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Stadtwerke Karlsruhe

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Stadtwerke Karlsruhe GmbH

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Rechtsform GmbH
Sitz Karlsruhe, Deutschland
Leitung Michael Homann (Vorsitzender der Geschäftsführung), Iman El Sonbaty (Geschäftsführerin)
Mitarbeiterzahl 1.195
Branche Energieversorgung
Website www.stadtwerke-karlsruhe.de
Stand: 14. April 2026

Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH ist die Gesellschaft zur Versorgung Karlsruhes mit Strom, Erdgas, Trinkwasser und Heizwärme.

Datei:Wasserwerk-Elchesheim-Illingen.jpg
Wasserwerk in Elchesheim-Illingen

Ursprünglich handelte es sich um einen stadteigenen Betrieb, der „Stadtwerke Karlsruhe“ genannt wurde. Die Gründung der GmbH erfolgte zum 1. Juli 1997. Die Stadt hält heute eine 80%ige Beteiligung über ihre Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH (KVVH, die vollständig der Stadt gehört). 20 % der Stadtwerke Karlsruhe werden von der EnBW gehalten.

Die Leistungssparten sind insbesondere Strom,<ref>Top Strom- und Gasanbieter in Deutschland 2026, auf stadtwerke-karlsruhe.de</ref> Erdgas, Trinkwasser, Fernwärme, Glasfaser und Regenerative Energien.

Die Geschäftsführung besteht aus Michael Homann (Vorsitzender der Geschäftsführung) und Iman El Sonbaty (Geschäftsführerin). Dem Aufsichtsrat gehören die Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitzende) und Steffen Ringwald (Stellvertretender Vorsitzender) an.

Kennzahlen

Die Stadtwerke Karlsruhe versorgen 50.000 Haushalte mit Erdgas und über 40.000 mit Fernwärme, die zu rund 90 Prozent aus Abwärme und Kraft-Wärme-Kopplung stammt. Zusätzlich erfolgt die Belieferung von 140.000 Kunden mit Strom. Da das Trinkwasser aus den vier Wasserwerken auch in umliegenden Gemeinden abgenommen wird, werden insgesamt 400.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt.

Dabei betrugen die Vertriebsabgabemengen 2025:

Fernwärme

Bereits seit 1904 wird in Karlsruhe mit Fernwärme geheizt. Damals wurden so Teile des Schlosses aus einem Fernheizwerk mit Fernwärme beliefert. Ab 1951 begann dann die großtechnische Versorgung des Siemenswerkes mit Dampf aus dem Kraftwerk Honsellstraße, heute „Heizkraftwerk-West“ (HKW-West). Die Versorgung wurde schrittweise ausgebaut und mündete 1974 darin, dass 6000 Wohnungen in Karlsruhe mit Fernwärme beheizt wurden. 1992 wurde eine Verbindung zwischen dem Rheinhafen-Dampfkraftwerk (RDK) und dem HKW-West hergestellt. Dadurch ist es möglich, bei Bedarf Wärme aus dem RDK auszukoppeln und in das Fernwärmenetz der Stadtwerke Karlsruhe einzuspeisen.<ref>Die Geschichte der Fernwärme - Stadtwerke Karlsruhe. Abgerufen am 13. Dezember 2017.</ref>

Zwischen 2008 und 2010 entstand im Karlsruher Westen eine fünf Kilometer lange Fernwärmetransportleitung zwischen der Mineralölraffinerie Oberrhein (MIRO) und dem HKW-West. Dadurch ist es möglich, Wärme, die im Raffinerieprozess nicht mehr nutzbar ist, als Fernwärme den Karlsruher Haushalten zur Verfügung zu stellen. Die Wärmeleistung dieser ersten Ausbaustufe beträgt 40 MW. Im Oktober 2015 erfolgte die Fertigstellung der zweiten Ausbaustufe. Durch zusätzliche Wärmetauscher in der Raffinerie ist es nun möglich, 50 MW thermische Leistung zusätzlich auszukoppeln.

Heute (Stand 2023) werden über 45.000 Wohnungen in Karlsruhe mit Fernwärme versorgt. Dazu kommen noch Gewerbe-, Industrie- und Handelsbetriebe sowie Dienstleistungsunternehmen. Die spezifischen CO₂-Emissionen pro kWh Fernwärme betragen 70 g.

Fernwärme für Rheinstetten: Im Oktober 2021 nahmen Stadt Rheinstetten, die Netzeigentumsgesellschaft Rheinstetten (NEG) und die Stadtwerke Karlsruhe das Rheinstettener Fernwärmenetz in Betrieb. Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit ist die über vier Kilometer lange Hauptleitung von der Karlsruher Rheinstrandsiedlung über Forchheim bis zur „Neuen Mitte“ in Rheinstetten und mehrere Verteilerleitungen fertig und bringen die Karlsruher Fernwärme über die Gemarkungsgrenze.<ref>Neues Fernwärmenetz in Rheinstetten ist in Betrieb. .</ref>

Die Erzeugungsanlagen im Einzelnen:

