Stechampfer (Art)
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| Stechampfer | ||||||||||||
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| Datei:Starr 070320-5784 Emex spinosa.jpg
Stechampfer (Emex spinosa) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Emex spinosa | ||||||||||||
| (L.) Campd. |
Der Stechampfer<ref name="Schönfelder 2008"/><ref name="Kosmos-Atlas"/><ref name ="Pflanzen Mittelmeerraumes"/><ref name="Buttler"/> (Emex spinosa) ist eine von zwei Pflanzenarten aus der Gattung Stechampfer (Emex). Ihre Heimat ist der Mittelmeerraum. Sie ist aber heute als invasive Pflanze weit darüber hinaus verbreitet.
Beschreibung
Der Stechampfer ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 30 und 60, selten bis zu 80 Zentimetern erreicht. Der aufsteigende bis aufrechte Stängel ist an seiner Basis rötlich gefärbt und im unteren Bereich verzweigt.
Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind kahl. Die Ochrea ist kahl. Der Blattstiel weist eine Länge von 2 bis 29 cm auf. Die einfache Blattspreite ist 3 bis 13 cm lang und 1,1 bis 12 cm breit, eiförmig bis eiförmig-länglich oder dreieckig mit meist gestutztem bis herzförmigem Spreitengrund und spitzer bis stumpfer Spreitenspitze.
Der Stechampfer ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch) und blüht in Nordamerika ganzjährig. In einem Gesamtblütenstand stehen jeweils über einer Ochrea Büschel mit ein bis acht männlichen oder zwei bis sieben weiblichen Blüten zusammen. Die eingeschlechtigen Blüten besitzen einen Durchmesser zwischen 5 und 6 mm. Die Blütenhüllblätter sind bei den männlichen Blüten bei einer Länge von 1,5 bis 2 mm schmal länglich bis verkehrt-lanzettlich. Bei den weiblichen Blüten sind die drei äußeren Blütenhüllblätter eiförmig bis länglich und die drei inneren lineal-lanzettlich mit spitzem oberen Ende.
Die haltbaren Blütenhüllblätter umgeben die Frucht und dann sind die drei äußeren 4 bis 6 mm und die drei inneren 5 bis 6 mm lang, sie sind verdornt und ausgebreitet bis zurückgebogen. Die dreikantigen, glänzenden Achänen sind 4 bis 5 mm lang und 2 bis 3 mm breit.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.
Verbreitung
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Stechampfers liegt im Mittelmeerraum<ref name="Med-Checklist"/> und im Orient<ref name="Conspectus"/>. Die Art kommt vor in Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, in Portugal, Spanien, Korsika, Italien, Griechenland, in der Türkei, auf Zypern, in Israel, Libanon, Jordanien und auf der Arabischen Halbinsel.
In Gebieten mit vergleichbarem Klima hat sich der Stechampfer invasiv ausgebreitet. In den Vereinigten Staaten findet sie sich in Kalifornien, Texas, Florida, New Jersey und Massachusetts und wird dort umgangssprachlich "lesser jack" genannt. Daneben hat sie sich in Afrika in Kenia, Mauritius und den Kanaren sowie in Indien, auf Hawaii und in Australien verbreitet. Auch die Vorkommen in Südamerika (Argentinien, Chile, Uruguay<ref name="Conosur"/> sowie in Ekuador<ref name="TropicosEcuador"/> und Peru<ref name="TropicosPeru"/>) beruhen auf Einschleppung.
Der Stechampfer vermehrt sich sehr schnell und verdrängt einheimische Arten durch Überwuchern. In den USA ist er als schädliches Unkraut („noxious weed“) eingestuft und wird systematisch bekämpft.<ref name="USDA" />
Taxonomie
Die Erstveröffentlichung dieser Art erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum<ref name="SpPl" /> unter dem Basionym Rumex spinosus <templatestyles src="Person/styles.css" />L. Francisco Campderá stellte sie 1819 unter dem Namen Emex spinosa als damals einzige Art in die in derselben Veröffentlichung neubeschriebene Gattung Emex.<ref name="Campdera" />
Quellen
- Craig C. Freeman: Emex. In: (Abschnitte Beschreibung und Systematik).
- Mohammad Qaiser: Flora of Pakistan 205: Polygonaceae. University of Karachi, Department of Botany/Missouri Botanical Press, Karachi/St. Louis 2001, ISBN 1-930723-08-3, online. (Abschnitt Beschreibung)
Einzelnachweise
<references> <ref name="Campdera">Francisco Campderá: Monographie des Rumex, précédée de quelques vues générales sur la famille des polygonées. Treuttel et Würtz, Paris, 1819, Digitalisat.</ref> <ref name="SpPl">Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 337, Digitalisat</ref> <ref name="TropicosEcuador">Eintrag in Tropicos - Catalogue of the Vascular Plants of Ecuador</ref> <ref name="TropicosPeru">Eintrag in Tropicos - Peru Checklist</ref> <ref name="Conosur">Instituto de Botánica Darwinion (Hrsg.): Flora del Conosur. Catálogo de las plantas vasculares. Eintrag für Emex spinosa </ref> <ref name="Med-Checklist"></ref> <ref name="Conspectus">David Heller, Chaia Clara Heyn: Conspectus Florae Orientalis. An Annotated Catalogue of the Flora of the Middle East. Fascicle 9. Lycopodiaceae - Sarraceniales. The Israel Academy of Sciences and Humanities, Jerusalem 1994, ISBN 965-208-109-4, S. 38.</ref> <ref name="Pflanzen Mittelmeerraumes"></ref> <ref name="Kosmos-Atlas">Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Kosmos-Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. Über 1600 Pflanzenarten. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06223-6.</ref> <ref name="Schönfelder 2008"></ref> <ref name="Buttler">Karl Peter Buttler, Michael Thieme & Mitarbeiter: Florenliste von Deutschland – Gefäßpflanzen, Version 3. Frankfurt am Main, August 2011, Internetveröffentlichung, Zugriff am 25. August 2011.</ref> <ref name="USDA">Emex spinosa (L.) Campd. – spiny threecornerjack. United States Department of Agriculture, abgerufen am 23. August 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> </references>