Werneuchen
| Wappen | Deutschlandkarte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:DEU Werneuchen COA.svg |
| |||||
| Basisdaten | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 38′ N, 13° 44′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|12060280}}
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| Bundesland: | Brandenburg | |||||
| Landkreis: | Barnim | |||||
| Höhe: | 75 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km² | |||||
| Einwohner: | {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|12060280}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | QUELLE}}</ref> | ||||
| Bevölkerungsdichte: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km² | |||||
| Postleitzahl: | 16356 | |||||
| Vorwahlen: | 033398, 033438 (Ortsteil Krummensee) | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | BAR, BER, EW | |||||
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 60 280 | |||||
| LOCODE: | DE WEU | |||||
| Stadtgliederung: | Kernort + 8 Ortsteile | |||||
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Am Markt 5 16356 Werneuchen | |||||
| Website: | www.werneuchen-barnim.de | |||||
| Bürgermeisterin: | Astrid Hildebrand | |||||
| Lage der Stadt Werneuchen im Landkreis Barnim | ||||||
| <imagemap>
Bild:Werneuchen in BAR.png|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 96 296 110 290 96 283 90 249 83 243 82 248 73 248 83 255 64 274 53 268 43 278 62 285 70 295 77 288 83 297 Ahrensfelde poly 164 74 173 72 163 63 170 48 159 39 150 51 144 61 141 76 153 72 Althüttendorf poly 64 272 61 237 39 234 43 224 37 214 27 195 48 187 49 204 62 196 75 193 81 182 83 190 74 196 85 213 93 217 102 222 100 248 94 247 89 260 85 248 87 241 81 246 73 247 80 254 Bernau bei Berlin poly 102 217 106 211 108 183 109 168 103 150 96 146 85 156 81 151 92 136 87 137 63 149 77 169 70 191 79 181 83 191 94 195 Biesenthal poly 138 188 126 173 143 173 149 164 150 155 169 152 178 166 173 181 Breydin poly 151 116 161 114 169 102 163 93 143 97 141 90 129 93 146 103 Britz (bei Eberswalde) poly 178 124 164 120 169 104 162 90 150 96 135 94 128 92 153 71 165 75 184 67 199 60 213 54 218 57 215 66 222 76 230 78 231 83 219 98 210 112 202 123 197 114 192 126 Chorin poly 110 161 103 145 118 145 116 130 119 113 132 122 139 121 141 112 156 119 170 102 168 124 180 124 180 131 191 132 188 143 182 144 170 141 168 155 150 156 150 167 140 159 Eberswalde poly 103 22 124 24 132 22 136 33 144 30 149 20 170 23 172 8 183 2 153 0 108 8 154 0 154 7 119 12 105 10 Friedrichswalde poly 175 161 194 154 199 145 205 137 191 131 190 141 182 150 177 141 165 143 Hohenfinow poly 106 87 98 89 97 75 89 44 78 33 107 31 114 23 127 26 138 32 143 32 150 18 163 22 158 40 156 43 148 58 143 78 127 94 123 81 Joachimsthal poly 215 139 205 120 212 105 222 113 222 121 215 127 Liepe poly 249 95 251 75 249 57 274 57 283 95 Lunow-Stolzenhagen poly 56 155 63 148 86 138 95 135 84 122 93 119 89 106 79 107 77 122 59 116 64 128 53 129 48 140 40 147 Marienwerder poly 107 184 103 164 146 158 146 171 128 173 Melchow poly 210 141 210 136 199 114 184 127 175 126 Niederfinow poly 230 126 258 118 259 110 244 109 246 95 249 92 249 87 223 86 215 105 Oderberg poly 46 277 43 269 46 260 48 244 39 241 25 237 33 229 52 234 65 238 68 271 55 265 Panketal poly 249 86 254 72 253 68 233 62 227 78 230 84 230 87 Parsteinsee poly 100 218 95 190 78 187 72 196 89 216 Rüdnitz poly 65 117 43 109 26 103 38 95 32 86 23 82 9 90 7 84 22 76 19 73 6 77 10 64 23 57 41 52 49 45 54 42 79 33 92 57 99 81 97 90 110 90 124 85 133 101 148 108 140 110 133 124 128 116 119 115 114 134 118 142 104 151 100 146 82 156 85 148 96 132 92 127 96 115 86 103 76 121 Schorfheide poly 100 216 109 210 106 183 125 172 137 189 124 194 133 207 115 222 Sydower Fließ poly 13 256 4 242 11 233 3 227 7 209 7 191 4 159 17 148 43 147 46 135 42 127 28 110 55 115 68 126 48 129 40 145 58 154 66 150 74 171 74 192 63 190 49 198 50 186 40 186 26 200 39 219 43 231 36 233 Wandlitz poly 102 294 126 268 159 254 168 238 168 221 139 235 132 206 117 219 100 215 105 248 91 250 Werneuchen poly 171 72 162 61 174 50 194 42 206 59 Ziethen poly 175 297 176 174 297 174 296 296 Brandenburg desc top-left </imagemap> | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Werneuchen ist eine nordöstlich von Berlin gelegene Kleinstadt im Landkreis Barnim des Bundeslandes Brandenburg. Als Stadt im „engeren Verflechtungsraum“ gehört das Grundzentrum Werneuchen zur europäischen Metropolregion Berlin/Brandenburg.
