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Fünfmänniger Spark

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(Weitergeleitet von Spergula pentandra)

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Fünfmänniger Spark
Datei:Illustration Spergula pentandra0.jpg

Fünfmänniger Spark (Spergula pentandra), Illustration

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Paronychioideae
Gattung: Spark (Spergula)
Art: Fünfmänniger Spark
Wissenschaftlicher Name
Spergula pentandra
L.

Der Fünfmännige Spark (Spergula pentandra), auch Fünfmänniger Spörgel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Spark (Spergula) innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).

Beschreibung

Datei:Spergula pentandra — Flora Batava — Volume v12.jpg
Illustration aus Flora Batava, Volume 12
Datei:Spergula pentandra flower (01).jpg
Radiärsymmetrische, fünfzählige Blüte im Detail mit nur einem Kreis mit fünf Staubblättern
Datei:Spergula pentandra fruit (01).jpg
Samen mit Flügelrand

Erscheinungsbild und Blatt

Der Fünfmännige Spark wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 20 Zentimetern. Der Stängel ist einfach oder von Grund an mit aufsteigenden Zweigen verzweigt. Der Stängel ist kahl oder oben drüsig behaart.<ref name="Friedrich1979" />

Die gegenständigen und durch Kurztriebe scheinquirlig gebüschelt wirkenden Laubblätter sind kahl. Die einfache Blattspreite ist linealisch-lanzettlich-pfriemlich und besitzen auf der Blattunterseite keine Längsfurche.<ref name="Friedrich1979" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit liegt im April und Mai. Die Blüten stehen in lockeren, end- oder achselständigen Dichasien.<ref name="Friedrich1979" /> Die Blütenstiele sind kahl oder schwach drüsig behaart, mehrmals länger als die Laubblätter, an ihrem Grund mit kleinen häutigen Tragblättern versehen, nach dem Verblühen herabgeschlagen und später wieder aufgerichtet.<ref name="Friedrich1979" />

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind eiförmig und krautig mit schmalem Hautrand.<ref name="Friedrich1979" /> Die weißen Kronblätter sind lanzettlich, spitzlich und decken sich nicht gegenseitig und sind meist länger als die Kelchblätter. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Die Staubblätter sind meist länger als die Kelchblätter.<ref name="Friedrich1979" /> Der Fruchtknoten ist kugelig und trägt fünf kurze Griffel.<ref name="Friedrich1979" />

Die Kapselfrucht ist eiförmig-kugelig und öffnet sich mit fünf breiten, fast bis zum Grund getrennten, vor den Kelchblättern stehenden Fruchtklappen.<ref name="Friedrich1979" /> Die glatten Samen sind bei einem Durchmesser von etwa 2,5 Millimetern linsenförmig und mit einem Flügelrand versehen.<ref name="Friedrich1979" /> Der 0,5 bis 0,8 Millimeter breite, rein-weiße Flügelrand ist etwa so breit wie das Mittelfeld.<ref name="Friedrich1979" />

Chromosomenzahl

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="IPCN" />

Ähnliche Arten

Der ähnliche Frühlings-Spark (Spergula morisonii) besitzt meist zehn Staubblätter und hat abgerundete Kronblätter.

Vorkommen

Spergula pentandra ist in West- und Mitteleuropa, auf dem Balkan, im Mittelmeerraum sowie in Nordafrika von Marokko bis Tunesien verbreitet.<ref name="Euro+Med" /> Er ist ein mediterran-submediterranes Florenelement. Es gibt Fundortangaben von Spanien bis Polen, Rumänien und bis zur Türkei.<ref name="Euro+Med" />

In Österreich kommt der Fünfmännige Spark sehr selten vor und ist „vom Aussterben bedroht“. In Belgien ist er „ausgestorben“.<ref name="Euro+Med" /> In der Schweiz fehlt der Fünfmännige Spark. Der Fünfmännige Spark ist in Deutschland selten anzutreffen, so etwa in Ost-Holstein, Mecklenburg, Brandenburg, im Thüringer Becken, im nördlichen Oberrheingebiet und in der Pfalz.

Der Fünfmännige Spark wächst in offenen Sand- und Steingrus­rasen, auf Felsköpfen und in Dünen. Er gedeiht am besten auf sommertrockenen, mageren, basenreichen, kalkarmen, humus- und feinerdearmen Sand- und Steingrusböden. Der Fünfmännige Spark ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Gageo saxatilis-Veronicetum dillenii aus dem Verband Sedo-Veronicion, kommt aber wenn auch seltener in Pflanzengesellschaften des Verbands Thero-Airion vor.<ref name="Oberdorfer2001" /> In Südeuropa ist er eine Charakterart der Ordnung Helianthemetalia guttati.<ref name="Oberdorfer2001" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Spergula pentandra erfolgte 1753 in Species Plantarum, Tomus I, Seite 440.<ref name="Tropicos" />

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN"> Spergula pentandra bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Tropicos"> Spergula pentandra bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Friedrich1979"> Hans-Christian Friedrich: Familie Caryophyllaceae. S. 781–782. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage, Band III, Teil 2, Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1979, ISBN 3-489-60020-7. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S. 387. </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold (2011+): Caryophyllaceae.: Datenblatt Spergula pentandra In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> </references>

Weblinks