Türkmenabat
| Türkmenabat | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) | ||||||
| ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Turkmenistan.svg Turkmenistan | |||||
| Provinz: | Lebap welaýaty | |||||
| Koordinaten: | 39° 5′ N, 63° 35′ O
{{#coordinates:39,085833333333|63,579444444444|primary
|
dim= | globe= | name= | region=TM-L | type=city
}} |
| Höhe: | 191 m. ü. M. | |||||
| Einwohner: | 253.000 (2015<ref>citydata.wu.ac.at</ref>) | |||||
| ||||||
Türkmenabat ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); früher turkmenisch Чәрҗев/Çärjew, russisch Чарджоу/Čardžou), früher im Deutschen als Tschardshui bzw. Tschardschou bekannt, ist mit 253.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Turkmenistans.
Geografische Lage
Die Stadt liegt südlich des Flusses Amudarja in der Provinz Lebap, deren Hauptstadt sie außerdem ist, im Nordosten des Landes, nahe der usbekischen Grenze und etwa 500 km von der afghanischen Grenze entfernt.
Geschichte
Türkmenabat entstand im 1. bis 4. Jahrhundert nach Christus als Stadt Amul. Die Stadt wurde im Jahr 1221 durch Dschingis Khan zerstört.<ref>Reiseinformationen und Sehenswürdigkeiten Turkmenistan. Abgerufen am 13. November 2023.</ref> Am Ende des fünfzehnten und zu Beginn des sechzehnten Jahrhunderts wurde die Stadt als Tschardschui bekannt. Tschardschou (russifizierte Bezeichnung) gehörte nicht zum Russischen Reich selbst, sondern zum abhängigen Khanat Buchara. Als die russischen Behörden jedoch beschlossen, eine Eisenbahnlinie von Merw nach Samarkand zu bauen, konnte dies nur über das Khanat geschehen. Man beschloss, sie so zu bauen, dass sie den Amudarja bei der Oase Tschardschui überqueren würde. Im Jahr 1888 wurde ein paar Kilometer von der alten Stadt Tschardschou entfernt eine hölzerne Eisenbahnbrücke über den Amudarja gebaut,<ref>Die Brücke über der Amu-Darja im Zuge der Transkaspischen Eisenbahn. In: Centralblatt der Bauverwaltung, 1888, Nr. 5, S. 59 und Amu-Darja-Brücke ... Nr. 31A, S. 340</ref> neben der ein Bahnhof entstand. Um sie herum entstand eine neue Stadt, die Neu Tschardschou genannt wurde, bald aber als Çärjew bekannt war.<ref name=":0">Türkmenabat | Turkmenistan. Abgerufen am 9. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Von 1924 bis 1927 hieß die Stadt zu Ehren von Wladimir Iljitsch Lenin Leninsk.<ref>ЧАРДЖОУ. Abgerufen am 13. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Von 1940 bis 1999 trug die Stadt erneut den Namen Çärjew (turkmenisch) bzw. Tschardschou (russisch).<ref name=":0" /> Anschließend wurde die Stadt vom turkmenischen Diktator Saparmyrat Nyýazow, bekannt für seinen Personenkult, in Türkmenabat umbenannt. 2006 fanden sich mehr als 500 Statuen und große Porträtbilder des ehemaligen Präsidenten Turkmenistans in der Stadt.<ref>lenta.ru</ref>
Verkehr
Die Stadt liegt an der Transkaspischen Eisenbahn, in die hier die Bahnstrecke Makat–Türkmenabat und die Bahnstrecke Türkmenabat–Kerkiçi einmünden. Über den Amudarja führt hier eine Eisenbahnbrücke.<ref name=":1">"Альтком" построил два моста в Туркменистане. 13. November 2023, abgerufen am 13. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Für den Luftverkehr gibt es den internationalen Flughafen Türkmenabat, der 2018 eröffnet wurde und unter anderem eine Flugverbindung nach Aşgabat anbietet.<ref>В Туркменабаде построили международный аэропорт. 14. Februar 2018, abgerufen am 13. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Türkmenabat verfügt außerdem über den größten und einen der wichtigsten Häfen am Amudarja.<ref name=":0" /> Seit 2017 wird der Fluss außerdem von einer 1,6 Kilometer langen Straßenbrücke überquert, die für 169 Millionen US-Dollar ab 2013 gemeinsam mit der 1,75 Kilometer langen Eisenbahnbrücke durch das ukrainische Bauunternehmen Altcom errichtet wurde.<ref name=":1" /><ref>Лидеры Туркменистана и Узбекистана приняли участие в открытии мостов через реку Амударья. In: СНГ СЕГОДНЯ - последние новости стран СНГ читайте на SNG.TODAY. Abgerufen am 13. November 2023.</ref>
Wirtschaft
Türkmenabat ist das wichtigste Industriezentrum des Landes. Erzeugnisse des Landes, wie Baumwolle und Schaffelle, werden hier ver- und bearbeitet. Außerdem gibt es Industrien für Erzeugnisse des täglichen Bedarfes. Der einzige turkmenische Hersteller von Phosphordünger, das Chemiewerk S.A. Nyýazow, befindet sich in Türkmenabat.<ref>Chemieindustrie in Turkmenistan kommt in Bewegung. In: PROCESS. Abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref><ref>Turkmenistan - Nomadic, Desert, Ethnic Groups | Britannica. Abgerufen am 13. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
In der Stadt gibt es Fachschulen und eine Universität, darunter das staatliche Turkmenische Pädagogische Institut.<ref name=":0" /><ref>Turkmen Universities | National Erasmus+ Office in Turkmenistan. Abgerufen am 13. November 2023.</ref>
Sehenswürdigkeiten
Zu den markantesten Orten in und um Türkmenabat zählen:
- Der Dunya-Basar mit breitem Warenangebot aus Turkmenistan, der Volksrepublik China, Usbekistan, der Türkei und aus Russland<ref>Türkmenabat. 8. November 2017, abgerufen am 13. November 2023.</ref>
- Das Allamberdar-Mausoleum aus dem 11. Jahrhundert nach Christus<ref>Turkmenabad Landmarks - Allamberdar (Almutasir) Mausoleum. Abgerufen am 9. Juni 2019.</ref>
- Die Überreste der Siedlung Amul aus dem 10. Jahrhundert<ref>Turkmenabad Landmarks - Amul Settlement. Abgerufen am 9. Juni 2019.</ref>
- Die Ruine der Karawanserei Daýahatyn<ref>Turkmenabad Landmarks - Caravanserai Dayakhatyn (Bai-Khatyn). Abgerufen am 9. Juni 2019.</ref>
Zudem gibt es mehrere Moscheen, darunter die Türkmenabat-Zentralmoschee und die Kugitang-Moschee.<ref>Türkmenabat, Turkmenistan – Islamische Geschichte, Architektur und Kultur | IqraSense.com. Abgerufen am 13. November 2023.</ref>
Städtepartnerschaften
- Datei:Flag of Turkey.svg Izmir, Türkei, seit 21. Juni 1994<ref>ÜNİBEL A.Ş: Столичный муниципалитет Измира. Abgerufen am 13. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Datei:Flag of the People's Republic of China.svg Rizhao, Volksrepublik China, seit 2014<ref>Города побратимы для Туркменистана | Общество | Гундогар. Abgerufen am 13. November 2023.</ref>
Klimatabelle
| Türkmenabat | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Söhne und Töchter der Stadt
- Ramiz Mustafayev (1926–2008), sowjetisch-aserbaidschanischer Komponist, Dirigent und Musikpädagoge
- Bulat Mansurow (1937–2011), sowjetischer Regisseur
- Oleg Kononenko (* 1964), russischer Kosmonaut
- Serdar Hudaýberdiýew (* 1986), turkmenischer Boxer
- Gülbadam Babamyratowa (* 1991), turkmenische Kampfsportlerin
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
<references />