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Unquillosaurus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Unquillosaurus ceibalii)

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Unquillosaurus
Zeitliches Auftreten
Oberkreide (Maastrichtium)
Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler bis Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler Mio. Jahre
Fundorte
Systematik
Echsenbeckensaurier (Saurischia)
Theropoda
Maniraptora
Deinonychosauria
Dromaeosauridae
Unquillosaurus
Wissenschaftlicher Name
Unquillosaurus
Powell, 1979
Art
  • Unquillosaurus ceibalii

Unquillosaurus war ein theropoder Dinosaurier, der vermutlich der Gruppe Dromaeosauridae angehört. Von dieser Gattung ist bisher lediglich ein einziger Knochen bekannt – ein Schambein (Pubis), das in der argentinischen Provinz Salta entdeckt wurde und zwischen Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler und Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler Millionen Jahre alt ist (Maastrichtium, Oberkreide).

Merkmale

Das gefundene Schambein ist 51 cm lang, das gesamte Tier könnte etwa 3 Meter Länge erreicht haben<ref>Thomas R. Holtz Jr.: Supplementary Information. zu: Thomas R. Holtz Jr.: Dinosaurs. The most complete, up-to-date Encyclopedia for Dinosaur Lovers of all ages. Random House, New York NY 2007, ISBN 978-0-375-82419-7, online (PDF; 184,08 KB).</ref>. Dieser Fund zeigt eine Reihe von abgeleiteten (modernen) Merkmalen: So war beispielsweise das Schambein nach hinten gedreht (ophistopubic). Das untere Ende des Schambeins (Pubic boot) war craniocaudal verkürzt, seine Länge beträgt weniger als 30 % der Gesamtlänge des Schambeins. Zudem war der Pubic boot proximodistal relativ hoch. Diese abgeleiteten Merkmale finden sich auch bei frühen Vögeln, was darauf hinweist, dass Unquillosaurus nahe mit den Vögeln verwandt war.<ref name="novas_04">Fernando E. Novas, Federico L. Agnolin: Unquillosaurus cebali Powell, a giant maniraptoran (Dinosauria, Theropoda) from the Late Cretaceous of Argentina. In: Revista del Museo Argentino de Ciencias Naturales. NS Bd. 6, Nr. 1, 2004, ISSN 1514-5158, S. 61–66, Digitalisat (PDF; 319,82 KB).</ref> Von anderen Theropoden lässt sich Unquillosaurus insbesondere durch einen tiefen Kanal am vorderen Ende des Schambeins abgrenzen<ref name="powell_79">James E. Powell: On a dinosaur association and other evidences of Upper Cretaceous vertebrates from La Candelaria region, Province of Salta, Argentina. In: Ameghiniana. Bd. 16, Nr. 1/2, 1979, ISSN 0002-7014, S. 191–204.</ref>.

Systematik

Ursprünglich nahm Jaime Eduardo Powell (1979) aufgrund der Größe des Knochens an, dass es sich bei Unquillosaurus um einen Vertreter der Carnosaurier handelte, eine Gruppe, zu der damals die meisten bekannten großen Theropoden gezählt wurden.<ref name="powell_79" /> Fernando Novas und Federico Agnolin (2004) studierten das Fossil erneut und kamen zu dem Schluss, dass Unquillosaurus der Coelurosauria-Gruppe Metornithes angehört, zusammen mit den Alvarezsauriden, den Therizinosauroideen, den Oviraptorosauriern, den Deinonychosauriern und den Vögeln. Innerhalb der Metornithes könnte Unquillosaurus evtl. der Dromaeosauridae angehören, so die Forscher.<ref name="novas_04" /> Heute gilt das Taxon Metornithes als ungültig und wird nicht mehr verwendet<ref>Metornithes. In: The Paleobiology Database. Abgerufen am 31. Juli 2014.</ref>. Andere Studien – Norell und Makovicky (2004)<ref name="dinosauria">Mark Norell, Peter Makovicky: Dromaeosauridae. In: David B. Weishampel, Peter Dodson, Halszka Osmólska (Hrsg.): The Dinosauria. 2nd edition. University of California Press, Berkeley CA u. a. 2004, ISBN 0-520-24209-2, S. 196–209.</ref> sowie Martínez und Novas (2006)<ref>Ruben D. Martínez, Fernando E. Novas: Aniksosaurus darwini gen. et sp. nov., a new coelurosaurian theropod from the early Late Cretaceous of central Patagonia, Argentina. In: Revista del Museo Argentino de Ciencias Naturales. NS Bd. 8, Nr. 2, 2006, S. 243–259, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Digitalisat (PDF; 1,34 MB) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.macn.secyt.gov.ar.</ref> – sehen in Unquillosaurus ebenfalls einen möglichen Dromaeosauriden.

Fund, Forschungsgeschichte und Namensgebung

Der bisher einzige Fund stammt aus der Arroyo-Morterito-Lokalität, einer Fundstelle bei El Ceibal im südlichen Ende der Sierra de la Candelaria im Südosten der argentinischen Provinz Salta. Aus dieser Fundstelle konnten neben Unquillosaurus zwei weitere Dinosaurier-Spezies nachgewiesen werden – der Sauropode Laplatasaurus sp. und ein weiterer, aber unbestimmbarer Sauropode. Die Grabungen an der Arroyo-Morterito-Fundstelle wurden 1975 abgeschlossen. Stratigraphisch gehört die Fundstelle zum oberen Abschnitt der Los-Blanquitos-Formation, einem Schichtglied der Salta-Gruppe, die aus roten bis orangen kontinentalen Sandsteinen und Konglomeraten besteht.<ref name="powell_79" />

Bei dem Fund handelt es sich um ein linkes Schambein (Holotyp, Exemplarnummer PVL 3670-11). Er wurde 1979 zusammen mit den Sauropoden-Überresten von Jaime Eduardo Powell erstmals wissenschaftlich beschrieben. Der Name Unquillosaurus weist auf den Río Unquillo, einen Fluss, in dessen Einzugsgebiet der Fundort liegt. Das Art-Epitheton ceibalii weist auf El Caibal, dem Ort, dem die Fundstelle am nächsten liegt.<ref name="powell_79" /> Im Jahr 2004 veröffentlichten Fernando Novas und Federico Agnolin eine Neuuntersuchung von Unquillosaurus.<ref name="novas_04" />

Einzelnachweise

<references/>