Geographie
Werneuchen liegt auf dem Barnim, einem Höhenzug zwischen Berlin und Eberswalde. Die Landschaft ist durch die letzte Eiszeit geprägt. Zeugnisse dieser Zeit sind das Naturschutzgebiet Weesower Luch und Seen wie der Haussee in Seefeld und der Gamensee. Die Stadt liegt im Regionalpark Barnimer Feldmark.
Das Stadtgebiet grenzt im Norden an das Amt Biesenthal-Barnim, im Osten an die Ämter Falkenberg-Höhe und Barnim-Oderbruch, im Süden an die amtsfreie Stadt Altlandsberg und im Westen an die amtsfreie Gemeinde Ahrensfelde und die amtsfreie Stadt Bernau. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Nachbargemeinden
Nachbargemeinden von Werneuchen sind:
- Ahrensfelde
- Bernau bei Berlin
- Biesenthal
- Altlandsberg im Landkreis Märkisch-Oderland
- Panketal
- Prötzel im Landkreis Märkisch-Oderland
Stadtgliederung
Die Stadt gliedert sich nach ihrer Hauptsatzung<ref name="Hauptsatzung"/> in folgende Ortsteile:
- Hirschfelde
- Krummensee
- Löhme
- Schönfeld
- Seefeld
- Tiefensee
- Stadt Werneuchen
- Weesow
- Willmersdorf
Außerdem sind folgende Wohnplätze ausgewiesen:<ref name="Dienstleistungsportal"/> Amselhain, Bahnhofssiedlung, Elisenhof, Rudolfshöhe, Steinau, Stienitzaue, Werftpfuhl und Werneuchen-Ost.
Die Stadtverordnetenversammlung von Werneuchen beschloss am 19. Dezember 2013 die Verselbstständigung der bisher zu einem Ortsteil verbundenen Gemeindeteile Seefeld und Löhme. Die Trennung wurde zur Kommunalwahl am 25. Mai 2014 rechtswirksam.<ref name="Seefeld-Löhme"/>
Geschichte
Die ursprünglich wendische Siedlung Werneuchen wurde 1247 durch Unterschrift des Pfarrers Johann de Warnow als Zeuge auf zwei Urkunden erstmals erwähnt. Am 24. oder 25. April 1432 wurde die Stadt von einer hussitischen Truppe, die am 23. April vergeblich versucht hatte, Bernau zu erobern, völlig zerstört. Da die Stadt im Unterschied zu Bernau über keine starke Befestigung verfügte, hatten die Bewohner keine Verteidigung versucht, sondern waren geflohen. Während des Dreißigjährigen Krieges litt die Stadt sehr unter Plünderungen und brannte 1637 fast völlig ab. Im Mittelalter wurde die Stadt durch die Wröhe, eine freiwillige Gerichtsbarkeit der Bürger zur Regelung von Flurstreitigkeiten und -schäden, bekannt. Sie fand wöchentlich oder monatlich unter einer Linde auf dem Kirchplatz statt.
Obwohl seit 1375 mit Stadtrecht versehen, hatte der Ort nie überregionale Bedeutung. Theodor Fontane beschreibt ihn in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg.
Zur Geschichte von Krummensee, Löhme, Seefeld, Weesow und Willmersdorf bis 1874 siehe Amt Löhme.
