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Wolfram(VI)-oxid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von WO3)
Kristallstruktur
Kristallstruktur Wolfram(VI)-oxid
Vorlage:Farbe W6+ 0 Vorlage:Farbe O2−
Allgemeines
Name Wolfram(VI)-oxid
Andere Namen
Verhältnisformel WO3
Kurzbeschreibung

zitronengelbes Pulver<ref name=roempp>Eintrag zu Wolframoxide. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 215-231-4
ECHA-InfoCard 100.013.848
PubChem 14811
ChemSpider 14127
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 231,85 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

7,16 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

1473 °C<ref name="GESTIS"/>

Löslichkeit
  • nahezu unlöslich in Wasser und Säuren<ref name=roempp/>
  • löslich in Laugen unter Wolframatbildung<ref name=roempp/>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Wolfram(VI)-oxid, auch Wolframtrioxid (WO3), stellt das wichtigste Oxid des Wolframs dar.

Vorkommen

Wolfram(VI)-oxid kommt in der Natur ohne und mit Kristallwasser in Form der Minerale

vor.<ref>Vorlage:IMA-Liste</ref>

Herstellung

Die Gewinnung von Wolframtrioxid erfolgt durch Glühen von Wolfram oder Wolframverbindungen unter Luftzutritt.

Es kann auch durch Reaktion von Natriumwolframat-Dihydrat mit Salzsäure dargestellt werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1566.</ref>

<math>\mathrm{Na_2WO_4 + 2 \ HCl \longrightarrow WO_3 + H_2O + 2 \ NaCl}</math>

Eigenschaften

Datei:TungstenOxideSmall.jpg
Wolfram(VI)-oxid

Wolfram(VI)-oxid ist ein bei Raumtemperatur intensiv gelb gefärbtes, beim Erwärmen orangefarbenes Kristallpulver. Wolframtrioxid ist in Wasser und Säuren völlig unlöslich, kann aber mit Wasser zu Wolframsäure reagieren. Mit Laugen reagiert es zu Wolframaten.

Die Kristallstruktur von WO3 besteht aus WO6-Oktaedern, die in den drei Raumrichtungen über gemeinsame Ecken miteinander verbunden sind. Wie in der Abbildung zu sehen ist, können diese Oktaeder gegeneinander verkippt sein. Dadurch treten bereits unter der Raumtemperatur drei Polymorphe, d. h. unterschiedliche Strukturen, auf. Dabei bleibt es erst bei niedriger Symmetrie und geht von monoklin über triklin wieder zu monoklin über.<ref name="Wriedt1989">H. A. Wriedt: The O-W (oxygen-tungsten) system. In: Bulletin of Alloy Phase Diagrams. 10, 1989, S. 368, doi:10.1007/BF02877593.</ref> Erst bei hohen Temperaturen geht es auch in eine orthorhombische und eine tetragonale Phase über.<ref name="Kleber1966">W. Kleber, M. Hahnert, R. Müller: WO3 - seine Züchtung und kristallographische Untersuchung. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. 346, 1966, S. 113, doi:10.1002/zaac.19663460302.</ref> Dabei unterscheiden sich vor allem die Positionen der Oxidionen geringfügig.

Verwendung

Wolframtrioxid wird in der Keramikindustrie als Kontakt sowie als Gelbpigment verwendet. Eine gewisse Bedeutung könnte WO3 bei der Herstellung ultradünner Oxidfilme erlangen, mit denen sich optische Linsen kratzfest beschichten lassen. Auch elektrochrome Verglasungen enthalten Wolframtrioxid.

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks