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Verfassunggebende Landesversammlung Württemberg-Baden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Wahl zur Landesversammlung
in Württemberg-Baden 1946
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Die Verfassunggebende Landesversammlung für Württemberg-Baden wurde am 30. Juni 1946 gewählt. Ihre wesentliche Aufgabe war es, dem in der Amerikanischen Besatzungszone eingerichteten Land Württemberg-Baden eine neue Verfassung zu geben.

Geschichte

    
Insgesamt 100 Sitze

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Länder Baden und Württemberg zwischen der amerikanischen Besatzungszone im Norden und der französischen im Süden aufgeteilt. Innerhalb der französischen Zone wurden die Länder Württemberg-Hohenzollern und Baden gegründet, in der amerikanischen Zone das Land Württemberg-Baden.

Im entstehenden Land Württemberg-Baden wurden erste parlamentarische Aufgaben zunächst von einer Landrätekonferenz und ab Januar 1946 von der Vorläufigen Volksvertretung für Württemberg-Baden wahrgenommen. Am 11. Februar 1946 ordnete die amerikanische Militärverwaltung an, dass die Vorläufige Volksvertretung eine vorbereitende Verfassungskommission einsetzen sollte, deren Aufgabe es war, eine Verfassung vorzubereiten und einen Gesetzentwurf über die Wahl einer Verfassunggebenden Landesversammlung zu erstellen. In dieser Kommission waren die Mitglieder des Ständigen Ausschusses der Vorläufigen Volksvertretung vertreten, die durch Staatsrechtler wie Carlo Schmid ergänzt wurden. Unter Federführung Carlo Schmids erarbeitete die Kommission einen Verfassungsentwurf. Ein vom Innenministerium unter Fritz Ulrich ausgearbeiteter Gesetzentwurf über die Wahl einer Verfassunggebenden Landesversammlung wurde von der Kommission beraten, von der Militärregierung genehmigt und am 21. März 1946 verkündet.<ref>Wahlgesetz für die Verfassunggebende Landesversammlung Württemberg-Baden vom 21. März 1946</ref>

Die Wahl zur Verfassunggebenden Landesversammlung fand am 30. Juni 1946 statt. Wahlberechtigt waren 1.685.371 Bürger des Landes Württemberg-Baden. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,7 Prozent.<ref>Das Wahlergebnis findet sich in Ergebnisse der Landtagswahlen in Württemberg-Baden bzw. bei www.wahlrecht.de</ref>

Die erste Sitzung der Versammlung fand am 15. Juli 1946 im Furtbachhaus in Stuttgart statt und wurde von Wilhelm Keil als Alterspräsident geleitet. Zum Präsidenten wurde Wilhelm Simpfendörfer gewählt. Direktor bei der Beratenden Landesversammlung war Willy Körner.

Die Versammlung setzte einen Verfassungsausschuss ein, der unter Leitung von Wilhelm Keil und mit Beratung durch Carlo Schmid den von der vorbereitenden Verfassungskommission erarbeiteten Entwurf weiterentwickelte. Am 24. Oktober 1946 nahm die Verfassunggebende Landesversammlung den Verfassungsentwurf an.<ref>http://www.verfassungen.de/bw/wuerttemberg-baden/verf46.htm Verfassung für Württemberg-Baden vom 28. November 1946, abgerufen am 9. Mai 2019</ref> Die Volksabstimmung über die Verfassung fand zeitgleich mit der Wahl zum ersten Landtag von Württemberg-Baden am 24. November 1946 statt. Insgesamt stimmten 921.628 Bürger mit Ja und 140.657 mit Nein.

Die Verfassung trat mit dem Tage ihrer Verkündung, dem 28. November 1946, in Kraft. Somit war es die erste Verfassung eines deutschen Landes nach dem Zweiten Weltkrieg, vor der Hessischen Verfassung.

