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Livio Vacchini

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Livio Vacchini (* 27. Februar 1933 in Locarno; † 2. April 2007 in Basel) war ein Schweizer Architekt der Tessiner Architekturschule und Professor.

Werdegang

Datei:Studio di Architettura di Livio Vachini in Locarno.jpg
Studio di Architettura di Livio Vachini: Atelier Livio Vacchini in Locarno (1984–1985), (Foto: 2022)

Livio Vacchini war Sohn des Mario Vittorio Giuseppe Ressiga-Vachini und der Rosa Maria Gurgo. Er studierte von 1953 bis 1958 an der ETH Zürich bei Rino Tami. Nach einem Aufenthalt in Stockholm und Paris von 1959 bis 1961 gründete er sein eigenes Architekturstudio in Locarno. Er arbeitete u. a. eng mit Luigi Snozzi und Aurelio Galfetti zusammen. Sein Werk wurde geprägt von der griechischen Antike und vom italienischen Rationalismus, zudem von den Architekten Ludwig Mies van der Rohe, Arne Jacobsen, Louis I. Kahn und Rudolf Schwarz.<ref>Fabrizio Brentini: Das Werk von Livio Vacchini: Monographie mit Tiefgang, Literatur&Kunst Nr. 67, 11/2015</ref> Von 1995 bis 2001 betrieb er zusammen mit Silvia Gmür ein weiteres Büro in Basel.<ref>Lebenslauf Silvia Gmür, auf gmuerarch.ch</ref>

Zu Vacchinis wichtigsten Werken gehören die Schulen in Locarno, Losone und Montagnola sowie das Postzentrum in Locarno, die Mehrzweckhalle in Losone und die Neugestaltung des «Piazza del Sole» in Bellinzona. Internationale Aufmerksamkeit errang er auch mit dem Bau der neuen Architekturschule im französischen Nancy.

Unter Fachleuten waren seine letzten größeren Bauwerke wegen Formalismus stärker umstritten. Dazu gehörten das Hauptpostgebäude in Locarno von 1996, die Turnhalle der Kaserne in Losone von 1997 und das 2003 entstandene, von einem Stahlgitter umhüllte, Geschäftshaus «La Ferriera» im «Quartiere Nuovo» von Locarno.<ref>Roman Hollenstein: Rigoroser Rationalismus, Zum 70. Geburtstag des Tessiner Architekten Livio Vacchini, NZZ Zürich, 27. Februar 2003</ref><ref>Roman Hollenstein: Formale Klarheit, Zum Tod des Architekten Livio Vacchini, NZZ Zürich, 4. April 2007</ref>

Vacchini war Mitglied der so genannten Tendenza und wurde 1975 mit der Zürcher Ausstellung «Architektur des Aufbegehrens» international bekannt. Zusammen mit seinen Kollegen Mario Botta, Aurelio Galfetti, Luigi Snozzi und weiteren Tessiner Architekten engagierte er sich gegen die Zersiedlung des Schweizer Kantons Tessin.

Er hatte Gastprofessuren inne an der ETH Zürich (1976) und an der Polytechnischen Universität Mailand (1982).

Bauwerke

Datei:Ticino Losone Palestra Vacchini 02.jpg
Palestra Caserma, Losone
Datei:Scuole38.jpg
Mittelschule Losone
Datei:Brutarchitekt, Poschiavo.jpg
Katholisches Pfarreizentrum Poschiavo
Datei:Poste di Vacchini.jpg
Hauptpost Locarno
Datei:Livio Vacchini, Geschäftshaus La Ferriera Locarno (2003).jpg
Geschäftshaus La Ferriera Locarno (2003), (Foto: 2023)

Vacchinis Bauten wurden u. a. von Alberto Flammer fotografiert.

Ehrungen und Preise

Zitate

Ehemalige Mitarbeiter

Literatur

  • Ulrike Jehle-Schulte Strathaus, Werner Oechslin, Jacques Lucan, Thomas Weisskopf: Livio Vacchini - Projekte 1989–1991. Architekturmuseum Basel 1992, ISBN 3-905065-16-9.
  • Sylvain Malfroy: Livio Vacchini. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 21. Oktober 2014.
  • Till Lensing, hrsg. von der Dozentur für Bautechnologie und Konstruktion / BUK ETH Zürich: Livio Vacchini. Typologie – Tektonik – Transformation. Scheidegger & Spiess, Zürich 2015, ISBN 978-3-906027-90-6.
  • Roberto Masiero: Livio Vacchini - Works and Projects. Gustavo Gili 1999, ISBN 84-252-1784-9 (span.)
  • Ulrike Stark: Architekten. Livio Vacchini. Fraunhofer Irb Stuttgart 1998 2. Auflage, ISBN 3-8167-3346-8
  • Thomas Bamberg und Paola Pellandini (Hrsg.): TessinArchitektur. Die junge Generation. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2004

Weblinks

Commons: Livio Vacchini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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