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Ursulinen

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Datei:Ursulinenkirche - Hl. Angela Merici.jpg
Die hl. Angela Merici, Gründerin der Ursulinen. Ölbild von Bartolomeo Altomonte
Datei:Osu weltweit.gif
Weltweite Verbreitung der Ursulinen (2006)

Die Ursulinen, eigentlich Gesellschaft der heiligen Ursula {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}}, Ordenskürzel OSU, früher auch Ursulinerinnen genannt, sind eine von Angela Merici 1535 in Brescia gegründete Ordensgemeinschaft, die in der Erziehung und Bildung von Mädchen wirkt. Die Anfänge der Arbeit der Ursulinen gelten als der „Anfang der gesamten neuzeitlichen Mädchenerziehung“.<ref>Ferdinand Seibt: Karl V. Der Kaiser und die Reformation. Siedler, Berlin 1990, ISBN 3-88680-338-4, S. 153.</ref> Die Ursulinen stehen unter dem Patronat der hl. Ursula.

Geschichte

Ursprünge

In der ursprünglichen Form der Compagnia di Sant’Orsola („Gesellschaft der heiligen Ursula“) lebten Frauen nach den evangelischen Räten Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam, jedoch ohne durch die feierliche Profess und damit an die Klausur eines Klosters gebunden zu sein. Sie wohnten weiterhin in ihren Familien, trafen sich regelmäßig zu Gottesdienst, Gebet und geistlicher Weiterbildung und trugen auch weiterhin gewöhnliche Kleidung. Ziel der Gemeinschaft war es, einander im religiösen Leben zu stärken und durch ihre Lebensführung andere zum Leben nach dem Evangelium zu ermutigen. Dies war nicht mit einer bestimmten Aufgabe verbunden. Die „Compagnia di Sant’Orsola“ war in gewisser Hinsicht das erste Säkularinstitut. Für diese Gemeinschaft schrieb Angela Merici eine Regel.

Nach Angelas Tod wurden die Mitglieder der Gemeinschaft zunehmend mit Katechismusunterricht betraut, der in der Folge des Konzils von Trient überall angeboten wurde. Kardinal Karl Borromäus, der Erzbischof von Mailand, übertrug ihnen die Betreuung von Waisenmädchen; dabei erkannten die Ursulinen die Notwendigkeit eines gemeinschaftlichen Lebens.

Verbreitung

Über Avignon verbreiteten sich die Ursulinen sehr schnell in Frankreich. Zunehmend erteilten sie auch Unterricht in den Elementarfächern Lesen, Schreiben, Rechnen und Handarbeit. Anfang des 17. Jahrhunderts wandelte sich die Gemeinschaft zu einem klausurierten Orden; dies geschah sowohl auf Wunsch der Schwestern selbst als auch durch äußeren Druck. Obwohl sie nun den strengen Vorschriften der Klausur unterlagen, blieb die Mädchenerziehung Aufgabe der Schwestern.

Im Jahre 1639 kamen die ersten Ursulinen nach Köln und gründeten dort das erste Ursulinenkloster auf deutschem Boden.<ref>Anne Conrad: Die Ursulinen. In: Friedhelm Jürgensmeier, Regina Elisabeth Schwerdtfeger (Hrsg.): Orden und Klöster im Zeitalter von Reformation und katholischer Reform, 1500–1700, Bd. 1. Aschendorff, Münster 2005, S. 243–254.</ref> Heute gibt es Ursulinen in fast allen Teilen der Welt. Sie leben sowohl in Klöstern als auch in Wohnungen. Insgesamt gehören dem Orden mehr als 10.000 Schwestern an.

Zusammenschlüsse und Kongregationen

Weitere Ursulinen sind:

Neben die traditionelle Erziehungstätigkeit sind inzwischen viele weitere Apostolate getreten.

Säkularinstitut der heiligen Angela Merici

Das internationale Säkularinstitut St. Angela Merici ist ein Institut des geweihten Lebens. Es folgt der Lebensform aus den Gründerjahren um 1535.<ref>Säkularinstitut St. Angela Merici, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref> Am 25. Mai 1958 wurde es als Säkularinstitut päpstlichen Rechts anerkannt.<ref>Art. Compagnia di S. Orsola, Istituto Secolare di S. Angela Merici. In: Annuario Pontificio, Ausgabe 2017, S. 1660.</ref> Heute sind die Säkularursulinen weltweit tätig. Die Satzungen fußen auf den Grundsätzen der hl. Angela, die Frauen weihen ihr Leben der Nachfolge Jesu Christi und versprechen ein Leben nach den evangelischen Räten. Die erste Zeit nach der Aufnahme besteht in einer zweijährigen geistlichen Ausbildung und schließt mit der zeitlichen Profess ab. Diese wird nach zwei Jahren für weiteren drei Jahren abgelegt. Nach fünf Jahren erfolgt mit der ewigen Profess die endgültige Aufnahme in das Säkularinstitut.

Bekannte Ursulinen

St.-Ursula-Schulen

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Literatur

  • Anne Conrad: Die Ursulinen. In: Friedhelm Jürgensmeier, Regina Elisabeth Schwerdtfeger (Hrsg.): Orden und Klöster im Zeitalter von Reformation und katholischer Reform, 1500–1700, Bd. 1. Aschendorff, Münster 2005, ISBN 3-402-02986-3, S. 243–254.

Weblinks

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Einzelnachweise

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