Unterbüchlein
Unterbüchlein Stadt Stein
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(51)&title=Unterb%C3%BCchlein 49° 24′ N, 10° 57′ O
{{#coordinates:49,39395|10,95346|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Unterbüchlein | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 348 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 51 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 90547 | |||||
| Vorwahl: | 0911 | |||||
Unterbüchlein (fränkisch: Bejgla<ref>W. Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth, S. 18f. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „beigla“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Stein im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Unterbüchlein liegt in der Gemarkung Gutzberg.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Durch das Dorf fließt der Grundbach, ein linker Zufluss der Rednitz. Der Ort ist unmittelbar von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. Im Norden wird die Flur Ansbacher Wegfeld genannt. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Oberbüchlein (0,7 km westlich), nach Loch (1 km nordöstlich) und nach Gutzberg (1 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref> Durch Unterbüchlein verläuft der Fränkische Marienweg.
Geschichte
1316 wurden im Gültbuch des Nürnberger Klarissenklosters „Bvchelin, Nidernbuch“ erwähnt. Dem Ortsnamen liegt ein gleichlautender Flurname zugrunde, der sich vom mittelhochdeutschen Wort „buoch“ (=Buche) mit Diminutivsuffix ableitet und demnach kleiner Buchenwald bedeutet.<ref>W. Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth, S. 18 f.</ref> In einer Urkunde von 1340 bezeugt das Nürnberger Stadtgericht, dass der Nürnberger Bürger Seitz Ellwanger von Ritter Heinrich von Buttendorf u. a. vier Güter in „Püchlein“ abgekauft hatte. Ursprünglich bestand der Ort aus zwei Höfen.<ref>Unterbüchlein auf der Website stadt-stein.de</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unterbüchlein 4 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Grundherren waren das Kastenamt Cadolzburg (1 Hof, 2 Halbhöfe) und das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg (1 Gut).<ref name="H178">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 178.</ref> 1802 gab es im Ort weiterhin 4 Anwesen mit den gleichen grundherrschaftlichen Verhältnissen.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 658.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Unterbüchlein dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Großweismannsdorf zugeordnet. Es gehörte der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Gutzberg an.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 229.</ref>
Am 1. Juli 1972 kam Unterbüchlein mit der Gemeinde Gutzberg zu Stein.<ref>Stein > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Mai 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Unterbüchlein gibt es vier Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Stein (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 6: Wohnstallhaus
- Haus Nr. 12: Wohnstallhaus
- Haus Nr. 19: Wohnstallhaus
- Bildstock
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
- ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 8: Erdgeschossiges Wohnstallhaus aus Sandsteinquadern, vermutlich von 1815. Traufseit-Türsturz bezeichnet „1878“. Straßengiebel bezeichnet „WD 1815“. Scheune aus Sandsteinquadern, frühes 19. Jahrhundert; Straßengiebelseite aus Fachwerk; hier späterer Anbau.<ref>A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth, S. 159. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Laurentius (Roßtal) gepfarrt,<ref name="H178"/> seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Jakobus (Oberweihersbuch) zuständig.<ref name="OV 1950"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Walburga (Eibach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> jetzt ist die Pfarrei St. Albertus Magnus (Stein) zuständig.<ref>Pfarrverband Nürnberg-Südwest/Stein. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 13. Juni 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Unternbüchlein. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 658 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 18). Deutscher Kunstverlag, München 1963, DNB 451450957, S. 161–162.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 178 (Digitalisat). Vorlage:Hofmann Nürnberg-Fürth 1954 Zusätzliche Quelle
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Wiessner Stadt- und Landkreis Fürth
Weblinks
- Ortsteile > Unterbüchlein. In: stadt-stein.de. Abgerufen am 17. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Unterbüchlein in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Unterbüchlein im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Stadt Stein (Mittelfranken)