Wardböhmen
Wardböhmen Stadt Bergen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(322)&title=Wardb%C3%B6hmen 52° 51′ N, 9° 55′ O
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| Höhe: | 82 m ü. NN | |||||
| Einwohner: | 322 (31. Dez. 2022)<ref name="Einwo2022">Einzelhandelskonzept Bergen (2024). (PDF; 2,1 MB) Stadt Bergen, S. 35, abgerufen am 5. April 2025.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Februar 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 29303 | |||||
| Vorwahl: | 05051 | |||||
Wardböhmen ist eine Ortschaft der Stadt Bergen im nördlichen Landkreis Celle in der Lüneburger Heide. Sie liegt 6 km nördlich von Bergen an der Bundesstraße 3.
Geschichte
Wardböhmen wurde urkundlich erstmals 1197 unter dem Namen Werthebohmen in parrochia Berge erwähnt.<ref>Urk. 3 de 1197. Wardebomen in Urk. 360, Reg. de 1520. Wilhelm von Hodenberg, Lüneburger Urkundenbuch, 15. Abt.: Archiv des Klosters St. Johannis zu Walsrode, Güter-Register, Capaun-Karlowa’sche Buchhandlung, Celle 1859, S. 349.</ref> Der Name wird bei Alpers und Barenscheer wie folgt abgeleitet: warde = Warte + böme = Bäume.<ref>Paul Alpers, Friedrich Barenscheer: Celler Flurnamenbuch – Die Flurnamen der Stadt und des Landkreises Celle. Sändig, Erfurt 1952, S. 94.</ref>
Im Bomann-Museum in Celle und im Landesmuseum Hannover Abteilung „Menschenwelten“ befinden sich Ausgrabungsfunde aus Hügelgräbern am Hengstberg und Schaftstallberg, südwestlich von Wardböhmen. Trachtbestandteile: V-Haubenschmuck, Halskragen, Schmuckscheibe, Nadel, Arm- und Beinringe aus der Zeit 1500–1200 v. Chr. Grabbeigaben einer Frau der Älteren Bronzezeit, gefunden am Schaftstallberg, sind im Heimatmuseum Römstedthaus in Bergen zu sehen.
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Windmühle Wardböhmen von 1877/78
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Fachwerkhaus Wardböhmen Nr. 3
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Fachwerkhaus Wardböhmen Nr. 9
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Grabbeigaben aus der Älteren Bronzezeit
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Scheibennadel aus Wardböhmen – links
Ortsteile von Wardböhmen sind die Dörfer Hoope und Sehlhof.
Am 1. Februar 1971 wurde Wardböhmen in die Stadt Bergen eingegliedert.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 223.</ref>
Politik
Ortsrat
Der Ortsrat, der Wardböhmen vertritt, setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.
Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:<ref>Ergebnis Ortsratswahl 2021. Abgerufen am 13. Juli 2022.</ref>
- Zukunftsorientierte Bürger Wardböhmens: fünf Sitze
Ortsbürgermeister
Ortsbürgermeister ist Christoph Kohrs.
Wappen
Auf goldenem Schild steht unten ein blaues Dreieck mit leicht geschwungenen Kanten. Rechts oben eine grüne Windmühle, links oben ein grüner Treppenspeicher, in der Mitte unten ein silberner Fernmeldeturm.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Der Fernmeldeturm der Funkübertragungsstelle Bergen 1 ersetzte 1986 den alten, 1952 erbauten Turm, der erst 1996 abgerissen wurde.
- Das Schlageter Denkmal, das an Albert Leo Schlageter erinnert. Es wurde 2012 neu errichtet und steht, öffentlich zugänglich, am Waldrand südwestlich des Dorfes.<ref>Neuer Stein erinnert an Schlageter. (cellesche-zeitung.de [abgerufen am 15. Januar 2018]).</ref>
Baudenkmäler
Siehe Baudenkmale in Wardböhmen
- Die Windmühle Wardböhmen von 1877/78 wurde bis 1975 betrieben, ab 1950 ohne Flügel
- Hofanlage Hoope 1 mit massivem Haupthaus von 1893, zwei Treppenspeichern von 1595 und 1797 sowie Backhaus von 1845, Brunnenfassung und Altenteilerhaus von 1827 in Fachwerk mit Speicheranbau
- Wohnhaus An der Mehn 4 in Fachwerk
- Sieben Treppenspeicher vom 16. bis 19. Jh.; s. Treppenspeicher in Bergen
- Häuslingshaus Zwischen den Höfen 7 von um 1880 in Fachwerk
- Häuslingshaus Alte Dorfstraße 3 aus dem 19. Jh. in Fachwerk
Wirtschaft und Infrastruktur
Das Dorf liegt an der Bundesstraße 3 (Alte Poststraße mit einer Bushaltestelle, Linie 160).
Der Bahnhof Wardböhmen liegt an der Bahnstrecke Celle–Soltau. Regelmäßiger Personenverkehr findet nicht statt.
Literatur
- Hermann v. d. Kammer: Geschichte der Ortschaft Wardböhmen mit den Ortsteilen Hoope und Sehlhof. Bergen 1997.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />