Behaarte Karde
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| Behaarte Karde | ||||||||||||
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| Datei:DipsacusPilosus Collage.jpg
Behaarte Karde (Dipsacus pilosus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Dipsacus pilosus | ||||||||||||
| L. |
Die Behaarte Karde (Dipsacus pilosus <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Syn.: Virga pilosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Hill) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Karden (Dipsacus) in der Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae).
Merkmale
Vegetative Merkmale
Die Behaarte Karde ist eine zweijährige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 120 Zentimeter erreicht. Sie ist aufrecht und verzweigt. Sowohl Stängel als auch Laubblätter sind mehr oder weniger stark borstenhaarig und stachelig. Die Stängelblätter sind gestielt und nicht verwachsen. Die untersten sind langgestielt, eiförmig, in der Regel ganzrandig und haben manchmal zwei kleinere Seitenfiedern. Die oberen Blätter sind eiförmig-elliptisch, kurzgestielt und oft dreiteilig.
Generative Merkmale
Die weißlichen Blüten sind in einem dichten, kugeligen, kopfigen Blütenstand angeordnet, der einen Durchmesser von 2 bis 2,5 Zentimeter aufweist und vor dem Aufblühen nickend ist. Die Staubbeutel sind meist schwarzviolett.<ref name="Rothmaler2021" /> Die Hüllblätter sind ein wenig länger als die Blüten. Zwischen den Einzelblüten der Blütenköpfe befinden sich 8–12 mm lange Deckblätter (Spreublätter), welche kürzer als die Einzelblüten sind. Die Deckblätter besitzen einen verkehrt-eiförmigen Grund, der plötzlich in die höchstens gleich lange grannenartige Spitze zusammengezogen ist. Die Deckblätter sind bis zu ihrer Spitze borstig bewimpert.<ref name="Rothmaler2021" />
Die Blütezeit reicht von Juli bis August.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="Oberdorfer2001" />
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Blütenkopf
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Fruchtstand
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Fiederblättchen (links) am Blattgrund
Ähnliche Arten
Bezüglich der Unterscheidung von der ähnlichen Schlanken Karde siehe dort.
Ökologie
Die Behaarte Karde ist ein Hemikryptophyt. Die vormännlichen Blüten öffnen sich in konzentrischen Zonen nacheinander; sie werden von Insekten (bevorzugt von Hummeln) bestäubt.
Vorkommen
Die Behaarte Karde kommt ursprünglich von Europa bis zum nördlichen Iran vor.<ref name="POWO" /> Ihr Verbreitungsgebiet umfasst dabei die Länder Spanien, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Schweiz, Belgien, die Niederlande, Dänemark, Deutschland, Tschechien, die Slowakei, Polen, Österreich, Liechtenstein, Slowenien, Kroatien, Serbien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, die Ukraine, die Türkei, Moldawien, den Kaukasusraum, Iran und das europäische Russland.<ref name="POWO" /><ref name="Euro+Med" />
In Mitteleuropa und dem nördlichen Südeuropa kommt die Behaarte Karde in lichten Wäldern, Auwäldern, an Flussufern, feuchten Wald- und Wegrändern, Zäunen und Hecken vor. In Deutschland tritt diese Art zerstreut bis selten auf.
Nach Ellenberg ist sie eine Halblichtpflanze, intermediär kontinental verbreitet und an stickstoffreichen Standorten wachsend. Sie ist eine Verbandscharakterart der Lauchkraut-Säume (Alliarion) und kommt oft im Dipsacetum pilosi vor.<ref name = "Ellenberg" /><ref name="Oberdorfer2001" /> Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 4w (sehr feucht aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />
Taxonomie
Dipsacus pilosus wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 1 Seite 97 erstbeschrieben. Dipsacus pilosus <templatestyles src="Person/styles.css" />L. hat die Synonyme Cephalaria pilosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Gren. & Godr. und Virga pilosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Hill.
Verwendung
Die Behaarte Karde wird auch als Zierpflanze kultiviert.
Literatur
- Gunter Steinbach (Hrsg.), Bruno P. Kremer u. a.: Wildblumen. Erkennen & bestimmen. Mosaik, München 2001, ISBN 3-576-11456-4.
- Siegfried Schlosser, Lutz Reichhoff, Peter Hanelt: Wildpflanzen Mitteleuropas. Nutzung und Schutz. Deutscher Landwirtschaftsverlag, Berlin 1991, ISBN 3-331-00301-8.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Rothmaler2021"> Frank Müller, Christiane M. Ritz, Erik Welk, Karsten Wesche (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Begründet von Werner Rothmaler. 22. Auflage. Gefäßpflanzen: Grundband. Springer Spektrum, Berlin 2021, ISBN 978-3-662-61010-7, S. 778–779. </ref> <ref name = "Ellenberg"> </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="POWO">Dipsacus pilosus. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Euro+Med">G. Domina (2017+): Dipsacaceae. – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Dipsacus pilosus</ref> <ref name="InfoFlora">Dipsacus pilosus L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>
Weblinks
- Behaarte Karde. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Verbreitungskarte für Deutschland. In: Floraweb.
- Behaarte Karde. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Vorlage:BIB
- Dipsacus pilosus L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Fotos und Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel zur Unterscheidung der Behaarten Karde von der Schlanken Karde auf Flora-de: Flora von Deutschland
- Bilder von Dipsacus pilosus auf Günther’s Homepage