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Tetrakonchos

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(Weitergeleitet von Vierapsidenkirche)
Datei:Ateni Sioni2.JPG
Sioni-Kirche in Ateni
Datei:Gurasada07.JPG
Vierapsidenkirche von Gursaden mit einem weißen Anbau anstelle der vierten Apsis<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zeichnung der archäologischen Ausgrabungen in Gurasada von 1977, 1983 und 1984. (Memento vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)</ref><ref name="IMC">Ion Motzo-Chicideanu: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gurasada (1250). (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/romanianhistoryandculture.webs.com</ref>
Datei:Sv. Sava osnova.jpg
Tetrakonchaler Grundriss des Doms des Heiligen Sava in Belgrad, der in Analogie zur Hagia Sophia gebaut wurde
Datei:Kapelle St.Croix 4.JPG
Die als Tetrakonchos erbaute Kapelle Sainte-Croix

Als Tetrakonchos (auch: Vierkonchenanlage, Vierkonchenchor oder Vierapsidenkirche) wird eine architektonische Bauform mit vier Konchen, also halbrunden Apsiden bezeichnet. Die Apsiden sind beim Tetrakonchos an den vier Seiten des Kirchengebäudes angeordnet, während sie bei Dreiapsidenkirchen oft nebeneinander an einer Gebäudewand liegen.

Bauform und Beispiele

Ein Tetrakonchos ist eine Variante des Zentralbaus, wobei die an die Vierung eines Kirchengebäudes anschließenden Arme gleich lang sind und in Apsiden oder in einem Chor enden. Zusätzlich können weitere Nischen und runde Eckräume angebaut sein.

Dieser Kirchentyp ist eine originäre Schöpfung des südlichen Kaukasus und wurde dort während einer relativ kurzen Zeit gebaut.<ref name="Hildebrandt">Roman Ivanovič Hildebrandt: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Sioni-Kirche von Ateni (Memento vom 24. September 2013 im Internet Archive)</ref> Dazu gehören beispielsweise:

  • Vierapsidenkirche von Cherson, Ukraine, 7. Jahrhundert<ref>Alla Ilʹinichna Romanchuk und Heinz Heinen:

Studien zur Geschichte und Archäologie des byzantinischen Cherson. Seite 75 und 79.</ref>

Monokonchos bis Oktokonchos

Monokonchen sind Kreuzkuppelkirchen mit drei als Rechteck ausgebildeten Armen und einer halbrunden Apsis im Osten (Lmbatavank, Armenien, 7. Jahrhundert). Bei Trikonchenanlagen ist der Westteil zu einer rechteckigen Grundfläche vergrößert (Beispiel: Muttergotteskirche in Talin, Armenien, 7. Jahrhundert). Sechs- und Achtkonchenkirchen kamen in der frühbyzantinischen Architektur und selten in Armenien vor. Als Hexakonchos (sechs Konchen) wurde im 10. Jahrhundert die Kirche des Heiligen Gregor in Ani sowie als Oktokonchos (acht Konchen) die Sorawor-Kirche bei Jeghward aus dem 7. Jahrhundert und die Erlöserkirche in Ani von 1036 errichtet. Die ungewöhnliche Zahl von sieben Konchen (Heptakonchos) besitzt die armenische Kirche von Irind aus dem 7. Jahrhundert. Romanische Rundkirchen mit sechs in die Außenwand eingetieften Konchen entstanden mutmaßlich durch Vorbilder aus Armenien oder Georgien geprägt im 11. Jahrhundert in den ungarischen Gemeinden Kiszombor und Karcsa.

Weblinks

Commons: Tetrakonchos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />