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Einsiedel (Adelsgeschlecht)

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Datei:Einsiedel-Wappen.png
Wappen derer von Einsiedel.
Datei:20090901285DR Syhra (Geithain) Rittergut Schloß Sitznischenportal.jpg
Allianzwappen an Schloss Syhra.

Einsiedel ist der Name eines meißnischen Uradelsgeschlechts, das mit Guntherus de Einsedelen 1299 als Burgmann von Schapa (Zschopau) erstmals urkundlich erwähnt wird. Das Geschlecht erwarb im Mittelalter und in späterer Zeit zahlreiche sächsische Burgen und Schlösser als Eigen- oder Lehnsbesitz und besteht in verschiedenen Linien und Zweigen bis heute.

Die Wolkenburger Linie wurde 1745 in den Reichsgrafenstand erhoben.

Geschichte

Nach bisherigem Kenntnisstand liegt der Ursprung der Familie im Benediktinerkloster Einsiedeln im heutigen Schweizer Kanton Schwyz. Es wird angenommen, dass dort um 1290 der Ahnherr der Familie „mit König Rudolf von Habsburg als Ritter von Einsiedel – aus der Schutzmannschaft des Klosters stammend – mit in das Pleißenland gezogen sei“.<ref name=":0">Helga Reich, Birgit Richter: Besitzgeschichte sowie Archivbildung bei der Familie von Einsiedel und die Überlieferung im Staatsarchiv Leipzig. In: Die Familie von Einsiedel. Stand, Aufgaben und Perspektiven der Adelsforschung in Sachsen. Sächsisches Staatsarchiv 2007, S. 53.</ref> Dieser, auf der Burg Zschopau der Herren von Erdmannsdorf bewaffneten Dienst als Burgmann leistende Guntherus de Einsedelen wird 1299 als Burgmann von Schapa (Zschopau) und Zeuge in einer Urkunde der Ritter von Erdmannsdorf für das Kloster Buch bei Leisnig erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Karlheinz Hengst: Wann und warum entstand der Name Einsiedel südlich von Chemnitz? In: Erzgebirgische Heimatblätter, 2016, H. 2, S. 22–25. Original der Urkunde im Regierungsarchiv Altenburg, Urk. I, 71.</ref> Er behielt jedoch seinen Herkunftsnamen bei und benannte sich nicht nach seinem neuen Dienstsitz im mittleren Erzgebirge.

1307 tritt ein Petrus de Einsedeln erneut in einer in Zschopau ausgestellten Urkunde der Herren von Erdmannsdorf in Erscheinung, während 1341 ein Puncelinus dictus Eynsedeln in einem Flurstreit in Lohma bei Altenburg urkundlich erscheint.<ref name=":0" /> Die zeitgenössische Schreibweise des Familiennamens wechselte zwischen Einseideln, Einsedeln, Einsidlin, Einsedeln, Eynsydeln, Eynsydl, Ainsidel, Eynsedil, Einsidel und der heutigen Schreibweise Einsiedel.

Die direkte Stammreihe beginnt mit dem Ritter Heinrich von Eynsydeln, 1363–1403 urkundlich erwähnt, Gutsherr auf Ehrenberg<ref>Vermutlich Schloss Ehrenberg (Altenburg) und nicht das (ab 1697 Einsiedeln’sche) Schloss Ehrenberg (Kriebstein).</ref> und Prießnitz sowie Vogt zu Rizemburg (Riesenburg). 1439 werden die Herren von Einsiedel im Erzgebirge als Besitzer von Dörfern, namentlich von Reichenhain, Kemtau, Einsiedel und Erfenschlag genannt. 1455 befand sich außerdem bereits das Gebiet um Gnandstein, Kohren und Sahlis sowie zusätzlich das Dorf Dittersdorf im Lehnsbesitz der Herren von Einsiedel.<ref>Britta Günther: Besitzungen der Herren von Einsiedel im Mittleren Erzgebirge. In: Erzgebirgische Heimatblätter, 2016, H. 2, S. 22.</ref>

Vier Söhne des kursächsischen Geheimrats Heinrich Hildebrand von Einsiedel (1497–1557) auf Gnandstein, Wolftitz, Syhra und Prießnitz waren die Stammväter der vier Linien zu Sahlis, Scharfenstein, Gnandstein und Syhra.

