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Vladimir Aïtoff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Vladimir Aïtoff Vorlage:SportPicto
Vladimir Aïtoff während des Ersten Weltkrieges
Geburtstag 5. August 1879
Geburtsort ParisFrankreich
Sterbedatum 6. September 1963
Sterbeort Paris, Frankreich
Größe 1,80 m
Gewicht Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Verein
Verein Karriere beendet
Position Stürmer
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Punkte)
Racing 92 ()
Nationalmannschaft
Jahre Nationalmannschaft Spiele (Punkte)
1900 Frankreich ()

Vladimir Aïtoff (auch Wladimir Aïtoff; * 5. August 1879 in Paris<ref>Archives de Paris, Registres d'actes d'état civil (1860-1902), Naissances, 6e arr., V4E 08498 (Digitalisat)</ref>; † 6. September 1963 ebenda) war ein französischer Mediziner und Rugby-Union-Spieler. Er wurde mit der französischen Mannschaft 1900 Rugby-Olympiasieger.

Datei:Racing-Paris 1899.jpg
Vladimir Aïtoff bei Racing 92, 1899 (stehend, 3. Spieler von rechts)

Während seines Medizinstudiums in Paris spielte Aïtoff Rugby im Sturm<ref name="Scrum"/> des Racing Club de France. Mit dem Club wurde er 1900 und 1902 französischer Meister.<ref name="finalesrugby"/> Zudem gehörte er der Auswahl des französischen Sportverbandes USFSA für das Rugbyturnier bei den Olympischen Sommerspielen 1900 an, die mit Siegen gegen die deutschen und englischen Teilnehmerteams Olympiasieger wurde.<ref name="sr-o"/>

Aïtoff war 1903/04 Schüler Joseph Babinskis.<ref>Jacques Philippon, Jacques Poirier: Joseph Babinski: A Biography, Oxford University Press, USA 2008, ISBN 978-0195369755S, S. 171.</ref> 1905 ging er als Arzt zum französischen Krankenhaus in der damaligen russischen Hauptstadt St. Petersburg und blieb dort auch während des Ersten Weltkrieges als Mitglied der französischen Militärmission in Russland.<ref>Ioannis Sinanoglou: Journal de Russie d'Albert Thomas; In Cahiers du monde russe, Volume 14 von 1973, Nr. 14, ISSN 1777-5388, S. 86ff., S. 199.</ref> Für seinen Einsatz während des Krieges wurde er als Ritter in die Ehrenlegion aufgenommen. Nach dem Krieg arbeitete er weiter als Arzt und engagierte sich gegen Prostitution und Alkoholismus.<ref name="sr-o"/>

Am 15. August 1944 wurde er von der deutschen Besatzungsmacht ins KZ Buchenwald verschleppt und später in das Außenlager Langenstein-Zwieberge überstellt, wo ihn amerikanische Truppen am 13. April 1945 befreiten.<ref name="fmd"/>

Seine Halbschwester Irène Aïtoff war eine erfolgreiche Pianistin, sein Vater David Aïtoff war ein russischer Emigrant und bekannter Kartograf.

Werke

  • Contribution à l'étude des effets du sulfure de carbone; Paris, 1905
  • Dr. Aïtoff. Quelques réflexions sur la prostitution réglementée; Ligue française pour le relèvement de la moralité publique, Paris 1941
  • Le Problème de l'alcoolisme; Cartel d'action morale et sociale; Ligue nationale contre l'alcoolisme, Paris 1949
  • Ce que tout Français devrait savoir; Comité de défense contre l'alcoolisme, Paris 1956

Weblinks

Commons: Vladimir Aïtoff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="sr-o">Vladimir Aïtoff in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch; archiviert vom Original)Vorlage:Abrufdatum, abgerufen am 4. Oktober 2009</ref> <ref name="finalesrugby">Eintrag zu Wladimir Aïtoff. In: finalesrugby.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Juni 2006; abgerufen am 4. Oktober 2009.</ref> <ref name="fmd">Fondation pour la Mémoire de la Déportation: Transport parti de Paris le 15 août 1944 (I.264.). Abgerufen am 10. August 2010.</ref> <ref name="Scrum">scrum-Datenbank: Eintrag zu Wladimir Aitoff. ESPN, abgerufen am 5. Oktober 2009.</ref> </references>

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