Styphninsäure
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| Strukturformel von Styphninsäure | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Styphninsäure | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C6H3N3O8 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Kristalle nach Vakuumsublimation;<ref name="GESTIS" /> nach Kontakt mit Luft tiefgelbe, hexagonale Kristalle<ref name="roempp">Eintrag zu Styphninsäure. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 245,11 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,83 g·cm−3<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
175,5 °C<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
257 °C (Verpuffung)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Styphninsäure ist eine aromatische Nitroverbindung, die gelbe Kristalle bildet. Sie ist eine zweibasige Säure. Die Salze der Styphninsäure werden als Styphnate bezeichnet. Das Bleisalz, Bleistyphnat, wird in der Sprengtechnik in Zündsätzen verwendet.
Gewinnung und Darstellung
Styphninsäure wird durch Umsetzung von Resorcin mit Schwefelsäure zu Resorcindisulfonsäure und anschließende Nitrierung mit Salpetersäure hergestellt.<ref name="Explosivstoffe" />
Eigenschaften
- Gelbe, hexagonale, adstringierend schmeckende Kristalle.
- Wird durch Sublimation im Hochvakuum nahezu farblos und färbt sich durch Luftkontakt wieder gelb bis gelbbraun.
- Deflagriert beim raschen Erhitzen.
- Schwer löslich in kaltem Wasser, löslich in heißem Wasser .
- Leicht löslich in Ethanol, Ethylacetat und Ether. Kristallisiert aus Eisessig als Solvat.
- Styphninsäure bildet mit vielen organischen Stoffen (aromatischen Kohlenwasserstoffen) Additionsverbindungen mit charakteristischen Schmelzpunkten.
Die Verbindung ist im trockenen Zustand durch Schlag, Reibung, Wärme und andere Zündquellen besonders explosionsgefährlich<ref name="Roth-Weller">L. Roth, U. Weller: Gefährliche Chemische Reaktionen. 65. Ergänzungslieferung, ecomed-Verlag, 2011.</ref> und fällt im Umgang unter das Sprengstoffgesetz.<ref name="SprengG">Sprengstoffgesetz, Anhang I, Liste der explosionsgefährlichen Stoffe (BGBl. 1975 I S. 853), auf die das Gesetz in vollem Umfang anzuwenden ist.</ref>
Tabelle mit wichtigen explosionsrelevanten Eigenschaften: Sauerstoffbilanz −35,9 %<ref name="Explosivstoffe">J. Köhler, R. Meyer, A. Homburg: Explosivstoffe. 10., vollst. überarb. Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 2008, ISBN 978-3-527-32009-7.</ref> Stickstoffgehalt 17,15 %<ref name="Explosivstoffe" /> Normalgasvolumen 824 l·kg−1<ref name="Explosivstoffe" /> Explosionswärme 3312 kJ·kg−1 (H2O (l))
3204 kJ·kg−1 (H2O (g))<ref name="Explosivstoffe" />Spezifische Energie 959 kJ·kg−1 (68,1 mt/kg)<ref name="Explosivstoffe" /> Bleiblockausbauchung 28,4 cm3·g−1<ref name="Explosivstoffe" /> Verpuffungspunkt 257 °C<ref name="Explosivstoffe" /> Stahlhülsentest Grenzdurchmesser 14 mm<ref name="Explosivstoffe" /> Schlagempfindlichkeit 7,4 Nm<ref name="Explosivstoffe" /> Reibempfindlichkeit bis 353 N Stiftbelastung keine Reaktion<ref name="Explosivstoffe" />
Die Verbindung gilt als relativ schwacher Sprengstoff, der durch starke Initialzündung detoniert. Die Sprengkraft liegt geringfügig über der von TNT.<ref name="Explosivstoffe" />
Verwendung
Sein Bleisalz Bleistyphnat dient als Initialsprengstoff in Zündsätzen.<ref name="Explosivstoffe" />
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
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- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Explosionsgefährlicher Stoff
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Einatmen
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Hautkontakt
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Wikipedia:P-Sätze fehlen
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- Resorcin
- Polynitrobenzol
- Sprengstoff