Es werden folgende Linien bzw. „Häuser“ unterschieden:

Ferner befanden sich im Besitz derer von Einsiedel:

Die folgenden Besitzungen befanden sich über längere Zeiträume im Eigentum der Familie:

Einige der traditionsreichen Güter blieben bis zur entschädigungslosen Enteignung in der Sowjetischen Besatzungszone im Jahr 1945 im Besitz verschiedener Linien der Familie. In jüngster Zeit hat die Familie von Einsiedel die Schlösser in Wolftitz und Syhra nebst einem Forstbesitz zurückerworben.

Wappen

Das Stammwappen zeigt in Gold einen weißbärtigen, barfüßigen Einsiedler in blauer Kutte und silber gestulpter blauer Mütze, der in der rechten Hand das Paternoster von roten Korallen und eine stahlfarbene Axt mit braunem Griff, in der linken eine stahlfarbene zweizinkige Hacke an braunem Griff auf der Schulter trägt. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken der Einsiedler.

Bedeutende Namensträger

Literatur

  • August Wilhelm Bernhardt von Uechtritz (Hrsg.): Diplomatische Nachrichten Adeliger Familien. Teil 2. Intelligenz-Comtoir/Beygangische Buchhandlung, Leipzig 1791, S. 31 ff. (Digitalisat).
  • Genealogisches Jahrbuch des deutschen Adels für das Jahr 1848. Fünfter Jahrgang, J. C. Cast, Stuttgart 1848, S. 283 f. (Digitalisat)
  • Gothaische Genealogische Taschenbücher. Justus Perthes, Gotha (Redaktion und Druck jeweils im Vorjahr/Auszug):
    • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser auf das Jahr 1840. 13. Jg. (1840), S. 169 f. (Digitalisat).
    • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser auf das Jahr 1874. 47. Jg. (1874), S. 238 ff. (Digitalisat).
    • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1908 Jg. 9, Gotha 1907, S. 210 ff. (Digitalisat).
    • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil A. 41. Jg. (1942), Gotha 1941.
    • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil A. 115. Jg. (1942), Gotha 1941, S. 192 ff. (Digitalisat).
  • Genealogisches Jahrbuch des deutschen Adels für 1848. 5. Jg. (1848). Verlag Cast, Stuttgart 1848, S. 279 ff. (Digitalisat).
  • Ernst Heinrich Kneschke: Deutsche Grafen-Haeuser der Gegenwart. Erster Band, A–K. T. O. Weigel, Leipzig 1852, S. 212 ff. (Digitalisat).
  • Walter von Boetticher: Geschichte des oberlausitzischen Adels und seiner Güter: 1635–1815. Band 1, Hrsg. Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften, Selbstverlag, Görlitz/Oberlößnitz 1912, S. 336 ff. (Digitalisat)
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}} (Auszug):

    • Genealogisches Handbuch des Adels: Gräfliche Häuser A (Uradel). Band I, Band 2 der Gesamtreihe GHdA, 1952, S. 139–146.
    • Genealogisches Handbuch des Adels: Adelige Häuser A (Uradel). Band II, Band 11 der Gesamtreihe GHdA, 1955, S. 139–159.
    • Genealogisches Handbuch des Adels: Adelslexikon., Band III, Dor–F, Band 61 der Gesamtreihe GHdA, 1975.
    • Genealogisches Handbuch des Adels: Adelige Häuser A. Band XIV, Band 66 der Gesamtreihe GHdA, 1977, S. 83–173.

Weitere Literatur

  • Kurt Krebs: Haugold von Einsiedel auf Gnandstein der erste Lutheraner seines Geschlechts. Roßberg, Leipzig 1895. (Digitalisat)
  • Andrea Heinig, Jörg Höbald: Auf den Spuren von Detlev Carl Graf von Einsiedel. Chronikauszüge und Lebensbilder, Buchmanufaktur Gesau, Glauchau 2010.
  • Britta Günther: Besitzungen der Herren von Einsiedel im Mittleren Erzgebirge. In: Erzgebirgische Heimatblätter, Hrsg. Kulturbund e. V., Landesverband Sachsen, Erzdruck GmbH, Marienberg 2016, H. 2, S. 22–25. {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0232-6078|0}}{{#ifeq:1|0|[!]

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}}

  • Helga Reich: Die Familie von Einsiedel auf Gnandstein im Reformationszeitalter, Sax-Verlag, Beucha 2017.

Weblinks

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Einzelnachweise

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