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Strahliger Hohlsame

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Strahliger Hohlsame
Datei:Bifora radians sl25.jpg

Strahliger Hohlsame (Bifora radians)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Gattung: Hohlsame
Art: Strahliger Hohlsame
Wissenschaftlicher Name
Bifora radians
M.Bieb.

Der Strahlige Hohlsame (Bifora radians), auch Strahlen-Hohlsame<ref name="InfoFlora" /><ref name="FloraWeb" /> genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hohlsame (Bifora) innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Beschreibung

Datei:Bifora radians Coste 1485.png
Illustration

Vegetative Merkmale

Der Strahlige Hohlsame ist eine einjährige, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu 40 Zentimetern. Die oberirdischen Pflanzenteile sind gänzlich kahl. Die Stängel sind kantig gefurcht und fast vom Grund an verzweigt.<ref name="Thellung1965" />

Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblättern sind in Blattscheide sowie Blattspreite gegliedert und die unteren sind gestielt, aber die oberen sitzend. Die Blattspreite ist zwei- bis dreifach fiedrig eingeschnitten. Die unteren Blattspreiten sind flach, etwa 1 Millimeter breite, linealische ganzrandige Fiederabschnitte.<ref name="Thellung1965" /> Die oberen Blattspreiten besitzen faden- bis haarförmige, spitze Endabschnitte.<ref name="Thellung1965" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit liegt in der zweiten Junihälfte und im Juli. Der doppeldoldigen Blütenstand besitzt bis zu 25 Millimeter lange Doldenstrahlen und drei bis acht Döldchen.<ref name="Thellung1965" /> Die Hülle besteht aus höchstens einem Hüllblatt. Die Hüllchen sind einseitig und werden aus zwei bis drei fädlichen Hüllblättern gebildet.<ref name="Thellung1965" />

Die Döldchen enthalten sieben bis neun Blüten. Die strahligen Randblüten sind zwittrig mit 2 bis 4 Millimeter langen, weißen Kronblättern. Die inneren Blüten sind männlich, kleiner und ihre Kronblätter sind nur wenig ungleich.<ref name="Thellung1965" /> Die Griffel sind bei einer Länge von etwa 1,5 Millimeter fadenförmig<ref name="Thellung1965" /> und anfangs aufrecht und später der Frucht anliegend.<ref name="Thellung1965" /> Die Narbe ist kopfig.<ref name="Thellung1965" />

Die Teilfrucht ist bei einem Durchmesser von 3 bis 3,5 Millimetern kugelig und besitzt eine feinwarzige Oberfläche ohne netzartig verbundene Leisten.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.<ref name="Oberdorfer2001" />

Ökologie

Beim Strahligen Hohlsamen handelt es sich um einen Therophyten.

Vorkommen

Der Strahlige Hohlsame kommt in Mittel-, Süd-, und Südosteuropa und Kleinasien bis zum Iran vor. Es gibt Fundortangaben für Spanien, Frankreich, Sizilien, Italien, Österreich, Slowenien, Serbien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Bulgarien, Rumänien, Albanien, Nordmazedonien, die Türkei, den Iran, Armenien, Georgien, Aserbaidschan, die Ukraine und Russland.<ref name="GRIN" /><ref name="Euro+Med" /> Der Strahlige Hohlsame kommt Mitteleuropa selten vor. In Deutschland und Tschechien ist er ein Neophyt.<ref name="Euro+Med" /> Bifora radians kommt in Deutschland zerstreut und selten im mittleren und südlichen Teil des Gebiets vor. In Österreich kommt er zerstreut vor. In der Schweiz ist er selten und nur hin und wieder eingeschleppt. Er steigt in Spanien bis in eine Höhenlage von 1200 Meter auf.<ref name="FloraVascular" />

Der Strahlige Hohlsame ist offensichtlich erst in historischer Zeit in Mitteleuropa eingewandert. Bifora radians ist in der vorlinneischen Literatur nicht nachzuweisen. Die ersten Beobachtungen aus Italien stammen von 1745, in Frankreich von 1848, die aus Deutschland stammen aus der Zeit um 1880.<ref name="Thellung1965" />

Bifora radians wächst auf kalkhaltigen, basischen, oft skelettreichen, mäßig trockenen Böden. Der Strahlige Hohlsame kommt in Mitteleuropa vorwiegend in Getreideäckern vor. Bifora radians ist in Mitteleuropa pflanzensoziologisch eine Charakterart des Verbands Caucalidion.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2w (mäßig trocken aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 5 (sehr warm-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie

Die Erstbeschreibung von Bifora radians erfolgte 1819 durch Friedrich August Marschall von Bieberstein in Flora Taurica, Band 3, Seite 233.

Bilder

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="InfoFlora"> Bifora radians M. Bieb. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FloraWeb"> Bifora radians M. Bieb., Strahlen-Hohlsame. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Seite 705. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001, ISBN 3-8001-3131-5. </ref> <ref name="Euro+Med"> Ralf Hand (2011): Apiaceae. Datenblatt Bifora In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Thellung1965"> Albert Thellung: Familie Umbelliferae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2 Verlag Carl Hanser, München 1965. S. 1075–1077. </ref> <ref name="FloraVascular"> Datenblatt bei Flora Vascular. </ref>

</references>

Weblinks