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Törwang

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Törwang
Gemeinde Samerberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(338)&title=T%C3%B6rwang 47° 47′ N, 12° 13′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(338) 47° 46′ 54″ N, 12° 12′ 47″ O
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Höhe: 700 m ü. NHN
Einwohner: 338 (25. Mai 1987)<ref>Vorlage:Bavarikon</ref>
Postleitzahl: 83122
Vorwahl: 08032
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Törwang ist ein Gemeindeteil von Samerberg im Landkreis Rosenheim, Regierungsbezirk Oberbayern.

Geographische Lage

Die Gemeindeteile von Samerberg liegen östlich des Inns räumlich verstreut auf einem etwa sieben Kilometer langen hügeligen Hochplateau in ca. 600 bis 750 m Höhe ü. NN zwischen Nußdorf im Inntal im Südwesten und Frasdorf an der Autobahn A 8 MünchenSalzburg im Nordosten. Das Pfarrdorf Törwang befindet sich am nordwestlichen Rand des Wohngebiets Samerberg am Hang des Steinbergs.

Geschichte

Datei:Dorfplatz 3 Rathaus Toerwang Samerberg-1.jpg
In Törwang steht das Rathaus von Samerberg
Datei:Törwang Dorfmitte.JPG
Ortsmitte von Törwang mit dem Gasthaus und Hotel Zur Post (links im Bild)
Datei:Törwang17April2020.JPG
Östlicher Dorfeingang, mit dem Mangfallgebirge am Horizont (links im Bild)

Während zahlreiche Kirchdörfer des Chiemgaus seit 788 urkundlich nachweisbar sind – darunter auch der zu Samerberg gehörige Weiler Roßholzen –, ist über die frühe Geschichte Törwangs wenig bekannt. Der Ursprung des Dorfnamens ist ungeklärt.<ref name="Dachauer244" >Sebastian Dachauer: Chronik von Brannenburg und den nächsten Orten der Umgebung. 9. Abschnitt: Beiträge zur Chronik des Pfarrbezirks Rordorf. In: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte (Historischen Verein von Oberbayern, Hrsg.), Band 4, München 1843, S. 244–270, insbesondere S. 254–260 (online).</ref> Im Jahr 1824 hatte das Dorf elf Wohngebäude und 60 Einwohner.<ref name="Schade496" /> Es war von der Pfarrei Rohrdorf aus seelsorgerisch betreut worden, bis um die Mitte des 17. Jahrhunderts ein eigener Pfarrer als Vikar bestellt wurde. Seit 1820 sorgte die Stiftung einer alten Wirtin für den Unterhalt des Hilfspfarrers.<ref name="Dachauer244" />

Dagegen wird der Weiler Weickersing, der früher zur Gemeinde Törwang gehörte und im 12. Jahrhundert Wohnsitz einer Ministerialen-Familie gewesen war, seit 1120 unter Namen wie Wihecozzingen, Wihegozzingen, Wicozzingen und Wiegozingen häufig in Urkunden erwähnt.<ref name="Dachauer244" /> In einer lateinischen Schenkungsurkunde der Propstei Berchtesgaden aus dem 12. Jahrhundert heißt Weickersing Wihcozinge.<ref>Quellen und Erörterungen zur bayerischen Geschichte (Historische Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, herausgegeben auf Befehl von Maximilian II., Band 1, München 1856, S. 330 (online)).</ref>

Im Jahr 1969 wurde in Grainbach, Roßholzen, Steinkirchen und Törwang eine Volksbefragung durchgeführt, um darüber zu entscheiden, ob die vier bis dahin eigenständigen Gemeinden zu einer einzigen Gemeinde mit Verwaltungssitz in Törwang vereinigt werden sollten. Es entschieden sich 88 % der Wähler für dieses Vorhaben, und am 1. Januar 1970 wurde die neue Gemeinde Samerberg durch die Zusammenlegung von Grainbach, Roßholzen, Steinkirchen und Törwang gebildet.<ref></ref> Seither ist Törwang Gemeindeteil und Verwaltungssitz von Samerberg.

