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Karun

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(Weitergeleitet von Ulai-Strom)

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Karun
Datei:Ahwaaaz (1).JPG
Karun in Ahvaz

Karun in Ahvaz

Daten
Lage Südwest-Iran
Flusssystem Karun
Abfluss über Schatt al-Arab → Persischer Golf
Quelle Zard Kuh im Zagrosgebirge
Mündung in Chorramschahr in den Arvand Rud (Schatt al-Arab)Koordinaten: 30° 25′ 39″ N, 48° 9′ 55″ O
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Länge 820 km<ref name=gse/> (andere Quellen 850 km)
Einzugsgebiet ca. 60.000 km²<ref name=gse>Artikel Karun in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D059628~2a%3D~2b%3DKarun</ref>
Abfluss<ref name=gse/> MQ
770 m³/s
Linke Nebenflüsse Marun
Rechte Nebenflüsse Dez
Großstädte Ahvaz, Chorramschahr
Datei:Karunrivermapfinal.jpg
Karte
Datei:Karun river basin.png
Verlauf der Flussebene durch die südwestlichen Provinzen
Datei:Ahwaaaz (7).JPG

Der Karun (persisch كارون, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein Fluss im Südwest-Iran. Der Karun fließt vom Berg Zard Kuh im Zagrosgebirge in Lorestan in das Arvand Rud (Schatt el Arab) und dieses in den Persischen Golf. Dieser 720 km lange Fluss ist der längste und einzige schiffbare Fluss des Iran.

Talsperren und Stauseen

Flussabwärts wird der Karun durch Wasserkraftwerke aufgestaut. Die Talsperren tragen zwar zur Entwicklung der Industrieregionen bei, verschärfen aber auch die Wasserkrise des Landes.<ref name="tagesschau">Tödliche Proteste gegen Wassermangel. tagesschau.de, Stand vom 26. Juli 2021</ref>

Talsperre Betreiber Max. Leistung (MW) Stausee Oberfläche (km²) Volumen (Mio. m³)
Karun-4 1.000 Karun-4 29,23 2.190
Karun-3 2.000 Karun-3 2.970
Karun-1 2.000 Karun-1 2.900
Karun-2 2.000 Karun-2 261
Gotvand 2.000 Gotvand 96,5 4.500

Geschichte

Im Gilgamesch-Epos (Tafel 8) wird der „Ulai-Strom“ öfter erwähnt, allerdings erst in Versionen aus dem 8. oder 7. Jahrhundert<ref>Daniel T. Potts, Elamite Ulā, Akkadian Ulaya, and Greek Choaspes: A Solution to the Eulaios Problem. Bulletin of the Asia Institute NS 13, 1999, 27</ref>. Dieser Fluss war vielleicht als Transportweg von Erin-Holz (gišERIN) nach Uruk beziehungsweise zu den anderen mesopotamischen Städten von Bedeutung. Manche Autoren vermuten, dass in sumerischer Zeit kur-gišerin-kud, das Land der gefällten ERIN-Bäume nicht im Amanus oder Libanon, sondern in den östlichen Gebirgszügen, also im südlichen Zagros lag. Die Ansicht wurde zuerst von Jensen<ref>Peter Jensen, Assyrisch-Babylonische Mythen und Epen. Keilinschriftliche Bibliothek 6/1. Berlin, Reuther & Reichard 1900, 437f</ref> wegen der Ähnlichkeit der Namen Humbaba und Humban vertreten.<ref>J. Hansman, Gilgamesh, Humbaba and the Land of the Erin-Trees. Iraq 38/1, 1976, 26</ref> Jensen wollte Humbaba von Humban ableiten. Bei dem ERIN-Holz handelt es sich wahrscheinlich um Juniperus excelsa. Dieser Baum wuchs nach Plinius in der Susania, wo die Zeder dagegen unbekannt ist.<ref>J. Hansman, Gilgamesh, Humbaba and the Land of the Erin-Trees. Iraq 38/1, 1976, 28f</ref> Der Ulai wird gewöhnlich mit dem Karche gleichgesetzt.

Im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. siedelte die Uxier innerhalb des Achämenidenreichs am Karun und im angrenzenden Bergland. Sie wurden 330 v. Chr. von Alexander dem Großen unterworfen. Der von römischen Arbeitstrupps im 3. Jahrhundert n. Chr. errichtete Band-e Kaisar, eine Kombination aus Bogenbrücke und Stauwehr, dürfte die erste große Brücke über den Karun gewesen sein.

Im Sommer 2021 war der Fluss weitgehend ausgetrocknet, sodass die Regierung Staudämme öffnen ließ.<ref name="tagesschau" />

Literatur

  • Stefan M. Maul: Das Gilgamesch-Epos. Beck, München 2006, ISBN 3-406-52870-8, S. 174.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />