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Tüchersfeld

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Tüchersfeld
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(214)&title=T%C3%BCchersfeld 49° 47′ N, 11° 22′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(214) 49° 47′ 9″ N, 11° 21′ 38″ O
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Höhe: 337 m ü. NHN
Einwohner: 214 (Dez. 2019)<ref name="Einwohner">Pottenstein – Ortsteile – Einwohnerzahl. In: pottenstein.de. Abgerufen am 8. September 2021.</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 91278
Vorwahl: 09242
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Datei:Tüchersfeld-Nord.jpg
Tüchersfeld von Norden (Luftbild Juni 2025)

Tüchersfeld ist ein Gemeindeteil der Stadt Pottenstein im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Tüchersfeld hat eine Fläche von 4,370 km². Sie ist in 844 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 5177,33 m² haben.<ref>Gemarkung Tüchersfeld (092528). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 22. Februar 2025.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Arnleithen und Rackersberg.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 22. Februar 2025.</ref>

Geografie

Das Kirchdorf liegt im Püttlachtal in der Fränkischen Schweiz. Aufgrund seiner markanten Felsen (Schwammriffe in Kegelkarstformen) eines Umlaufberges, entstanden durch eine Hebung der Frankenalb im Jungtertiär und der Abtragung der mächtigen Sanddecke aus der Oberkreide,<ref>„Wie entstand das Relief der Fränkischen Schweiz? Oberkreide bis heute.“ Hinweistafel des Geotopweges Pottenstein in Tüchersfeld</ref> und der Lage der Fachwerkhäuser, die teilweise an die Felsen geklebt zu sein scheinen, gilt Tüchersfeld als ein Symbol für die Fränkische Schweiz und ist auf einer Briefmarke der Deutschen Post abgebildet. Dort existierten bis in den Dreißigjährigen Krieg hinein zwei Burgen, die Obere und die Untere Burg. Letztere wurde 1269 erstmals als schon länger bestehende Festung erwähnt.<ref>„Fränkische Schweiz-Museum.“ Informationstafel vor dem Museum.</ref>

Geotop

Die Felsburg ist vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) als geowissenschaftlich wertvolles Geotop (Geotop-Nummer: 472R156) ausgewiesen.<ref name="Geotop" /> Sie wurde auch vom LfU mit dem offiziellen Gütesiegel Bayerns schönste Geotope ausgezeichnet.<ref name="100BY" /> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Geschichte

Tüchersfeld ist die älteste Ansiedlung in der Großgemeinde Pottenstein, welche 1243 erstmals genannt wurde. Aus dem Jahre 1323 sind zwei Burgen in Tüchersfeld bekannt. Oberntüchersfeld, von der kaum noch Spuren vorhanden sind, befand sich auf dem Fahnenstein. Niederntüchersfeld, die nach der Burg Oberntüchersfeld errichtet wurde, ist heute als Judenhof bekannt. Im Jahr 1323 wurde ein Amt in einem Teil der Burg Oberntüchersfeld eingerichtet.

Der Bischof von Bamberg verpfändete 1442 Amt und Burg Oberntüchersfeld an Heinrich Gareis. Niederntüchersfeld war von 1329 bis 1959 fast ausschließlich im Besitz verschiedener Zweige der Familie Groß, wurde 1525 von aufständischen Bauern zerstört und danach wieder aufgebaut. Die Burg fand ihr endgültiges Ende durch den Dreißigjährigen Krieg. Bis auf die Nebengebäude wurde sie zerstört.<ref>Tüchersfeld auf der Website pottenstein.de</ref>

Der ehemalige Judenhof, eine Gebäudegruppe des 17. und 18. Jahrhunderts, errichtet von Juden auf dem Gelände der Unteren Burg, war bis 1860 von 18 jüdischen Familien bewohnt.<ref>„Fränkische Schweiz-Museum.“ Informationstafel vor dem Museum.</ref> Sie wurde 1978 bis 1982 instand gesetzt,<ref>Georg Dehio: Handbuch der Dt. Kunstdenkmäler, Bayern I: Franken, 1999, S. 1035.</ref> heute ist darin das Fränkische-Schweiz-Museum untergebracht. Bemerkenswert ist die Synagoge aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (um 1763) mit ihrem schlichten spätbarocken Stuckrahmen an der Decke; von der einstigen Ausgestaltung ist nach jahrzehntelanger Zweckentfremdung nur noch wenig zu erkennen.<ref>Erklärungstafel Nr. 29 im Museum.</ref>

Die katholische Filialkirche Herz Jesu wurde 1950/51 aufgrund einer Stiftung errichtet; mit dem Turm ist sie an ein anderes Gebäude angebaut. Hinter dem Hochaltar zeigt ein Gemälde von Otelia Kraszewska (Gößweinstein) Christus in einem weißen Gewand, wie er sich Menschen unterschiedlichen Alters zuwendet. Am Nebenaltar stellt ein Gemälde von Anna Maria Freiin von Oer (Gößweinstein) eine Madonna mit Jesuskind dar. Die Deckenbilder, unter anderem das Lamm Gottes und die vier Evangelisten, die Bilder an der Empore und der Kreuzweg stammen von Giovanni Bruno (Gößweinstein).<ref>Peter Poscharchsky: Die Kirchen der Fränkischen Schweiz. 4. Auflage, Erlangen 2001, S. 375.</ref>

Am 31. Dezember 1971 wurde die Gemeinde Tüchersfeld aufgelöst: Ihr Gebiet wurde der Stadt Pottenstein und dem Markt Gößweinstein (die Orte Hühnerloh und Kohlstein) zugeschlagen.<ref></ref>

Baudenkmäler

In der Liste der Baudenkmäler in Pottenstein (Oberfranken) sind für Tüchersfeld sechs Baudenkmäler aufgeführt.

Literatur

Weblinks

Commons: Tüchersfeld (Pottenstein) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="Geotop">Bayerisches Landesamt für Umwelt, Geotop Felsburg Tüchersfeld (abgerufen am 12. Oktober 2017).</ref> <ref name="100BY"> Bayerns schönste Geotope, Felsburg Tüchersfeld (abgerufen am 2. November 2017).</ref> </references>

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