Vor der Zusammenlegung gehörten zu Törwang folgende Wohnplätze:

Demographie

Entwicklung der Einwohnerzahl bis zur Zusammenlegung mit Grainbach, Roßholzen und Steinkirchen
Jahr Einwohnerzahl Anmerkungen
1824 60 in elf Häusern<ref name="Schade496" >Adolph von Schaden: Alphabetisches Verzeichniß sämmtlicher im Isarkreise gelegenen Städte, Märkte, Dörfer, Weiler, Einöden usw. (Als Anhang zu dem topographisch=statistischen Handbuche für den Isarkreis des Königreichs Baiern, Digitalisat), München 1825, S. 496 (online)</ref>, gezählt im Verwaltungsjahr 1823/24 des Isarkreises<ref>Adolph von Schaden: Topographisch=Statistisches Handbuch für den Isarkreis des Königreichs Baiern, gedruckt und verlegt auf Kosten der Königl. Regierung des Isarkreises, München 1825, S. 6 (online).</ref>
1840 361 <ref name="BStatL" >Historisches Gemeindeverzeichnis – Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952, Heft 192 der Beiträge zur Statistik Bayerns, herausgegeben vom Bayerischen Statistischen Landesamt, München 1953, S. 40 (online, MDZ).</ref>
1861 307 <ref name="BStatL" />
1871 326 am 1. Dezember 1871, in 68 Wohngebäuden, 325 Katholiken, ein Protestant<ref>Königl. bayerisches Statistisches Bureau: Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern - mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875, München 1877, Sp. 255 (online).</ref>
1880 329 <ref name="BStatL" />
1900 283 <ref name="BStatL" />
1905 319 <ref name="BStatL" />
1910 346 am 1. Dezember<ref name="BStatL" /><ref>Törwang, Bezirksamt Rosenheim, Oberbayern, in: Meyers Gazetteer (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, und alter Landkarte der Umgebung von Törwang).</ref><ref>Bezirksamt Rosenheim. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Januar 2022; abgerufen am 20. Februar 2026.</ref>
1919 381 <ref name="BStatL" />
1925 412 <ref name="BStatL" />
1933 405 <ref name="VWG">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1939 424 <ref name="VWG" />
1946 736 <ref name="BStatL" /> Aufnahme von Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg
1950 709 <ref name="BStatL" />
1952 618 <ref name="BStatL" />
1970

Verkehr

Datei:Toerwang Samerberg-2.jpg
Dorfkirche Mariä Himmelfahrt
Datei:Törwang Aussichtskapelle.JPG
Aussichtskapelle in Obereck bei Törwang; im Hintergrund links der Simssee, rechts der Chiemsee

Törwang liegt an einer Landstraße, die von Achenmühle über Roßholzen weiter ins Inntal führt. Das Dorf hat eine Haltestelle der DB-Omnibuslinie 9493 Roßholzen–Törwang–LauterbachRosenheim. Die Autobahn A8 München-Salzburg kann in Achenmühle erreicht werden, die Autobahn Rosenheim-Innsbruck über Roßholzen und Nußdorf am Inn in Brannenburg.

Sehenswürdigkeiten

  • Dorfkirche Mariä Himmelfahrt, spätgotischer Bau mit Spitzhelm
  • Aussichtskapelle am Obereck, ihre überhöhte Position gestattet einen Rundblick über Chiemsee, Simssee und die benachbarte Umgebung des Voralpenlandes.

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Persönlichkeiten mit Bezug zum Ort

Literatur

  • Sebastian Dachauer: Chronik von Brannenburg und den nächsten Orten der Umgebung (Fortsetzung). In: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte (Historischer Verein von Oberbayern, Hrsg.), Band 4, München 1843, 9. Abschnitt: Beiträge zur Chronik des Pfarrbezirkes Rordorf, S. 244–270, insbesondere S. 254–260 (online).
  • Törwang, Bezirksamt Rosenheim, Oberbayern, in: Meyers Gazetteer (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, und alter Landkarte der Umgebung von Törwang).

Weblinks

Commons: Törwang – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />

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