Mitglieder

Name Lebens-
daten
Partei Wahlkreis/Liste Anmerkung
1879–1971 SPD 04 Heidelberg
1879–1950 CDU 12 Schwäbisch Gmünd
1901–1980 CDU Liste
1900–1986 SPD 13 Göppingen
1895–1981 CDU 20 Ludwigsburg
1880–1948 CDU 11 Esslingen
1896–1960 DVP 01 Stuttgart stellvertretender Präsident
1893–1963 CDU 08 Bruchsal
1905–1977 DVP 24 Pforzheim
1892–1963 CDU 13 Göppingen
1884–1958 CDU 10 Crailsheim-Mergentheim
1892–1972 CDU 21 Mannheim-Land
1894–1975 KPD 01 Stuttgart
1889–1949 SPD 03 Mannheim
1893–1956 SPD Liste
1901–1981 CDU 26 Waiblingen
1884–1971 CDU 22 Mosbach-Sinsheim
1882–1956 CDU Liste
1888–1963 SPD 03 Mannheim
1912–1999 CDU Liste
1906–1990 KPD 01 Stuttgart
1889–1969 DVP 13 Göppingen
1888–1980 SPD 19 Leonberg-Vaihingen
1886–1976 SPD 16 Heilbronn
1888–1982 SPD 01 Stuttgart
1894–1966 CDU 07 Böblingen
1894–1950 SPD Liste
1899–1948 CDU Liste
1903–1989 DVP 01 Stuttgart
1876–1953 CDU 06 Backnang-Schwäbisch Hall
1892–1954 DVP Liste
1901–1957 SPD 11 Esslingen
1878–1960 CDU 02 Karlsruhe
1884–1963 DVP 04 Heidelberg
1913–1984 CDU 09 Buchen-Tauberbischofsheim
1896–1969 SPD 06 Backnang-Schwäbisch Hall
1900–1993 SPD Liste
1884–1958 SPD 21 Mannheim-Land
1897–1973 SPD 26 Waiblingen
1907–1996 SPD Liste
1894–1969 CDU 05 Aalen
1888–1961 CDU 02 Karlsruhe
1899–1967 CDU 04 Heidelberg
1870–1968 SPD 20 Ludwigsburg
1893–1968 DVP 02 Karlsruhe
1896–1972 KPD 02 Karlsruhe
1880–1957 CDU 23 Nürtingen
1897–1976 SPD 14 Heidelberg-Land
1878–1949 CDU 08 Bruchsal
1895–1964 KPD 16 Heilbronn
1896–1966 SPD 02 Karlsruhe
1895–1970 DVP 26 Waiblingen
1886–1968 CDU 17 Karlsruhe-Land
1886–1964 CDU 03 Mannheim
1894–1969 KPD 21 Mannheim-Land
1901–1972 SPD 01 Stuttgart
1901–1963 KPD 20 Ludwigsburg
1889–1971 DVP 01 Stuttgart
1908–1974 DVP 03 Mannheim
1891–1967 SPD 15 Heidenheim
1883–1952 CDU 01 Stuttgart
1903–1985 SPD 17 Karlsruhe-Land
1905–2001 CDU Liste
1890–1952 SPD 22 Mosbach-Sinsheim
1902–1966 KPD 13 Göppingen
1897–1955 DVP 01 Stuttgart
1910–1992 DVP Liste
1879–1965 SPD 23 Nürtingen
1874–1961 SPD 24 Pforzheim
1901–1970 CDU 24 Pforzheim
1885–1966 CDU 01 Stuttgart
1892–1967 DVP 20 Ludwigsburg
1883–1947 CDU 01 Stuttgart
1901–1974 KPD 11 Esslingen
1896–1958 CDU 14 Heidelberg-Land
1887–1970 DVP Liste
1893–1952 CDU 03 Mannheim
1886–1968 CDU 15 Heidenheim
1894–1959 SPD 01 Stuttgart
1879–1955 DVP 16 Heilbronn
1892–1948 KPD 03 Mannheim
1887–1966 CDU 22 Mosbach-Sinsheim
1888–1973 CDU 19 Leonberg-Vaihingen Präsident
1903–1991 KPD Liste
1876–1960 SPD Liste
1882–1963 SPD 01 Stuttgart
1896–1971 CDU 25 Ulm
1896–1970 CDU 18 Künzelsau-Öhringen
1891–1953 SPD 08 Bruchsal
1888–1969 SPD 16 Heilbronn
1897–1973 SPD 02 Karlsruhe
1904–1960 DVP 06 Backnang-Schwäbisch Hall
1883–1952 CDU 16 Heilbronn
1898–1972 CDU 09 Buchen-Tauberbischofsheim
1881–1966 CDU Liste
1890–1949 CDU 05 Aalen
1893–1954 SPD 25 Ulm
1890–1970 CDU 25 Ulm
1884–1962 DVP 25 Ulm
1888–1949 SPD 03 Mannheim stellvertretender Präsident

Literatur

  • Landtag von Baden-Württemberg (Hrsg.): MdL, die Abgeordneten der Landtage in Baden-Württemberg 1946–1978. Stuttgart 1978, ISBN 3-12-911930-2, Seite 25–26.

Einzelnachweise

<references/>

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