Durch den Bau der Bahnstrecke Berlin–Wriezen, deren Führung über Werneuchen durch einen lokalen Verein wesentlich gefördert wurde (Eröffnung 1898), verbesserte sich die Verkehrsanbindung Werneuchens erstmals erheblich. 1906 erhielt Werneuchen ein Elektrizitätswerk und elektrische Straßenbeleuchtung. Zwischen 1910 und 1930 entstand eine Reihe neuer Wohnsiedlungen wie Rudolfshöhe, Amselhain, Stienitzaue und Werneuchen-Ost. Unverändert ist die Regionalbahnverbindung mit Berlin eine wichtige Ergänzung der bei Ahrensfelde endenden Berliner S-Bahn. Dies führte jedoch weder zu einer großmaßstäblichen Industrialisierung, noch kam es zu einer auf Berlin bezogenen Suburbanisierung.
Ab 1937 gewann Werneuchen neue Bedeutung als Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe (Jagdfliegerschule 1). Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Flugplatz Werneuchen als Militärflugplatz der sowjetischen Garnison erheblich ausgebaut und von der Westgruppe der Truppen der Sowjetarmee (GSSD/WGT) durch Frontbombenflieger-, Aufklärungsflieger- und Hubschrauberverbände<ref>Lutz Freundt (Hrsg.), Stefan Büttner: Rote Plätze – Russische Militärflugplätze Deutschland 1945–1994, AeroLit, Berlin, 2007, ISBN 978-3-935525-11-4, S. 135–143 und 292–293.</ref> der 16. Luftarmee bis zu deren Abzug 1993 militärisch genutzt. Heute dient er als Sportflugplatz.
In Weesow befand sich nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum August 1945 das sowjetische Speziallager Nr. 7, ein Internierungslager. Es wurde später nach Sachsenhausen verlegt.
Nach der Wende wurde im Zuge der Ämterbildung im Land Brandenburg das Amt Werneuchen mit Sitz in Werneuchen gebildet. Der Minister des Innern des Landes Brandenburg erteilte seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Werneuchen am 13. Juli 1992.<ref name="Zustimmung"/> Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 31. Juli 1992 festgelegt. Das Amt bestand zunächst aus neun Gemeinden in den damaligen Kreisen Bernau und Bad Freienwalde: Hirschfelde, Krummensee, Löhme, Seefeld, Weesow, Willmersdorf, Schönfeld, Tiefensee und der Stadt Werneuchen. Am 31. Dezember 1998 wurde die Gemeinde Löhme in die Gemeinde Seefeld eingegliedert.<ref name="Löhme"/> Zum 31. Dezember 2001 wurde die Gemeinde Weesow in die Stadt Werneuchen eingegliedert.<ref name="Weesow"/> Am 26. Oktober 2003 wurden die Gemeinden Hirschfelde, Krummensee, Schönfeld, Seefeld, Tiefensee und Willmersdorf in die Stadt Werneuchen eingegliedert. Das Amt Werneuchen wurde aufgelöst, die Stadt Werneuchen ist amtsfrei.<ref name="Gemeindereform"/> Vier Ortsteile klagten vor dem Landesverfassungsgericht des Landes Brandenburg erfolglos gegen diese Entscheidung. Der Ortsteil Seefeld-Löhme wurde 2013 in die beiden Ortsteile Seefeld und Löhme geteilt.<ref name="Löhme2"/>
Werneuchen gehörte bis zum 1. Juli 1950 zum Landkreis Oberbarnim, kam dann zum Landkreis Niederbarnim und am 25. Juli 1952 zum Kreis Bernau im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder). Am 6. Dezember 1993 wurde der heutige Landkreis Barnim gebildet.
Das heutige Stadtgebiet ist identisch mit dem Gebiet des von 1992 bis 2003 existierenden Amtes Werneuchen.
Bevölkerungsentwicklung
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Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberhavel (PDF) S. 14–17</ref><ref>Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7</ref><ref>Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)</ref>, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022<ref>Bevölkerungsfortschreibung auf Basis Zensus 2022</ref>
Die Zunahme der Einwohnerzahl 2005 ist auf die Eingliederung mehrerer Gemeinden im Jahr 2003 zurückzuführen.
Politik
Stadtverordnetenversammlung
Die Stadtverordnetenversammlung von Werneuchen besteht aus 18 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnisse Gemeindevertretungswahl/Stadtverordnetenversammlung in 60 0280 280 - Werneuchen, Stadt. Abgerufen am 10. Juni 2024.</ref>
| Partei / Wählergruppe | Stimmenanteil 2014<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014</ref> |
Sitze 2014 |
Stimmenanteil 2019 |
Sitze 2019 |
Stimmenanteil 2024 |
Sitze 2024 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AfD | – | – | 18,0 % | 3 | 28,8 % | 5 | ||
| Unabhängige Wählergruppe Werneuchen | 13,3 % | 2 | 23,7 % | 4 | 14,8 % | 3 | ||
| CDU | 16,9 % | 3 | 9,1 % | 2 | 14,0 % | 2 | ||
| Die Linke | 33,0 % | 6 | 15,6 % | 3 | 9,4 % | 2 | ||
| Gemeinsam für Werneuchen | – | – | – | – | 8,7 % | 2 | ||
| SPD | 19,3 % | 3 | 13,5 % | 3 | 8,4 % | 1 | ||
| Grüne | – | – | – | – | 4,6 % | 1 | ||
| Einzelbewerber Germaine Keiling | – | – | – | – | 4,2 % | 1 | ||
| Wählerinitiative Werneuchen | 8,4 % | 2 | 6,1 % | 1 | 3,9 % | 1 | ||
| Die PARTEI | – | – | 2,8 % | 1 | 1,6 % | 0 | ||
| FDP | 2,5 % | 0 | 2,1 % | 0 | 1,6 % | 0 | ||
| Freie Wähler Werneuchen | – | – | 5,5 % | 1 | – | – | ||
| Bürger für Werneuchen | – | – | 2,1 % | 0 | – | – | ||
| Einzelbewerber Holger Heinrich | – | – | 1,6 % | 0 | – | – | ||
| Wählergruppe pro Seefeld | 3,6 % | 1 | – | – | – | – | ||
| Die Unabhängigen | 3,1 % | 1 | – | – | – | – |
Bürgermeister
- 2001–2019: Burkhard Horn (Die Linke)<ref>„Man muss die Tür einen Spalt offen lassen!“ In: verlag-vwm.de.</ref>
- 2020–2024: Frank Kulicke (Unabhängige Wählergruppe Werneuchen)
- seit 2024: Astrid Hildebrand (parteilos)
Kulicke wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 22. September 2019 mit 69,4 % der gültigen Stimmen gewählt.<ref>Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 22. September 2019. In: brandenburg.de.</ref> In einem Bürgerentscheid am 9. Juni 2024 wurde er mit 73,0 % der gültigen Stimmen abgewählt und war seit dem 13. Juni 2024 nicht mehr im Amt.<ref>Bürgermeisterabwahl</ref>
In der Stichwahl am 13. Oktober 2024 wurde Hildebrand mit 63,8 % der gültigen Stimmen zur neuen Bürgermeisterin gewählt.<ref>Wahl der hauptamtlichen Bürgermeisterin oder des hauptamtlichen Bürgermeisters der Stadt Werneuchen. In: wahlergebnisse.brandenburg.de. Abgerufen am 1. Dezember 2024.</ref> Ihre Amtszeit beträgt acht Jahre.<ref>Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74 (1).</ref>
Wappen
| [[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Werneuchen]] | Blasonierung: „Unter grünem Schildhaupt, belegt mit einem silbernen Doppelsturzsparren, in Silber auf grünem Boden eine grüne Linde.“<ref name="Wappen">Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg</ref> |
| Wappenbegründung: Die Linde im Wappen Werneuchens geht auf ein Siegel aus dem Jahr 1670 zurück. Als Baumart setzte sich im 19. Jahrhundert die Eiche durch. Im Jahr 2000 wurde durch das Landeshauptarchiv von Brandenburg das Führen des Wappens vorläufig untersagt, da ein einzelner Baum kein Unterscheidungsmerkmal zu anderen Wappen darstelle.
