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Spark (Gattung)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Spörgel)

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Spark
Datei:Illustration Spergula pentandra0.jpg

Fünfmänniger Spark (Spergula pentandra), Illustration

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Paronychioideae
Gattung: Spark
Wissenschaftlicher Name
Spergula
L.

Der Spark, Spörgel oder Spergel<ref name="Probst2004" /> (Spergula) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Spergula-Arten sind meist einjährige oder einjährig überwinternde Pflanzen, selten ausdauernde krautige Pflanzen. Die Pflanzenteile sind kahl oder mit Drüsenhaaren besetzt. Die Stängel wachsen aufsteigend oder häufig niederliegend und sind vom Grund her stark verzweigt.

Die Laubblätter stehen in vielblättrigen Scheinquirlen. Die Scheinquirle entstehen dadurch, dass an den beiden Seiten eines Knotens kurze, beblätterte Seitensprosse entspringen, die den Eindruck von Blattbüscheln, Quirlen erwecken. Die Blattspreite ist linealisch-pfriemlich. Die Nebenblätter sind klein, trockenhäutig bis hinfällig.

Generative Merkmale

Die Blütenstände sind lockere, endständige Dichasien. Die Blüten sind deutlich gestielt. Der Blütenstiel ist nach der Anthese herabgeschlagen, richtet sich zur Fruchtreife wieder auf.

Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig und besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind nicht verwachsen und grün mit einem eher breiten weißen Hautrand. Die fünf Kronblätter sind ganzrandig und weiß. Es gibt einen oder zwei Kreise mit je fünf Staubblättern. Meist fünf, selten drei Fruchtblätter sind zu einem einkammerigen Fruchtknoten verwachsen.

Die Kapselfrüchte sind eiförmig oder annähernd kugelig und springen mit selten drei bis, meist fünf Fruchtklappen auf. Die Samen sind häufig geflügelt.

Ökologie

Vorlage:Hinweisbaustein Die Blüten sind in der Regel homogam, seltener proterogyn. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomogamie) oder durch Selbstbestäubung; letzteres besonders bei Schlechtwetter, wenn die Blüten geschlossen bleiben. Die Ausbreitung der Samen erfolgt durch den Wind (Anemochorie).

Datei:Spergula morisonii.jpeg
Blüte des Frühlings-Spark (Spergula morisonii)

Systematik

Die Gattung Spergula wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 440 aufgestellt.<ref name="Euro+Med" /> Typusart ist Spergula arvensis <templatestyles src="Person/styles.css" />L.

Die Gattung Spergula gehört zur Tribus Polycarpeae in der Unterfamilie Paronychioideae innerhalb der Familie Caryophyllaceae.

In der Gattung Spergula gibt es in Europa und dem Mittelmeerraum sechs Arten<ref name="ExFlora2008">Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.</ref><ref name="Euro+Med" />:

  • Acker-Spark (Spergula arvensis <templatestyles src="Person/styles.css" />L.)<ref name="Euro+Med" /><ref name="GRIN" />
  • Spergula fallax <templatestyles src="Person/styles.css" />(Lowe) E.H.L.Krause: Sie kommt in Südeuropa, Nordafrika und Vorderasien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Frühlings-Spark (Spergula morisonii <templatestyles src="Person/styles.css" />Boreau)<ref name="Euro+Med" /><ref name="GRIN" />
  • Fünfmänniger Spark (Spergula pentandra <templatestyles src="Person/styles.css" />L.)<ref name="Euro+Med" /><ref name="GRIN" />
  • Spergula viscosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Lag.: Die zwei Unterarten kommen nur in Nordspanien vor.<ref name="Euro+Med" /><ref name="AtlasFloraeEuropaeae1983">Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas florae europaeae. Band 6: Caryophyllaceae (Alsinoideae and Paronychioideae). S. 160, Helsinki 1983, ISBN 951-9108-05-X.</ref>:
    • Spergula viscosa subsp. pourretii <templatestyles src="Person/styles.css" />M.Laínz
    • Spergula viscosa subsp. viscosa

Nicht mehr zu dieser Gattung Spergula wird gerechnet:

  • Spergula seminulifera <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hy) MaireSpergularia marina <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Besser

Der Gattungsname Spergula wurde von Linné von dem vorlinnéischen Namen von Spergula arvensis, „Alsine Spergula dicta major“, auf die Gattung übertragen.

Belege

  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6.

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold, 2011: Caryophyllaceae.: Spergula - Datenblatt In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Probst2004"> Wilfried Probst, Hans-Oluf Martensen: Illustrierte Flora von Deutschland. Eugen Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8252-2508-9, S. 54. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Spark (Spergula) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien