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Sociedade Brasileira de Defesa da Tradição, Família e Propriedade

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Die Sociedade Brasileira de Defesa da Tradição, Família e Propriedade (TFP) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine brasilianische konservative Organisation katholischer Prägung. In anderen Ländern wurden ebenfalls solche Organisationen mit entsprechenden Namen und Zielen gegründet.

Geschichte

Die TFP wurde vom Publizisten Plinio Corrêa de Oliveira zusammen mit Erzbischof Geraldo de Proença Sigaud u. a. im Jahr 1960 gegründet. Correa de Oliveira und Erzbischof Sigaud, zusammen mit Bischof Antônio de Castro Mayer und dem Volkswirt Luiz Mendonça de Freitas schrieben im Jahr 1960 das Buch Reforma Agrária: Questão de Consciência ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). Dieses Buch bezog Stellung gegen die damals in Brasilien zur Debatte stehende Bodenreform und argumentierte auf der Basis der Soziallehre der katholischen Kirche von Papst Gregor XVI. bis Johannes XXIII. Die TFP verbreitete das Buch und nahm landesweit an den Debatten über dieses Thema teil. Somit gehörte die TFP zum konservativen Flügel des tief gespaltenen und politisierten.<ref>Die Literatur hierzu ist umfangreich. Siehe beispielsweise: Margaret Todaro Williams: Pastors, Priests and Politicians. Columbia University, 1971.
Anthony J. Gill: Rendering unto Caesar: The Catholic Church and the State in Latin America. University of Chicago Press 1998 (mit Ref. auf TFP).</ref> brasilianischen Katholizismus der 1960er Jahre<ref>Zur Lage der katholischen Kirche in den 1960er Jahren siehe Th. Skidmore: The Politics of military rule in Brazil 1964–1985. Oxford University Press 1988, S. 135–138.</ref> Die Auseinandersetzung mit der Bodenreform blieb jahrzehntelang das Hauptthema der TFP.<ref>Roberto de Mattei: Il crociato del secolo XX. Plinio Corrêa de Oliveira. Piemme, 1996, S. 181–200.</ref><ref>Zum Wirken zu diesem Thema von TFP in anderen lateinamerikanischen Ländern siehe z. B. Cristián Gazmuri: Eduardo Frei Montalva y su época. Band II. Aguilar, Santiago de Chile 2000, S. 894 ff.</ref> Zu diesem Thema wurden diverse Bücher veröffentlicht.<ref name="oliveira">Correa de Oliveira: Livros. In: pliniocorreadeoliveira.info. Abgerufen am 19. April 2025.</ref> Ebenso nahm die TFP durch mehrere Publikationen Stellung gegen die Befreiungstheologie,<ref>Zur Befreiungstheologie in Brasilien und der Stellung von TFP dazu siehe Scott Mainwaring: The Catholic Church and Politics in Brazil 1916–1985. Stanford University Press 1986.</ref> beispielsweise durch die Bücher Tribalismo Indígena, ideal comuno-missionário para o Brasil no século XXI. (1977) und As CEBs: Das quais muito se fala, pouco se conhece (1982).<ref name="oliveira" /> Nach der Instruktion über einige Aspekte der „Theologie der Befreiung“ der Glaubenskongregation vom 14. September 1984<ref>Joseph Ratzinger, Alberto Bovone: Instruction on Certain Aspects of the “Theology of Liberation”. In: vatican.va. 6. August 1984, abgerufen am 19. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ebbte die Auseinandersetzung ab, gleichwohl die Bodenreform auf der politischen Tagesordnung blieb. Im Jahr 1990 sammelten die damals existierenden TFPs weltweit die Rekordzahl von 5.218.520 Unterschriften, die die Unabhängigkeitsbestrebungen Litauens unterstützten.<ref>Guinness-Buch der Rekorde, Jg. 1993, S. 316.</ref> Nach dem Tod von Plinio Corrêa de Oliveira im Jahr 1995 gab es eine Spaltung.<ref>Rafael Cariello: Sem nome, TFP tenta manter ação política. In: folha.uol.com. 13. Dezember 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. April 2015; abgerufen am 19. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), zur Spaltung der TFP).</ref> Seitdem ist die brasilianische TFP von den TFP-Gruppierungen anderer Länder getrennt und weitgehend inaktiv.