Das Wappen wurde vom Erfurter Heraldiker Frank Diemar gestaltet und am 10. August 2001 durch das Ministerium des Innern genehmigt. |
- Historisches Wappen
| Blasonierung: „In Silber auf grünem Berg ein natürlicher Baum.“ | |
| Wappenbegründung: Die Entstehungszeit des Wappens ist nicht bekannt, sie könnte im 13. Jahrhundert liegen. Der Baum im Wappen stellt wahrscheinlich einen Gerichtsbaum dar. Er wird einmal als Linde (Wrö-Linde genannt) gedeutet, nach anderen Darstellungen als Eiche (redendes Wappen „Wern-Eichen“).<ref>Karlheinz Blaschke, Gerhard Kehrer, Heinz Machatscheck: Lexikon – Städte und Wappen der Deutschen Demokratischen Republik. Hrsg.: Heinz Göschel. 1. Auflage. VEB Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1979, S. 473/474. DNB 800116615.</ref> |
Flagge
„Die Flagge ist Weiß - Grün (1:1) gestreift und mittig mit dem Stadtwappen belegt.“
Dienstsiegel
Das Dienstsiegel zeigt das Wappen der Stadt mit der Umschrift Vorlage:Inschrift.
Städtepartnerschaften
- Datei:Flag of Poland.svg Dziwnów, ehem. Berg-Dievenow, in Polen, seit 1996
- Datei:Flag of Poland.svg Ustronie Morskie, ehem. Henkenhagen, in Polen, seit 1996<ref>Info-Tafel am Turner-Denkmal Ustronie Morskie</ref>
Sehenswürdigkeiten
In der Liste der Baudenkmale in Werneuchen und in der Liste der Bodendenkmale in Werneuchen stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.
Bauwerke
- Neugotische Stadtkirche St. Michael, erbaut 1873/1874 nach einem Entwurf von Robert Thiem, mit den Gräbern der Familie Schmidt (von Werneuchen), dem Gedenkstein für den in der Schlacht bei Blumberg gefallenen Freiheitskämpfer Otto von Arnim und dem Mausoleum der Familie Petitjean (im Architekturstil des David Gilly)
- Katholische Pfarrkirche St. Joseph, Lamprechtstraße
- Schloss Werneuchen, historistischer Bau von 1913
- Rittergut Hirschfelde, ein aus dem Herrenhaus, dem Verwalterhaus, der Remise, einem Pferdestall, mehreren anderen Stallgebäuden, einer Schnapsbrennerei, einem Wasserturm und einem Kindergarten bestehender Gutshof. Die erhaltenen Gebäude wurden in den letzten Jahren teilweise restauriert.
- Johannaheim in Werftpfuhl (im Ortsteil Hirschfelde), als Waisenhaus gestiftet vom Berliner Unternehmer und Hirschfelder Rittergutsbesitzer Eduard Arnhold und heute von der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein genutzt
- Dorfkirche Krummensee, entstand im 13. Jahrhundert und wurde im 14./15. Jahrhundert um einen Westturm ergänzt. 1866 erneuerte die Kirchengemeinde die Kirchenausstattung.
- Weitere mittelalterliche Dorfkirchen in
- Hirschfelde
- Schönfeld (seit dem Zweiten Weltkrieg zum Teil Ruine)
- Seefeld (auf dem Kirchhof zahlreiche Gräber für gefallene Soldaten und Volkssturmleute der Schlacht um Berlin vom 21. April 1945)
- Weesow
- Willmersdorf
-
Dorfkirche Seefeld
-
Dorfkirche Weesow
-
Kirche in Willmersdorf
Geschichtsdenkmale
- Gedenktafel von 1993 am Gemeindehaus des Ortsteils Tiefensee an der B 158 zur Erinnerung an den Reformpädagogen Adolf Reichwein, der zeitweise an der damals dort befindlichen Schule lehrte und sich später am antifaschistischen Widerstand des Kreisauer Kreises beteiligte, weswegen er 1944 in Berlin-Plötzensee ermordet wurde
- Gedenkstein auf dem Waldfriedhof des Ortsteiles Tiefensee für die Widerstandskämpfer gegen Faschismus und Krieg. Daneben befindet sich das Grab eines umgekommenen ukrainischen Zwangsarbeiters
- FIR-Ehrenmal im Park am Paddenphul zum Gedenken an die antifaschistischen Widerstandskämpfer
Parks
- Der ehemalige Park des Rittergutes Hirschfelde, angelegt von dessen damaligen Besitzer Eduard Arnhold, steht in seinen Resten, ebenso wie das Gutshaus, unter Denkmalschutz. Auf dem Dorfanger von Hirschfelde steht die Bronzestatue eines Hirsches von Louis Tuaillon
Wirtschaft und Infrastruktur
Die ehemalige Ackerbürgerstadt Werneuchen ist im Gemeindegebiet noch stark von Land- und Forstwirtschaft geprägt. An der Grenze zum Landkreis Märkisch-Oderland dominiert der Obstanbau. Die Stadt selbst verfügt über zahlreiche kleinere, vornehmlich handwerkliche Betriebe, aber auch größere Unternehmen beispielsweise der Nahrungsmittelindustrie (z. B. Zuegg AG). Sie hält gemeinsam mit der BBG Brandenburgische Boden GmbH mehrere Gewerbegebiete vor. Der ADAC betreibt in Werneuchen ein Fahrsicherheitszentrum. Im Norden, am Gamensee im Gamengrund stehen Naherholung, Freizeit und Tourismus im Vordergrund. Ein Campingplatz in Tiefensee am Großen Gamensee bietet Übernachtungsmöglichkeiten.
