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Station Junger Naturforscher und Techniker

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Datei:Bundesarchiv Bild 183-P0312-0012, Weimar, Naturkundlicher Vortrag für Schüler.jpg
Weimarer Station „Junger Naturforscher“ 1975
Datei:Bundesarchiv Bild 183-1987-0202-014, Halle-Saale, Naturkunde für Schüler.jpg
Exkursion für Schüler veranstaltet von der Station junger Techniker und Naturforscher „Juri Gagarin“ in Halle-Franzigmark (1987)
Datei:Bundesarchiv Bild 183-17355-0004, Berlin-Treptow, Insel der Jugend, Station Junger Techniker.jpg
Flugmodellbau, Station Junger Techniker in Berlin-Treptow (1952)
Datei:Anstecker Junge Techniker.JPG
Anstecker Junge Techniker

Die Station Junger Naturforscher und Techniker (kurz Station), von denen es 1983 192 Standorte gab,<ref>Unterrichtsbeginn nach erlebnisreichen Ferien Neues Deutschland, Seite 2, vom 16. Mai 1983</ref> war eine Betreuungseinrichtung in der DDR, die schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen (auch parallel zum nachunterrichtlichen Schulhort für junge Schüler) die Möglichkeit bot, sich im Bereich der Naturwissenschaften fortzubilden.

Solche Stationen gab es praktisch in jedem größeren Ort, sie waren zumeist in eigenen Gebäuden untergebracht. Die Lehrmöglichkeiten umfassten unter anderem Spezialkurse oder Individualförderung in Mathematik, Physik, Elektrotechnik, Informatik und ähnlichen Fächern durch eigens angestellte Lehrer. Die Station verstand sich nicht als Möglichkeit zur Nachhilfe, sondern als weitere Fördermöglichkeit für begabte oder interessierte Schüler. Dazu wurden Themen angeboten, die entweder im normalen Lehrplan keinen Raum fanden oder erst in höheren Klassenstufen unterrichtet wurden. Zu den durchgeführten Veranstaltungen gehörten Kreis-Olympiaden in Chemie und Biologie sowie Exkursionen. Regelmäßig trafen sich auch Mitglieder von Förderzirkeln der Landkreise, um unter Anleitung ihrer Betreuungslehrer Experimente in gut ausgestatteten Laborräumen durchzuführen. Zu den mehrtägigen Veranstaltungen in diesem Rahmen gehörten dabei die Spezialistenlager.

Kurse wurden sowohl während der Schulzeit (nachmittags) als auch während der Schulferien (ganztägig) angeboten. Die Teilnahme an den verschiedenen Kursen oder Individualförderungen an der Station war stets kostenfrei.

Bis ca. 1990 gab es einen großen Bestand an Stationen junger Naturforscher und Techniker, zum Beispiel:

In einigen Stationen Junger Techniker (z. B. in Karl-Marx-Stadt) befanden sich Polyplay-Videospielgeräte.

Nach der Wende wurden praktisch alle Stationen aus Kostengründen geschlossen. Einige wenige Stationen konnten sich bis in die heutige Zeit halten (siehe Weblinks). Andere Stationen änderten ihre Namen und leisten nun in Trägerschaft gemeinnütziger Vereine Jugendarbeit.

Dokumentarfilm

1988 entstand unter der Regie von Ursula Demitter der 15-minütige DEFA-Dokumentarfilm Alle haben Talent, der die Station in Königs Wusterhausen vorstellt.<ref>Alle haben Talent (in der Filmdatenbank der DEFA-Stiftung). DEFA-Stiftung, abgerufen am 2. Juni 2025.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Station Junger Naturforscher und Techniker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />