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Escallonia myrtilloides

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Escallonia myrtilloides
Datei:Escallonia myrtilloides var. macrantha (8674669032).jpg

Escallonia myrtilloides

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Escalloniales
Familie: Escalloniaceae
Gattung: Escallonia
Art: Escallonia myrtilloides
Wissenschaftlicher Name
Escallonia myrtilloides
L.f.

Escallonia myrtilloides ist eine Pflanzenart der Gattung Escallonia in der Familie Escalloniaceae. Sie ist in den Anden heimisch.

Beschreibung

Escallonia myrtilloides wächst als Strauch, der drei<ref>MOBOT: Escallonia myrtilloides</ref> bis sieben Meter Wuchshöhe erreicht.<ref>4 Klafter laut Ruiz und Pavón.</ref> Seine Zweige sind lang und geradegestreckt. Sie tragen kurze, dicht wechselständig belaubte, blütentragende Seitenzweige. Die etwa 9–12 mm langen und etwa 5 mm breiten, dunkel glänzenden, drüsigen Laubblätter sind keilförmig verkehrt eiförmig und leicht gezähnt.<ref name="ruizpavon">Systema vegetabilium florae peruvianae et chilensis, anno 1798, auctoribus Hippolyto Ruiz et Josepho Pavon. Tomus primus. Pagina 66. Stereoxylon patens.</ref><ref name="mcbride">J. Francis McBride (1935): Flora of Peru, p. 1029.</ref>

Datei:Escallonia myrtilloides (8673593749).jpg
Escallonia myrtilloides
Datei:Escallonia myrtilloides 185291696.jpg
Habitus am Standort in Costa Rica

Die zwittrigen, radiärsymmetrisch fünfzähligen, bis zu 1,5 cm langen, mehr oder weniger nickenden Blüten stehen einzeln. Der glatte oder leicht drüsige, verwachsene Kelch trägt fünf etwa 3 mm lange Zähne und ist beständig. Die fünf grünen bis grünlich-weißen, spatelförmig verkehrt eiförmigen, etwa 6 mm langen Kronblätter sind hinfällig. Der Griffel überragt den Kelch bei der Fruchtreife um etwa 5 mm und hat mit der großen Narbe eine nagelartige Form. Die Blütezeit ist im Juni und Juli. Die Früchte sind zweikammerige Kapseln.<ref name="ruizpavon" /><ref name="mcbride" />

Trivialnamen

Auf Quechua heißt diese Art t'asta<ref name="franquemont">Christine Franquemont, Timothy Plowman, Edward Franquemont, Steven R. King, Christine Niezgoda, Wade Davis, Calvin R. Sperling (1990): The Ethnobotany of Chinchero, an Andean Community in Southern Peru. Fieldiana Botany, New Series No. 24, 1-126, (PDF; 9,8 MB) p. 96.</ref> (bei Ruiz und Pavón tassta),<ref name="ruizpavon" /> monte chachakuma, hispanisiert monte chachacoma<ref>Beispiel: http://www.edym.com/pm/promanu/web07/28cap02anex01.pdf</ref> oder auch einfach chachakuma bzw. hispanisiert chachacoma,<ref>Beispiel: http://www.parkswatch.org/parkprofile.php?l=eng&country=bol&park=apna&page=bio</ref> was auch die Quechua-Bezeichnung für Escallonia resinosa ist<ref name="ruizpavon" />.

Verbreitung

Escallonia myrtilloides wächst in den Anden von Costa Rica bis Bolivien. In Peru wächst es in Höhenlagen von 3500 bis 3900 Metern.<ref name="franquemont" /> Die Art hat Vorkommen in Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru, Bolivien und dem nordwestlichen Argentinien.<ref name="POWO" />

T'asta bildete einen wichtigen Bestandteil der natürlichen Vegetation der Anden, doch ist sein Bestand durch Nutzung für Feuerholz, Bauholz und Überweidung zurückgegangen.<ref name="gade">Daniel W. Gade (1999): Nature and culture in the Andes. P. 42-48: Deforestation and reforestation of the central andean highlands.</ref><ref>naturwissenschaft-ktn.at: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Südamerika–Reise der Fachgruppe Botanik des NWV 2001 (Memento vom 30. Mai 2009 im Internet Archive; PDF; 2,7 MB)</ref>

Verwendung

Escallonia myrtilloides besitzt sehr hartes Holz, aus dem traditionell Werkzeuge hergestellt werden. Aus den biegsamen, langgestreckten Sprossachsen werden Körbe geflochten. Außerdem wird die Pflanze als Brennholzlieferant genutzt.<ref name="franquemont" />

Taxonomie und Systematik

Die Erstbeschreibung von Escallonia myrtilloides wurde von Carl Linné dem Jüngeren 1782 veröffentlicht.<ref>Carl von Linné (filius): Supplementum plantarum systematis vegetabilium editionis decimae tertiae, generum plantarum editionis sextae, et specierum plantarum editionis secundae. Brunsviga 1781 Seite 156 [1]</ref> Linné übernahm den Namen von José Celestino Mutis. Hipólito Ruiz López und José Antonio Pavón y Jiménez beschrieben 1798 dieselbe Art (aber eine andere Varietät) unter dem Synonym Stereoxylon patens, wiesen dabei jedoch auf die Synonymie mit Escallonia myrtilloides hin.<ref name="ruizpavon" /> Die an gleicher Stelle beschriebenen Stereoxylon-Arten wurden von Christiaan Hendrik Persoon 1805 zur Gattung Escallonia gestellt.<ref>Christiaan Hendrik Persoon: Synopsis plantarum. Pars prima. Parisii Lutetiorum, 1805. p. 234., n. 522. Escallonia.</ref>

Man kann zwei Varietäten unterscheiden:<ref name="POWO" />

  • Escallonia myrtilloides var. myrtilloides (Syn.: Stereoxylon corymbosum <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruiz & Pav.): Sie kommt in Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru, Bolivien und im nordwestlichen Argentinien vor.<ref name="POWO" />
  • Escallonia myrtilloides var. patens <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ruiz & Pav.) Sleumer (Syn.: Stereoxylon patens <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruiz & Pav.): Sie kommt in Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru und Bolivien vor.<ref name="POWO" />

Weblinks

Commons: Escallonia myrtilloides – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="POWO">Escallonia myrtilloides. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>