Aldi-Nord ist mit einer seiner Regionalgesellschaften im Werneuchener Ortsteil Seefeld ansässig und verfügt dort auch über ein großflächiges Zentrallager.
Mit dem Solarpark Weesow-Willmersdorf verwirklichte die EnBW Energie Baden-Württemberg in Werneuchen auf einer Fläche von 164 Hektar den größten Solarpark Deutschlands. EnBW will den Solarpark ausschließlich durch die Verkaufserlöse der Energie am freien Markt refinanzieren, es sollen keine staatlichen Vergütungen fließen.<ref>EnBW verstärkt Engagement im Bereich Solarenergie. In: enbw.com.</ref><ref>EnBW will größten deutschen Solarpark bauen – und plant ohne staatliche Fördergelder. In: Handelsblatt, 5. Februar 2019, abgerufen am 8. Februar 2019.</ref> Möglich ist dies laut EnBW, weil die Kosten der Photovoltaik binnen eines Jahrzehnts um mehr als 80 % fielen. Im Oktober 2019 traf EnBW die endgültige Investitionsentscheidung. Der Baubeginn und die teilweise Inbetriebnahme fand im Jahr 2020 statt.<ref name="ZfK">Größter Solarpark Deutschlands geht teilweise ans Netz. In: ZfK Zeitung für kommunale Wirtschaft. VKU Verlag GmbH München/Berlin, 24. November 2020, abgerufen am 25. November 2020.</ref> Als Kosten für das Projekt, das eine Leistung von 187 MW hat und insgesamt Grünstrom für rund 50.000 Haushalte produzieren soll, gab das Unternehmen zunächst etwa 100 Mio. Euro an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />EnBW baut in Brandenburg den größten Solarpark Deutschlands. ( des Vorlage:IconExternal vom 25. Oktober 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Wirtschaftswoche, 16. Oktober 2019, abgerufen am 16. Oktober 2019.</ref><ref name="ZfK" />
Öffentliche Einrichtungen
Die Stadtverwaltung Werneuchen beschäftigt mit nachgeordneten Einrichtungen ca. 80 Mitarbeiter.
Verkehr
Straßenverkehr
Werneuchen liegt an der Bundesstraße B 158 zwischen Berlin und Bad Freienwalde. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Berlin-Hohenschönhausen an der A 10 (östlicher Berliner Ring) in etwa 10 km Entfernung.
Schienenverkehr
Der Bahnhof Werneuchen und der Haltepunkt Seefeld liegen an der Wriezener Bahn. Sie werden von der Regionalbahnlinie RB 25 (Berlin Ostkreuz – Werneuchen) bedient. Die Linie wird von der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg betrieben, das Regionalnetz Ostbrandenburg der DB Netz ist Betreiber der Eisenbahninfrastruktur.
Der Schienenpersonennahverkehr zwischen Werneuchen und Tiefensee wurde zum 10. Dezember 2006 vom Land Brandenburg abbestellt, nachdem bereits in den 1990er Jahren die weiterführende Verbindung nach Wriezen eingestellt worden war. Die Bahnhöfe Tiefensee und Werftpfuhl wurden stillgelegt. Der Streckenabschnitt Werneuchen Einfahrsignal – Tiefensee wurde inzwischen von der Mittenwalder Eisenbahnimmobiliengesellschaft gekauft, der bereits der Abschnitt Tiefensee – Sternebeck gehört. Seit 2013 ist der Abschnitt an die RegioInfra verpachtet.
