Kornblumenaster
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| Kornblumenaster | ||||||||||||
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| Datei:Stokesia laevis2.jpg
Kornblumenaster (Stokesia laevis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Stokesia | ||||||||||||
| L’Hér. | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Stokesia laevis | ||||||||||||
| (Hill) Greene |
Die Kornblumenaster (Stokesia laevis) ist die einzige Art der Pflanzengattung Stokesia innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).<ref name="FoNA2006" /><ref name="GRIN" /> Sie kommt in den südöstlichen USA vor<ref name="FoNA2006" /><ref name="GRIN" /> und einige Sorten werden als Zierpflanzen verwendet.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Kornblumenaster ist eine immergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 50, selten bis zu 100 Zentimetern erreicht.<ref name="FoNA2006" /> Es wird ein Rhizom gebildet.<ref name="FoNA2006" /> Der aufrechte, verzweigte Stängel ist wollig behaart und verkahlen.
Von den grundständig und wechselstängig am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind die untersten gestielt und die oberen mehr oder weniger sitzend.<ref name="FoNA2006" /> Bei den unteren Laubblättern ist die Blattspreite bei einer Länge von 8 bis 15, selten bis zu 20 Zentimetern sowie bei einer Breite von 1 bis 5 selten bis zu 7 Zentimetern eiförmig bis lanzettlich oder lanzettlich-linealisch. Der Blattstiel ist 3 bis 12 Zentimeter lang und schmal geflügelt. Die Blattspreiten haben einen breiten weißen Mittelnerv. Die Blattspreiten der oberen Laubblätter sind bei einer Länge von 5 bis 12 Zentimetern sowie bei einer Breite von 1 bis 3 Zentimetern eiförmig oder elliptisch bis lanzettlich oder lanzettlich-linealisch mit mehr oder weniger stängelumfassender Spreitenbasis; ihre Blattränder sind glatt und im unteren Bereich gezähnt oder zuweilen bedornt.<ref name="FoNA2006" /> Bei allen Laubblättern sind die oberen Enden gerundet bis spitz und die Blattflächen sind kahl und drüsig punktiert.<ref name="FoNA2006" />
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht in den südöstlichen USA von August bis September, selten beginnt sie bereits im Juni.<ref name="FoNA2006" /> Die Blütenkörbe stehen einzeln oder sind in einem endständigen doldenrispen Gesamtblütenstand angeordnet. Die Blütenkörbe sind bei einem Durchmesser von 2,5 bis 4,5 Zentimetern mehr oder weniger halbkugelig.<ref name="FoNA2006" /> Das Involucrum weist eine Höhe von 2,5 bis 4,5 Zentimetern sowie einen Durchmesser von 2,5 bis 4,5 Zentimetern auf.<ref name="FoNA2006" /> Die 25 bis mehr als 35 Hüllblätter sind in fünf bis sieben Reihen angeordnet. Die äußeren Hüllblätter sind 1,5 bis mehr als 3,5 Zentimeter lang, mehr oder weniger laubblattartig, anliegend mit mehr oder weniger pergamentartiger Basis und ihre Ränder sind mindestens an ihrer Basis dornig-gezähnt. Die inneren Hüllblätter sind bei einer Länge von 10 bis mehr als 15 Millimetern länglich bis linealisch, auf ihrer ganzen Fläche mehr oder weniger pergamentartig, meist ganzrandig; ihre Blattflächen sind mehr oder weniger wollig behaart und drüsig punktiert; ihr oberes Ende ist dornig.<ref name="FoNA2006" /> Spreublätter sind nicht vorhanden.
