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Wels Verschiebebahnhof

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Wels Verschiebebahnhof
Wels Verschiebebahnhof (Oberösterreich)
Wels Verschiebebahnhof (Oberösterreich)
Daten
Betriebsstellenart Rangierbahnhof, Umschlagbahnhof
Abkürzung Wev (Verschiebebahnhof)
Wek (Terminal)
Lage
Stadt/Gemeinde Wels
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Oberösterreich
Staat Österreich
Koordinaten 48° 10′ 58″ N, 14° 3′ 41″ OKoordinaten: 48° 10′ 58″ N, 14° 3′ 41″ O
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Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Wels Verschiebebahnhof
Liste der Bahnhöfe in Österreich

BW

Wels Verschiebebahnhof (Wels Vbf) ist ein von der ÖBB Infrastruktur betriebener Verschiebebahnhof und Umschlagbahnhof in der oberösterreichischen Stadt Wels.

Direkt benachbart liegt der Umschlagbahnhof Wels Vbf-Terminal. Die dort vorhandene Infrastruktur wird bis 2027 für rund 68 Millionen Euro (Stand November 2025) umfassend um- und ausgebaut. Das neue Terminalgebäude wurde im November 2025 eröffnet. Nächste Schritte sind die Verlängerung der Ladegleise zur Abfertigung von bis zu 700 m langen Ganzzügen und die direkte Anbindung an die Westbahn, damit Güterzüge von beiden Fahrtrichtungen kommend ins Terminal einfahren können.<ref>Pressemitteilung der ÖBB 14. November 2026.</ref>

Lage

Der Verschiebebahnhof Wels liegt östlich des Hauptbahnhofes und nördlich der Westbahn. Unweit des Bahnhofs liegt die Kreuzung zur im Güterverkehr bedeutenden Passauer Bahn nach Deutschland.

Geschichte

Nach dem Anschluss Österreichs baute die Deutsche Reichsbahn in den Jahren 1938/39 den Verschiebebahnhof im Stadtteil Pernau, um von hier aus Rüstungsgüter zu transportieren. Das NS-Regime unter Adolf Hitler betrieb bereits seit Jahren die Aufrüstung der Wehrmacht und Vorbereitungen für Kriege gegen Polen und gegen Frankreich und die BeNeLux-Staaten. Lediglich der Teil nördlich der Westbahn wurde fertiggestellt; er sollte dem West-Ost-Verkehr dienen. Ein ähnlich großer Teil südlich der Westbahn wurde begonnen, im Zweiten Weltkrieg aber nicht fertiggestellt. Wels war im letzten Kriegsjahr Ziel von Luftangriffen; der Bahnhof Wels wurde beschädigt. Der Rangierbahnhof wurde weitgehend zerstört<ref>Der Luftkrieg</ref><ref>Foto</ref> und erst 1949 wiedereröffnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ÖBB Infrastruktur und Bau: „Eröffnung Bahnhof Wels“ (Memento vom 25. Februar 2014 im Internet Archive) (PDF; 1,7 MB)</ref>

Verschiebebahnhof

Der Verschiebebahnhof hatte vor dem Beginn des Umbaus (siehe Einleitung) einseitig zwölf Gleise in der Einfahrgruppe und 24 Richtungsgleise. Insgesamt zehn Anschlussbahnen waren oder sind mit dem Bahnhof verbunden.<ref>Heinrich Seitner & Martin Radner: „DIE WESTBAHN Linz Hbf < > Salzburg Hbf TEIL II Von Linz nach Wels“</ref>

Welser Industriebahn

Zwischen Verschiebebahnhof und Bahnhof Wels zweigte ab 1922 die nicht elektrifizierte Welser Industriebahn ins Industriegebiet Wels ab. Die Schienen wurden in den 2010er Jahren rückgebaut.

Rollende Landstraße und Kombinierter Verkehr

Vorlage:Hinweisbaustein

Im Jahr 1985 wurde in Wels Vbf eine Rollende Landstraße nach Mainz eröffnet. Der Bahnhof hatte 2006 fünf Gleise mit 350 bis 450 m Länge für die Rollende Landstraße und 250 Lkw-Abstellplätze. Damit war er der größte RoLa-Terminal in Europa. Insgesamt wurden hier im Jahr 2006 116.000 Lkws versandt.

Im Juni 1986 wurde der erste unbegleitete kombinierte Verkehr eingerichtet. Ein erster Portalkran wurde 1989 mit drei Ladungsgleisen zu 400 m nutzbarer Länge eingerichtet. Zwischen 1997 und 2002 wurde das Terminal umgebaut. Heute stehen für den unbegleiteten Kombinierten Verkehr sechs Gleise mit 580 m nutzbarer Länge zur Verfügung. Diese verfügen über zwei Portalkräne und drei Reach-Stackers. Daneben existiert eine Abstellfläche für 900 TEU. 2010 wurden 130.000 Ladungseinheiten umgeschlagen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Railcargo.at: „Terminal Wels – Drehscheibe Europas“ (Memento vom 11. Februar 2011 im Internet Archive)</ref> Das Terminal hat seit April 2011 im Nationalen Intermodal Netz Austria (NINA) der Rail Cargo Austria eine Hubfunktion ein. Von dort aus werden die übrigen österreichischen Terminals Wien Nordwest, Salzburg, Villach, St. Michael, Graz, Hall, Wolfurt, Bludenz, Linz, Krems und Kapfenberg bedient.<ref>Produktblatt: NINA – Nationales Intermodal Netz Austria. In: www.railcargo.at. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 4. Januar 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.railcargo.at (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Einzelnachweise

<references />