ProVeg Deutschland
| ProVeg Deutschland (ProVeg) | |
|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | ProVeg Deutschland logo.svg | |
| Rechtsform | gemeinnütziger eingetragener Verein |
| Gründung | 1892 in Leipzig |
| Auflösung | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Gründer | Ernst Hering |
| Sitz | Berlin<ref>Vegetarierbund Deutschland: Satzung. § 2. Abgerufen am 20. August 2014.</ref> |
| Vorläufer | Vegetarierbund Deutschland |
| Nachfolger | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Motto | Die Zukunft isst pflanzlich |
| Zweck | Verringerung Konsum tierischer Produkte |
| Vorsitz | Sebastian Joy<ref>Impressum. In: ProVeg Deutschland. Abgerufen am 26. Juni 2020.</ref> |
| Geschäftsführung | Matthias Rohra |
| Eigentümer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Umsatz | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Stiftungskapital | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Beschäftigte | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Freiwillige | 100 Ortsgruppen |
| Mitglieder | ca. 14.000<ref name="interview">Interview mit ProVeg Gründer Sebastian Joy. In: autarkia.info, 22. August 2017, abgerufen am 24. Februar 2018.</ref> (2017) |
| Website | proveg.com/de |
ProVeg Deutschland (<templatestyles src="IPA/styles.css" /><ref>ProVeg Deutschland - Was machen die eigentlich? - Interview. In: ProVeg Dresden. Abgerufen am 4. November 2021.</ref>) ist eine deutsche Nichtregierungsorganisation in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins. ProVeg setzt sich für „eine Welt, in der unser Essen gut für alle Menschen, Tiere und den Planeten ist“ ein.<ref name=":0">Über uns. In: ProVeg. Abgerufen am 23. April 2026.</ref>
Der Verein ProVeg e. V. ist Teil der Organisation ProVeg International, die als internationale Dachorganisation in 14 Ländern auf 5 Kontinenten und mit mehr als 250 Beschäftigten aktiv ist.<ref>Über uns. In: ProVeg. Abgerufen am 24. April 2026.</ref> Der gemeinnützige Verein hat seinen satzungsmäßigen Sitz und ein Hauptstadtbüro in Berlin.<ref>Vereinssatzung. In: ProVeg. Abgerufen am 24. April 2026.</ref> ProVeg Deutschland hat etwa 10.000 Mitglieder<ref>Verein. In: ProVeg. Abgerufen am 24. April 2026.</ref> (Stand 2026).
Ziele
Der Verein wirkt laut eigenen Angaben darauf hin, „dass pflanzenreiche Lebensmittel und alternative Proteine breit verfügbar sind und weithin Anklang finden“.<ref name=":0" /> Damit zielt die Ernährungsorganisation darauf hin, den Übergang zu einem nachhaltigen globalen Ernährungssystem zu beschleunigen.
Geschichte
Der Beginn der Vegetarierbewegung in Deutschland liegt im 19. Jahrhundert. Im Jahr 1867 wurde von Eduard Baltzer in Nordhausen der Deutsche Verein für natürliche Lebensweise gegründet, dem eine Reihe anderer Vegetariervereine folgten. Der Verein schloss sich am 7. Juni 1892 in Leipzig im Gasthaus und Café Pomona<ref name=":1">7. Juni 1892 - Vegetarierbund in Leipzig gegründet. WDR, 7. Juni 2017, abgerufen am 28. April 2026.</ref> mit dem Hamburger Vegetarierverein zum Deutschen Vegetarierbund zusammen. Diese Gründung hatte das Ziel, den Fleischkonsum in Deutschland deutlich zu senken und dadurch zu einer globalen Verbesserung ökologischer sowie gesundheitlicher Probleme beizutragen.<ref name=":1" /> Die Vereinszeitschrift trug ab 1893 den Namen Vegetarische Rundschau, ab 1897 Vegetarische Warte.<ref>ProVeg-Magazin: Das ProVeg-Magazin hatte schon viele Namen abgerufen am 16. April 2019</ref>
Nachdem sich noch im Jahr 1932 Vegetarier aus der ganzen Welt in Oranienburg treffen konnten, konnte die Vereinszeitschrift seit 1935 nicht mehr erscheinen. Der Verein musste sich im Jahr 1935 auf Druck der Nationalsozialisten auflösen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es 1946 zur Neugründung, die jedoch durch die Trennung der Besatzungszonen erschwert wurde. Auf Betreiben von Adolf Briest entstanden deshalb zunächst zwei Vereine, die Vegetarier-Union Deutschlands (VUD) in Sontra bei Kassel und die Deutsche Vegetarier-Union (DVU) in der französischen Besatzungszone; die DVU existierte bis Mitte der 1970er-Jahre. Die Zeitschrift Der Vegetarier wurde 1956 von der VUD gegründet.<ref>Vegetarierbund Deutschland (VEBU). Archiv für alternatives Schrifttum, abgerufen am 28. April 2026.</ref>
1973 kam es zum Zusammenschluss der VUD und des „Freundeskreises der deutschen Reformjugend“ als „Bund für Lebenserneuerung. Vereinigung für ethische Lebensgestaltung, Vegetarismus und Lebensreform“. Der Name wurde 1985 vorne durch „Vegetarierbund Deutschland“ ergänzt, was 2008 der ganze Name des Vereins wurde, kurz VEBU.<ref name=":1" />
Im Jahr 2012 schloss sich die im Jahr 1868 von Gustav Struve mitbegründete Vegetarische Gesellschaft Stuttgart – ursprünglich Stuttgarter Vegetarierverein – dem VEBU an.
