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Bleicherde

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{{#if: erläutert eine Gruppe von Lebensmittelzusatzstoffen, zum Bodentyp siehe Podsol.

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}} Bleicherde (auch Walk[er]erde, Fullererde, Füllerde, Vollerde, Seifenerde oder Bleicherleim<ref name=akademie>Karl Günther Ludovici, Eröffnete Akademie der Kaufleute, oder vollständiges Kaufmanns-Lexicon, Band 5, Leipzig 1756, S. 610</ref>) ist der Sammelbegriff für ein Gemenge aus verschiedenen quellfähigen Schichtsilikaten aus der Gruppe der Smektite, welche zu den Tonmineralen gehören. Hauptbestandteil ist das Montmorillonit.

Verwendung

Historisch wurde Bleicherde wegen der hohen Fettabsorption in der Tuchproduktion ähnlich wie Seife eingesetzt, um Wolle von Lanolin zu befreien und die Verfilzung der Fasern zu fördern.<ref name=akademie />

Bleicherden werden hauptsächlich als Adsorptionsmittel bei der Raffination von Speiseöl (Entfärbung, Reinigung und Stabilisierung) eingesetzt.<ref name="ABC Chemie">Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 187.</ref>

In der Lebensmittelindustrie werden Bleicherden zur Schönung von Wein, Most und Saft, zur Bierstabilisierung und zur Reinigung von Zuckersaft und -sirup verwendet.

In der Papierindustrie werden Bleicherden als Pigment und Farbentwickler benutzt.

Bleicherde kann auch als Bindemittel für Fett/Öl auf Wasser verwendet werden.

Zur Abtrennung von Farbstoffen, Hydroperoxiden oder Schwermetallen wird bei 90 °C Bleicherde (Aluminiumsilikat) zugesetzt. Oft geschieht dies in Kombination mit Aktivkohle.

Im 18. Jahrhundert wurde Bleicherde vor allem in Sachsen (z. B. Colditz, Schwarzenberg, Grimma, Leipzig) abgebaut sowie in der damaligen Mark Brandenburg (heute Polen) im Raum Frankfurt (Oder)<ref name=akademie />. Bei Weilburg, Aachen und Roßwein sowie in Schlesien und der Steiermark sind im 19. Jahrhundert Bleicherde-Vorkommen abgebaut worden.

Fördermengen

Der Großteil der globalen Abbaumengen entfiel 2019 und 2020 auf die USA. Eine Übersicht bietet die folgende Tabelle.

Land 2019<ref name="usgs_2021">U.S. Geological Survey, Mineral Commodity Summaries 2021: CLAYS.</ref> 2020<ref name="usgs_2022">U.S. Geological Survey, Mineral Commodity Summaries 2022: CLAYS.</ref>
(in Tonnen)
GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg{{#ifeq:|# [[{{{Ziel}}}]]|Griechenland}}}} 37.000 34.000
Indien{{#ifeq:|# [[{{{Ziel}}}]]|Indien}}}} 6.000 730.000
MexikoDatei:Flag of Mexico.svg{{#ifeq:|# [[{{{Ziel}}}]]|Mexiko}}}} 110.000 110.000
SenegalDatei:Flag of Senegal.svg{{#ifeq:Senegal|# [[{{{Ziel}}}]]|Senegal}}}} 117.000 117.000
Spanien{{#ifeq:{{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Spanien}}|{{#if:|{{{2}}}|Spanien}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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 }}

}} || 626.000 || 590.000

TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg{{#ifeq:|# [[{{{Ziel}}}]]|Türkei}}}} 20.000 60.000
Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: {{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Vereinigte Staaten}}|{{#if:|{{{2}}}|Vereinigte Staaten}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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}} || 1.920.000 || 1.980.000

Andere Länder 344.000 313.000
Gesamt 3.180.000 3.930.000

Siehe auch

Literatur

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  • K. Jasmund, G. Lagaly, Tonminerale und Tone, Steinkopff Verlag, Darmstadt, (1993).

Einzelnachweise

<references />