Flugverkehr
Der Flugplatz Werneuchen ist offen für Sportflieger und Geschäftsreisende.
Bildung
Schulen
- Grundschule im Rosenpark
- Europaschule Werneuchen (Oberschule)
Kitas
- Kita „Altstadtspatzen“, Werneuchen
- Kita „Sonnenschein“, Werneuchen
- Kita „Zwergenland“, Löhme
- Kita „Schneckenhaus“, Schönfeld
- Kita „Wirbelwind“, Seefeld
- Kita „Tiefenseer“, Landmäuse Tiefensee
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- Gottlieb Hermann Boit (1874–1921), Pfarrer in Werneuchen<ref>Werneuchen. Aus alter Zeit. Heimatheftverlag, Werneuchen 2012, S. 72.</ref>
- 2006: Eberhard Müller, Kunsthandwerker<ref>Menschen – Gesichter der Regionen. In: verlag-vwm.de.</ref>
- Günther Engelmann, Unternehmer<ref>Zukunftspreis 2011: Berec Recycling GmbH. In: Märkische Oderzeitung. 9. November 2011 (moz.de).</ref>
Söhne und Töchter der Stadt
- Christian Gottlieb Friedrich Stöwe (1756–1824), Superintendent und Astronom in Potsdam
- Otto Born (1892–1945), im Ortsteil Löhme geborener Politiker, Bürgermeister von Berlin-Mitte
- Christian Westphal (* 1953), Brigadegeneral der Bundeswehr
Mit Werneuchen verbundene Persönlichkeiten
- Friedrich Schmidt, genannt Schmidt von Werneuchen (1764–1838), Pastor und Dichter, lebte in Werneuchen<ref>Theodor Fontane: Vor dem Sturm, Band I Kapitel 15 zum Verhältnis der Dichterschule im Niederbarnim und der im Land Lebus in Ziebingen um Ludwig Tieck</ref>
- Eduard Arnhold (1849–1925), Unternehmer und Kunstmäzen, Rittergutsbesitzer in Hirschfelde, stiftete u. a. die Villa Massimo in Rom
- Adolf Reichwein (1898–1944), Pädagoge, Mitglied des Kreisauer Kreises, in den 1930er Jahren Lehrer in Tiefensee
- Brigitte Helm (1908–1996), Schauspielerin, besuchte die Schule in Hirschfelde
- Harald Jäger (* 1943), Oberstleutnant einer Passkontrolleinheit der DDR, gilt als der Mann, der faktisch die Berliner Mauer öffnete, lebt in Werneuchen
- Max Moor (* 1958), Fernsehmoderator, lebt in Hirschfelde
- Sergej Alexander Dott (* 1959), Bildhauer, lebt in Tiefensee
Literatur
- Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Band 4 (Spreeland) „Rechts der Spree“ – Werneuchen
Weblinks
- Webpräsenz der Stadt Werneuchen
- Werneuchen im Kommunalverzeichnis des Landes Brandenburg
- Nachrichten und Aktuelles aus Werneuchen
Einzelnachweise
<references>
<ref name="Dienstleistungsportal">Stadt Werneuchen auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung</ref>
<ref name="Hauptsatzung">Hauptsatzung der Stadt Werneuchen vom 18. November 2010 PDF</ref>
<ref name="Löhme">Eingliederung der Gemeinde Löhme in die Gemeinde Seefeld. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 22. Dezember 1998. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 10. Jahrgang, Nummer 5, 9. Februar 1999, S. 71.</ref>
<ref name="Löhme2">2. Änderung der Hauptsatzung Werneuchens 2013 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot.</ref>
<ref name="Seefeld-Löhme">20. Dezember 2013, Seefeld/Löhme – Werneuchen nun mit 8 Ortsteilen auf www.werneuchen.com</ref>
<ref name="Weesow">Eingliederung der Gemeinde Weesow in die Stadt Werneuchen Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 19. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 1, 4. Januar 2002, S. 6 PDF.</ref>
<ref name="Zustimmung">Bildung der Ämter Ahrensfelde/Blumberg, Werneuchen, Groß Schönebeck (Schorfheide)-Land. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 13. Juli 1992. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 54, 31. Juli 1992, S. 971/2.</ref>
</references>
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Hirschfelde | Krummensee | Löhme | Schönfeld | Seefeld | Tiefensee | Weesow | Willmersdorf
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