Andere Länder

Außerhalb Brasiliens wurden gleichnamige Organisationen gegründet, teils mit deutlich unterschiedlichen Aktivitätsschwerpunkten. Heutzutage ist vor allem die American Society for the Defense of Tradition, Family and Property aktiv.<ref>The American Society for the Defense of Tradition, Family, an Porperty. Abgerufen am 19. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Vereine mit entsprechenden Namen existieren in Deutschland<ref>Deutsche Gesellschaft zum Schutze von Tradition, Familie und Privateigentum. Abgerufen am 19. April 2025.</ref> und seit 1999 in Österreich.<ref>Österreichische Gesellschaft zum Schutze von Tradition, Familie und Privateigentum. Abgerufen am 19. April 2025.</ref> Diese Vereine arbeiten aber seit der Spaltung nicht mit der TFP zusammen, sondern mit den „Fundadores“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) in Brasilien.<ref>TFPs, Inspired and Related Groups. In: tfp.org. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Dezember 2010; abgerufen am 19. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Auf dieser Seite finden Sie unsere Schwesterorganisationen auf allen Kontinenten. In: tfp.at. Abgerufen am 19. April 2025.</ref><ref>TFPs and Related Groups. In: tfpstudentaction.org. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Juli 2015; abgerufen am 19. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Fundadores. In: fundadores.org.br. Abgerufen am 19. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Für Deutschland sind zwei Personen in Verbindung mit der TFP zu nennen: Mathias von Gersdorff, ein langjähriger Kämpfer der TFP und erster Vorsitzender der deutschen TFP-Sektion,<ref>Über uns: Impressum. In: tfp-deutschland.de. 24. Dezember 2024, abgerufen am 19. April 2025.</ref> der das Jugendmagazin Bravo angriff, und Paul von Oldenburg. Er vertritt in Brüssel mehrere Organisationen, die der TFP nahestehen. Sie tritt für die Rückkehr zur „katholischen Hierarchie“ ein. Sie setzt sich gegen die „Gleichheits-Ideologie“ ein,<ref>Gustavo A. Solimeo: Die Diktatur der Gleichheit – und die katholische Alternative. In: tfp-deutschland.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Mai 2012; abgerufen am 19. April 2025.</ref> sei es die Gleichheit von Unternehmern und Arbeitern, der Hand- und Kopfarbeit, der von Frauen und Männern, von Homosexualität und Heterosexualität.<ref>Andreas Kemper: Klerikal-aristokratische Vernetzung in der Alternative für Deutschland (AfD). In: miz-online.de. 4/2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Juli 2015; abgerufen am 19. April 2025.</ref>

Das europäische Netzwerk Tradition, Familie und Privateigentum lobbyiert gegen feministische und gender-Themen. Darunter sind Versuche, Abtreibungen zu verbieten, „LGBT-freie Zonen“ zu errichten, aus der Istanbuler Konvention zum Schutz von Frauen vor Gewalt auszutreten, sowie die Sexualaufklärung unter Kontrolle zu stellen. Dafür standen dem Netzwerk zwischen 2009 und 2018 mindestens 113,4 Mio. US-Dollar zur Verfügung. Dabei steht das Netzwerk in enger Verbindung bzw. personeller Verschränkung mit anderen Gruppen rechtsextremistischer Traditionalisten.<ref>Luise Strothmann: Analyse von Finanzströmen: Geld gegen Feminismus. In: taz.de. 15. Juni 2021, abgerufen am 17. Juni 2021.</ref><ref></ref>

Eine Verbindung der TFP besteht auch zu Sven und Beatrix von Storch.<ref>Andreas Kemper: Beatrix von Storch und die TFP. In: andreaskemper.org. 16. November 2022, abgerufen am 20. November 2022.</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Thomas C. Bruneau: The political transformation of the Brazilian Catholic Church (Insbes. S. 226–229). Cambridge University Press 1974
  • Massimo Introvigne: Una battaglia nella notte. Plinio Corrêa de Oliveira e la crisi del secolo XX nella Chiesa. Mailand 2008, ISBN 978-88-7198-564-0.
  • Roberto de Mattei: Plinio Corrêa de Oliveira: Der Kreuzritter des 20. Jahrhunderts. Mit einem Vorw. von Kardinal Alfons Maria Stickler SDB. Wien 2004, ISBN 3-9501846-0-0 (Orig. Italienisch: Il crociato del secolo 20).
  • Gizele Zanotto: É o caos!!! A luta anti agro reformista de Plínio Corrêa de Oliveira. Dissertation (M.A.), Universidade Federal de Santa Catarina, Florianópolis 2003 (portugiesisch, Übersetzung des Titels: Es ist das Chaos! Plínio Corrêa de Oliveiras Kampf gegen die Bodenreform) (online, PDF-Datei; 1824 kB)
  • Europäisches Parlamentarisches Forum (EPF): TIP OF THE ICEBERG. Religious Extremist Funders against Human Rights for Sexuality and Reproductive Health in Europe 2009–2018. Brüssel 2021. ISBN 978-2-931029-20-6. (online, PDF-Datei)

Weblinks

Fußnoten

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