diese „Fangmaske“ ähnelt also (entfernt) der einer Libellen-Larve.
Die Rücken- und Afterflosse und die Bauchflossen sitzen weit hinten am Körper (Stoßräuber).
Die Fische sind schwarz und werden 15 bis 26 cm lang. Die GattungAristostomias trägt eine Kinnbartel.
Joseph S. Nelson: Fishes of the World, John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7.
Klaus Günther, Kurt Deckert: Wunderwelt der Tiefsee, Herbig, 1950.
Einzelnachweise
<references>
<ref name="Dearmon etal 2026">
Emily S. Dearmon, W. Leo Smith, Matthew P. Davis: Dragons of the deep (Stomiiformes: Stomiidae): Evolutionary relationships and taxonomy of the barbeled dragonfishes (Stomiinae) and viperfishes (Chauliodontinae). Zootaxa, Band 5759, Nr. 1: Feb. 2026, DOI: 10.11646/zootaxa.5759.1.1</ref>
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