Am 22. April 2017 wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Berlin die Namensänderung von VEBU nach ProVeg beschlossen.<ref>International erfolgreich: VEBU wird zu ProVeg. V-Label, 14. Juli 2017, abgerufen am 28. April 2026.</ref>
Finanzen
ProVeg finanziert sich hauptsächlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Seit Mai 2014 ist der VEBU/ProVeg mit dem Siegel der Initiative Transparente Zivilgesellschaft ausgezeichnet. Als Unterzeichner der Selbstverpflichtungserklärung verpflichtet sich ProVeg, die von der Initiative festgelegten Informationen, wie u. a. Personalstruktur und Angaben zur Mittelverwendung, über sich zu veröffentlichen.<ref>Initiative Transparente Zivilgesellschaft. In: ProVeg. 31. Januar 2025, abgerufen am 29. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Aktivitäten
Die Ernährungsorganisation ist in den Bereichen politische und institutionelle Arbeit sowie Unternehmensarbeit aktiv.<ref>Institutionen. In: ProVeg. Abgerufen am 30. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Unternehmen. In: ProVeg. Abgerufen am 30. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ProVeg ist Träger des Momentum for Change Award der Vereinten Nationen und Veranstalter der jährlich stattfindenden New Food Conference in Berlin.<ref>New Food Conference. In: New Food Conference. Abgerufen am 30. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
ProVeg übernimmt in Deutschland als nationaler Lizenzpartner die Lizenzierung des V-Labels. Das V-Label ist eine eingetragene und geschützte Marke für die Kennzeichnung veganer und vegetarischer Produkte. Im Rahmen seiner Funktion koordiniert ProVeg für Produktionsstätten in Deutschland die Zusammenarbeit mit den hier ansässigen Unternehmen.<ref>FAQ. In: V-Label. 30. Mai 2022, abgerufen am 30. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Um eine zukunftsfähige Ernährungssituation herzustellen, initiierte er eine Reihe von Kampagnen. Mit der Aktion Donnerstag ist Veggietag soll vegetarisches und veganes Essen in Restaurants und in der Kantinenverpflegung gefördert werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Donnerstag–Veggietag ( vom 20. Dezember 2010 im Internet Archive). In: bewegung.taz.de. Ohne Datum. Abgerufen am 2. September 2014.</ref> ProVeg ruft außerdem jährlich Aktive und Interessierte zur Partizipation am Worldwide Vegan Bake Sale, den jährlich stattfindenden veganen Kuchenaktionstagen sowie zur Teilnahme an den Meatout-Aktionstagen auf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Meatout. ( vom 2. Oktober 2014 im Internet Archive) meatout.de. Ohne Datum. Abgerufen am 31. Juli 2014.</ref>
Das Mitgliedermagazin erscheint seit 1950, ab 1956 als Der Vegetarier, ab 1999 bis zum Sommer 2015 unter dem Titel natürlich vegetarisch auch im Zeitschriftenhandel, bis 2017 als Vebu-Magazin und seit der Vereinsumbenennung als ProVeg-Magazin.<ref>Die Geschichte von ProVeg, vebu.de, abgerufen am 16. April 2019.</ref> Es erscheint viermal jährlich mit einer Auflage von 16.000 Heften und einem Umfang von 48 Seiten.<ref>Vegetarierbund Deutschland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Erfolge 2013 ( vom 8. August 2014 im Internet Archive). Website des Vereins. Abgerufen am 28. Juli 2014.</ref><ref>Vegetarierbund Deutschland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vebu Magazin ( vom 26. September 2015 im Internet Archive). Vereinszeitschrift. Abgerufen am 16. Oktober 2015.</ref> Zudem produziert und verteilt ProVeg mit der Veggie Times eine Zeitung, die Interessierten und Einsteigern eine Übersicht und Tipps über eine pflanzliche Lebensweise geben soll.<ref>Vegetarierbund Deutschland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Veggie Times ( vom 12. Oktober 2012 im Internet Archive). In: vebu.de. Ohne Datum. Abgerufen am 30. Juli 2014.</ref> Darüber hinaus werden diverse Informationsmedien genutzt, um Mitglieder und Interessierte zu erreichen. Über Newsletter<ref>Vegetarierbund Deutschland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Newsletter ( vom 2. Juli 2014 im Internet Archive). In: vebu.de. Ohne Datum. Abgerufen am 30. Juli 2014.