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Ulmer Verein – Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften

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Ulmer Verein. Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e. V.
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Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 8. Oktober 1968 in Ulm
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Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Berlin
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Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Berufsverband und Fachverband
Vorsitz Nina Lucia Groß, Gizem Gürbüz, Andreas Huth, Katharina Mader, Isabelle Lindermann, Charlotte Püttmann, Judith Utz
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
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Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Website www.ulmer-verein.de

Der Ulmer Verein – Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e. V. (UV) ist ein 1968 in Ulm gegründeter Berufsverband für deutschsprachige Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler, die sich kritischen Perspektiven auf ihr Fach verpflichtet fühlen. Der UV tritt für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Kunst- und Kulturwissenschaftlern ein.

Geschichte

In Reaktion auf den 11. Deutschen Kunsthistorikertag, dem Kongress des Verbands Deutscher Kunsthistoriker, gründete sich im Oktober 1968 in Ulm der Ulmer Verein als Vertretung des sogenannten Mittelbaus (Assistenten, Volontäre, wissenschaftliche Mitarbeiter bzw. Hilfskräfte etc.) sowie der Studierendenschaft, da sich diese beiden Gruppen nicht durch den VDK vertreten sahen und ihre Anträge und Vorstellungen von einer Diskussion der aktuellen Hochschulreformthemen auf dem Deutschen Kunsthistorikertag nicht berücksichtigt wurden. Die Gründung der „radikalen universitären Vereinigung“<ref>Dario Gamboni: Zerstörte Kunst. Bildersturm und Vandalismus im 20. Jahrhundert. Köln 1998, S. 16.</ref> (Dario Gamboni) wurde zudem als bewusste Schaffung einer politisch links orientierten Alternative zur arrivierten Generation von Kunsthistorikern und als „Auseinandersetzung mit der konservativen Auffassung“<ref>H. Hammer-Schenk, D. Waskönig, G. Weiss (Hrsg.): Kunstgeschichte gegen den Strich gebürstet? 10 Jahre Ulmer Verein. 1968–1978. Geschichte in Dokumenten. Ulmer Verein, Hannover 1979, S. XIV (Einleitung).</ref> des Fachs verstanden, mit denen sich prominente Vertreter der jüngeren Wissenschaftler wie Martin Warnke medienwirksam stritten. Für den folgenden 12. Kunsthistorikertag, an dessen Planung sich der Ulmer Verein 1972 beteiligte, wurden so von den Vertretern der 1968er (unter anderem von Horst Bredekamp, Klaus Herding und Franz-Joachim Verspohl) vorrangig Beiträge zu marxistisch inspirierten Themen und Theorien wie „Basis und Überbau“, „Kunstwissenschaft und ökonomische Basis“, „Klassencharakter der Kunst“, „Geschichte der Kunstgeschichte im Konkurrenz- und Monopolkapitalismus“ und „Kunstwissenschaft und Kapital“ in der Form von Sektionen und Referaten vorbereitet, die vom VDK abgelehnt und von den Aktivisten deshalb in einem „Alternativprogramm“ zur offiziellen Veranstaltung präsentiert wurden.<ref>H. Hammer-Schenk, D. Waskönig, G. Weiss (Hrsg.): Kunstgeschichte gegen den Strich gebürstet? 10 Jahre Ulmer Verein. 1968–1978. Geschichte in Dokumenten. Ulmer Verein, Hannover 1979, S. 85–86.</ref> Ihre Tradition, die programmatischen Publikationen und Veranstaltungen des Ulmer Vereins als „beispielhaft für eine engagiert-politische, links orientierte Kunstwissenschaft“<ref>Norbert Krenzlin: Eine Tagung des Ulmer Vereins, in: Weimarer Beiträge, 28, 1, 1982, S. 160.</ref> zu verstehen, setzt der Verein bis heute fort, etwa mit den Themenheften Was ist links? (2006) und Ästhetik(en) des Widerstands (2016) der kritischen berichte.<ref>Ausgabe 2006, Heft 3, sowie Ausgabe 2016, Heft 1.</ref>