Die Blütenkörbe enthalten 12 bis 35 bis mehr als 70 Blüten. Bei der Tribus Vernonieae sind keine Zungenblüten vorhanden.<ref name="FoNA2006" /> Die Blütenkrone ist meist blau, blauviolett, selten lila-, rosafarben oder weiß. Die Kronröhre ist länger als der trichterförmige Kronschlund und die fünf Kronzähne sind lanzettlich-linealisch.<ref name="FoNA2006" /> Die äußeren Blüten sind 1,5 bis mehr als 2,5 Zentimeter lang, zygomorph, nach außen gerichtet, verlängert, fünfspaltig und wirken wie Zungenblüten. Die inneren Blüten sind 1,2 bis mehr als 1,5 Zentimeter lang, mehr oder weniger radiärsymmetrisch und heller oder dunkler; sie sind zwittrig und fertil.<ref name="FoNA2006" />
Die kahle Achäne ist bei einer Länge von 5 bis 8 Millimetern mehr oder weniger säulenförmig und vier- bis fünfkantig. Der hinfällige, mit einer Höhe von 8 bis 12 Millimetern schmale Pappus besteht aus vier bis fünf Pappusschuppen.<ref name="FoNA2006" />
Chromosomensatz
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 7; es liegt Diploidie vor mit einer Chromosomenzahl von 2n = 14.<ref name="FoNA2006" /><ref name="IPCN" />
Vorkommen
Stokesia laevis kommt in den südöstlichen US-Bundesstaaten von Alabama, Georgia, South Carolina, Mississippi und Louisiana bis Florida vor.<ref name="FoNA2006" /><ref name="GRIN" /> Sie gedeiht in Höhenlagen von 10 bis 100 Metern in Lichtungen von feuchten, bodensauren Kiefernwäldern und Sümpfen.<ref name="FoNA2006" />
Taxonomie
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1768 unter dem Namen (Basionym) Carthamus laevis durch John Hill in Hortus Kewensis, 57, Tafel 5.<ref name="Tropicos" /> Die Neukombination zu Stokesia laevis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hill) Greene wurde 1893 durch Greene in Observations on the Compositae. in Erythea, Volume 1, S. 3 veröffentlicht.<ref name="Tropicos" /><ref name="FoNA2006" /> Ein weiteres Synonym für Stokesia laevis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hill) Greene ist Stokesia cyanea <templatestyles src="Person/styles.css" />L’Hér.<ref name="Tropicos" /><ref name="GRIN" /> Das Artepitheton laevis bedeutet „glatt“, „kahl“.<ref name="BotanicalNamesCalflora" />
Charles Louis L’Héritier de Brutelle benannte die Gattung Stokesia wahrscheinlich nach dem englischen Botaniker und Arzt Jonathan Stokes (1755–1831).<ref name="Burkhardt2018" /><ref name="Lane2004" />
Nutzung
Die Kornblumenaster wird zerstreut als Zierpflanze für Staudenbeete, Moorbeete und Steingärten genutzt. Sie ist seit spätestens 1766 in Kultur. Es gibt einige Sorten, deren Blütenkörbe beispielsweise weiß oder hellblau mit weißer Mitte sind und die Pflanzenexemplare sind niedriger.<ref name="Rothmaler2008" /><ref name="Floridata" />
Literatur
- Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin / Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
- John L. Strother: Vernonieae. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 19: Magnoliophyta: Asteridae, part 6: Asteraceae, part 1 (Mutisieae–Anthemideae). Oxford University Press, New York / Oxford 2006, ISBN 0-19-530563-9. Gattung Stokesia L’Héritier. und Art Stokesia laevis (Hill) Greene, S. 201. efloras.org; textgleich online wie gedrucktes Werk.
Weblinks
- USDA-Datenblatt. plants.usda.gov
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Stokesia laevis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Stokesia laevis bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoNA2006"> John L. Strother: Vernonieae. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 19: Magnoliophyta: Asteridae, part 6: Asteraceae, part 1 (Mutisieae–Anthemideae), Oxford University Press, New York und Oxford, 2006, ISBN 0-19-530563-9. Gattung Stokesia L’Héritier. und Art Stokesia laevis (Hill) Greene, S. 201 – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5; doi:10.3372/epolist2018. </ref> <ref name="BotanicalNamesCalflora"> Botanical Names. Calflora. </ref> <ref name="Floridata"> Datenblatt Stokesia laevis. Floridata. </ref> <ref name="Rothmaler2008"> Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin / Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8. </ref> <ref name="Lane2004"> Vorlage:OxfordDNB/core </ref> </references>