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Oberster Rat für die Wiederherstellung der Demokratie

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Der Oberste Rat für die Wiederherstellung der Demokratie (französisch: Conseil suprême pour la Restauration de la Démocratie, kurz CSRD), angeführt von Salou Djibo,<ref>Radio France Internationale: Un Conseil militaire prend le pouvoir au Niger. 19. Februar 2010.</ref><ref> Agence France Presse: Niger : le chef d'escadron Salou Djibo, „président“ du CSRD. 19. Februar 2010.</ref><ref>UK Press Association: Niger junta names leader after coup. 19. Februar 2010.</ref> war eine Militärjunta in Niger, die beim Staatsstreich gegen Präsident Mamadou Tandja am 18. Februar 2010 gegründet wurde. Sie bestand bis Januar 2011.

Ereignisse des Staatsstreichs

Der CSRD setzte die Verfassung von Niger außer Kraft und löste alle staatlichen Institutionen auf. Präsident Mamadou Tandja wurde am 18. Februar 2010 in einer Militärbaracke gefangen genommen. Am 23. Februar ernannte der Rat Mahamadou Danda zum neuen Premierminister.

Der CSRD gab als ihr Ziel an, Niger zu einem „Beispiel für Demokratie und gute Regierung“ zu machen.<ref>BBC: Military coup ousts Niger president Mamadou Tandja. 19. Februar 2010</ref>

Mitglieder

Datei:Général de corps d'armée Salou Djibo.jpg
Salou Djibo

Staatschef Salou Djibo legte per Dekret vom 10. Oktober 2010 die Zusammensetzung der Junta fest. Neben ihm selbst als Vorsitzendem hatte sie folgende Offiziere als Mitglieder:

Ferner gehörte ihr die Führung der Streitkräfte Nigers von Rechts wegen an.<ref>A la Présidence du Conseil Suprême pour la Restauration de la Démocratie : le Chef de l’Etat signe un décret fixant la composition du Conseil Suprême pour la Restauration de la Démocratie. In: Niger Diaspora. 12. Oktober 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. Oktober 2018; abgerufen am 10. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Folgen

Durch ein Referendum im Oktober wurde eine neue Verfassung eingeführt und den Militärs politische Immunität für den Putsch garantiert, sie aber auch verpflichtet, die Macht zeitnah abzugeben. Es folgten daher im Januar des nächsten Jahres Präsidentschafts- und Parlamentswahlen, die friedlich und regelkonform abliefen und aus denen der oppositionelle Kandidat Mahamadou Issoufou als Sieger hervorging.

Der gestürzte Präsident Mamadou Tandja wurde vor Gericht gestellt, aber von allen Vorwürfen freigesprochen und im Mai 2011 freigelassen.

Literatur

  • Seidik Abba: Niger : la junte militaire et ses dix affaires secrètes (2010–2011). L’Harmattan, Paris 2013, ISBN 978-2-343-00366-5.
  • Franklin Charles Graham IV: What the Nigerien coup d’état means to the world. In: Review of African Political Economy. Vol. 37, Nr. 126, Dezember 2010, S. 527–532, doi:10.1080/03056244.2010.530951.
  • Lisa Mueller: Democratic Revolutionaries or Pocketbook Protesters? The Roots of the 2009–2010 Uprisings in Niger. In: African Affairs. Vol. 112, Nr. 448, Juli 2013, ISSN 0001-9909, S. 398–420.

Weblinks

Einzelnachweise

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