In den letzten Jahren thematisierten der Ulmer Verein und eine 2020 eigens gegründete Arbeitsgruppe die Arbeitsbedingungen von Kunst- und Kulturwissenschaftlern. Die Resultate einer von der Arbeitsgruppe erarbeiteten Umfrage, an der sich etwa 1000 Wissenschaftler beteiligt hatten, wurde Ende 2024 unter dem Titel Prekäre Karrieren veröffentlicht.<ref>AG Arbeitsbedingungen Kunstwissenschaft im Ulmer Verein: Prekäre Karrieren. Resultate der Umfrage zu den Arbeitsbedingungen in den Kunstwissenschaften. Hrsg.: AG Arbeitsbedingungen Kunstwissenschaft im Ulmer Verein. Arthistoricum.net - ART-Dok, Heidelberg 2024, doi:10.11588/artdok.00009360.</ref>

Ziele

Als gemeinnütziger Interessenverband von Kunst- und Kulturwissenschaftlern vertritt er die Interessen der fachspezifischen Berufsgruppen in Universität und Forschung, Museen, Denkmalpflege, Kulturpolitik, Journalismus und Bildungsarbeit. Ein besonderes Anliegen des Ulmer Vereins ist die Förderung von Studierenden der Kunstgeschichte. Im Sinne der Nachwuchsförderung für das Fach Kunstgeschichte unterstützt der Ulmer Verein finanziell den jedes Semester stattfindenden Kunsthistorischen Studierendenkongress (KSK).

Arbeitsgruppen

Unter dem Dach des Ulmer Vereins arbeiten verschiedene Arbeitsgruppen, die sich kunstwissenschaftlichen Perspektiven, berufspolitischen und fachgeschichtlichen Fragen widmen. Stand 2025 gibt es folgende Arbeitsgruppen (AGs):

  • AG Arbeitsbedingungen Kunstwissenschaft
  • AG edk (ende der kunstgeschichte)
  • AG Feministisch-Queere Kunstwissenschaften (Early Stage Researchers)
  • AG Kunst und Antisemitismus
  • AG Kunsthistorikerinnen vor 1970. Wege - Methoden - Kritiken
  • AG Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration
  • AG Materialität(en)
  • AG Postwar Futures
  • AG Ökologien vormoderner Kunst

Vom Ulmer Verein unterstützt wird auch kuwiki. AG Kunstwissenschaften+Wikipedia.

Vorstand

Der aktuelle Vorstand wurde am 4. November 2024 gewählt und besteht aus den folgenden Personen: Nina Lucia Groß (Hamburg), Gizem Gürbüz (Köln), Andreas Huth (Bamberg), Katharina Mader (Hamburg), Isabelle Lindermann (Wien), Charlotte Püttmann (Köln) und Judith Utz (Berlin).<ref>Ulmer Verein - Vorstandshistorie. Abgerufen am 13. Januar 2025.</ref>

Zeitschrift

Der Ulmer Verein gibt seit 1973 die viermal jährlich erscheinende Zeitschrift kritische berichte. Mitteilungsorgan des Ulmer Vereins heraus. Seit 2023 erscheint sie Open Access im Verlag arthistoricum.net der Universitätsbibliothek Heidelberg.

Literatur

  • Annette Dorgerloh (Red.): 30 Jahre Ulmer Verein. Strategien des Überdauerns I. Jonas-Verlag, Marburg 1999. (= kritische berichte, 27.1999, 2).
  • Henrike Haug, Ann-Kathrin Hubrich, Henry Kaap, Yvonne Schweizer (Hrsg.): Kritische Kunstgeschichte und digitaler Wandel (= kritische berichte, 48.2020, 1), Jubiläumsheft zum 50jährigen Bestehen des Ulmer Vereins, Ilmtal-Weinstraße: Jonas Verlag 2020.
  • Harold Hammer-Schenk, Dagmar Waskönig, Gerd Weiss (Hrsg.): Kunstgeschichte gegen den Strich gebürstet? 10 Jahre Ulmer Verein. 1968–1978. Geschichte in Dokumenten. Ulmer Verein, Marburg 1997, ISBN 3-93758-00-5. (Neuaufl. der Ausg. Hannover 1979).

Weblink

Einzelnachweise

<references />

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