</ref> oder über die Homepage wird über Aktionen und Veranstaltungen wie die Aktivisten Akademie<ref>Vegetarierbund Deutschland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Aktivisten Akademie ( vom 21. Oktober 2014 im Internet Archive). In: vebu.de. Ohne Datum. Abgerufen am 30. Juli 2014.</ref> und der Veggie-Schnupperkurs<ref>Vegetarierbund Deutschland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Veggie Schnupperkurs ( vom 21. Oktober 2014 im Internet Archive). In: vebu.de. Ohne Datum. Abgerufen am 30. Juli 2014.</ref> informiert. Des Weiteren wird eine Veggie-App für Smartphones<ref>Fit for Fun: Die besten Apps für Vegetarier und Veganer. In: fitforfun.de. Ohne Datum. Abgerufen am 29. September 2014.</ref> angeboten, mit der man sich unterwegs über veggiefreundliche Restaurants informieren kann.<ref>Vegetarierbund Deutschland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Veggie-App ( vom 7. August 2014 im Internet Archive). In: vebu.de. Ohne Datum. Abgerufen am 30. Juli 2014.</ref> Neben allgemeiner Öffentlichkeitsarbeit und Serviceleistungen für Mitglieder und Interessierte besitzt ProVeg zudem eine Pressestelle, die ProVeg medial vertritt.<ref>Vegetarierbund Deutschland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Presse ( vom 21. Oktober 2014 im Internet Archive). In: vebu.de. Ohne Datum. Abgerufen am 30. Juli 2014.</ref>
Als lokale Anlaufstelle für Vegetarier und Veganer wurde das Konzept der Regionalgruppen, bzw. Regionalkontakte ins Leben gerufen, das mittlerweile aus über 200 regionalen Kontakten und Gruppen besteht.<ref>Vegetarierbund Deutschland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Aktiven-Übersicht ( vom 19. Oktober 2014 im Internet Archive). In: vebu.de. Ohne Datum. Abgerufen am 2. September 2014.</ref>
Der VEBU war Veranstalter des 38. Welt-Vegetarier-Kongresses 2008 in Dresden. Im Februar 2011 fand die erste VeggieWorld (Europas größte Messe für den veganen Lebensstil), eine Messe rund um die fleischfreie Lebensweise mit rund 40 Ausstellern, unter der Trägerschaft des VEBU in Wiesbaden mit mehr als 20.000 Besuchern statt. Seit 2011 wird die Messe auch in Düsseldorf veranstaltet. Parallel können sich die Besucher beim Rahmenprogramm über einen nachhaltigen Lebensstil und pflanzenbasierte Ernährung informieren. Zu Gast waren unter anderen Attila Hildmann, Barbara Rütting, Marion Kracht, Ariane Sommer und Anne Menden.<ref>Vegetarierbund Deutschland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Aussteller auf der VeggieWorld ( vom 15. Mai 2013 im Internet Archive). Ohne Datum. Abgerufen am 18. November 2011.</ref> Mit Stand 2019 findet die Messe an 18 Standorten in Europa und Asien statt.<ref>VeggieWorld findet erstmals in Köln statt. In: vegconomist.de. 3. Oktober 2019, abgerufen am 7. Oktober 2019.</ref>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Seit Herbst 2014 betreibt ProVeg mit seinem Projekt Karnismus erkennen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Projektseite „Karnismus erkennen“ ( vom 9. März 2016 im Internet Archive), abgerufen am 9. März 2016.</ref> in Zusammenarbeit mit der Sozialpsychologin Melanie Joy Aufklärungsarbeit rund um das Thema Karnismus.<ref>Stephanie Stragies: Vortrag der Sozialpsychologin Dr. Melanie Joy über ‚Karnismus‘ in Berlin: Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen. VEBU, 20. November 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. März 2016; abgerufen am 9. März 2016.</ref> Anfang Februar 2016 sorgte eine Inszenierung im Rahmen einer Kampagne für mediale Aufruhr: In dem fiktiven Schweizer Restaurant La Table Suisse wurden Haustiere wie Katzen und Hunde zum Verzehr angeboten. Nachdem Medien in über 25 Ländern darüber berichtet hatten und es zu einem Shitstorm auf Kanälen in sozialen Medien gekommen war, wurde die Aktion Mitte Februar 2016 als Inszenierung enttarnt. Der VEBU, Swissveg und der Verein Beyond Carnism gaben eine gemeinsame Pressemitteilung ab.<ref>Renato Pichler: Swissveg und VEBU bekennen sich zum Katzen- und Hundefleischrestaurant «La Table Suisse». (PDF; 117 kB) swissveg, 15. Februar 2016, abgerufen am 9. März 2016.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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