  • MIRO-Abwärme (90 MW)
  • RDK Block 7 (220 MW)
  • HKW-West (350 MW ohne Stromerzeugung oder 108 MW in Kraft-Wärme-Kopplung)
  • Heizwerk Ahaweg (100 MW)
  • Heizwerk Waldstadt (40 MW)<ref>Prozessabwärme - Stadtwerke Karlsruhe. Abgerufen am 13. Dezember 2017.</ref>

Netzstatistik

Als Verteilnetzbetreiber in Karlsruhe betreibt die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH (SWKN) das Strom- und Gasnetz. Innerhalb des Netzgebietes leben ca. 328.000 Menschen.<ref>Netzdaten. Abgerufen am 5. Juli 2018.</ref>

Zum Strom-Verteilnetz gehören (Stand 2018) 60 km 110-kV-Hochspannungskabel, 861 km 20-kV-Mittelspannungskabel und 1,5 km 20-kV-Freileitungen. Im Niederspannungsnetz (ausgeführt als Vierleiternetz) existieren 301 km Freileitungen und 1655 km Kabel.<ref>Netzstatistik. Abgerufen am 2. Dezember 2019.</ref> Im Jahr 2018 wurden 1.701 GWh elektrische Energie aus dem vorgelagerten Netz bezogen. Die höchste gleichzeitige Jahresentnahmelast betrug 278,83 MW.<ref>Netzlast. Abgerufen am 2. Dezember 2019.</ref> Im gesamten Stromnetz traten Verluste in Höhe von 46 GWh auf (entspricht 2,65 %).<ref>Netzverluste. Abgerufen am 2. Dezember 2019.</ref>

Das Gasnetz betreibt die SWKN neben Karlsruhe auch noch in der anliegenden Gemeinde Rheinstetten. Das Netz umfasst die Druckstufen Niederdruck (ND), Mitteldruck (MD) und Hochdruck (HD). Die der SWKN vorgelagerten Netzbetreiber sind die Open Grid Europe GmbH und die Terranets BW GmbH.<ref>Erdgas. Abgerufen am 5. Juli 2018.</ref> Im Jahr 2018 betrug die Länge des Gasleitungsnetzes 797 km, verteilt auf 123 km HD, 84 km MD und 590 km ND.<ref>Netzstrukturdaten. Abgerufen am 2. Dezember 2019.</ref> Transportiert wird ausschließlich H-Gas, das zusätzlich an zwei Netzkopplungspunkten noch an nachgelagerte Netzbetreiber weitergeleitet wird. Dies sind die Netze-Gesellschaft Südwest mbH (Netzkopplungspunkt Hardt-West) und SWE Netz GmbH (Netzkopplungspunkt Ettlingen-Nord).<ref>Gasnetzbeschreibung. Abgerufen am 2. Dezember 2019.</ref>

Bezüglich Fernwärme, Stand April 2024, wurden 800 GWh eingespeist, 704,7 GWh abgenommen und 95,3 GWh waren Netzverluste (12 %). Der Wärmemix besteht aus industrieller Abwärme 62,3 %, KWK Steinkohle 20,2 %, KWK Biomasse 8,4 %, Erdgas 9,1 %; bei CO2 Emissionen von 78 g/kWh.<ref>Stadtwerke Karlsruhe: Daten, Zahlen, Fakten https://www.stadtwerke-karlsruhe.de/de/pk/fernwaerme/zahlen-und-preise.php, Anruf Dezember 2024</ref>

Beteiligungen

Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadt Karlsruhe und der EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH. Die Stadt Karlsruhe hält über ihre städtische Holding KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH einen Anteil von 80 %, während die EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH mit 20 % beteiligt ist.

Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH verfügt über zahlreiche Beteiligungen und Tochtergesellschaften. In der nachfolgenden Übersicht sind ausschließlich Beteiligungen mit einem Anteil von mehr als 20 % aufgeführt.

Beteiligungen und Tochterunternehmen:

  • Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH, Karlsruhe (100 %)
  • Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste GmbH (SKD) (100 %)
  • SWK-NOVATEC GmbH, Karlsruhe (100 %)
  • SWK Regenerativ Verwaltungs GmbH, Karlsruhe (100 %)
  • EOS Windenergie GmbH Co. KG (100 %)
  • BES - Badische Energie-Servicegesellschaft mbH (66 %)
  • KES - Karlsruher Energieservice GmbH, Karlsruhe (50 %)
  • KEK Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH, Karlsruhe (50 %)
  • Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH, Karlsruhe (50 %)
  • Stadtwerke Rastatt Service GmbH (50 %)
  • TelemaxX Telekommunikation GmbH, Karlsruhe (42,045 %)
  • Zweckverband für die Wasserversorgung des Hügellandes zwischen Alb und Pfinz (33,87 %)
  • Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG (33,33 %)
  • BBEK Energie GmbH (25 %)
  • NEG - Netzeigentumsgesellschaft Rheinstetten GmbH & Co. KG, Rheinstetten (24,50 %)<ref>Über uns - Stadtwerke Karlsruhe. Abgerufen am 15. April 2026.</ref>

Weblinks

Commons: Stadtwerke Karlsruhe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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