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Langschwänzige Schmalfußbeutelmaus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Sminthopsis longicaudata)

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Langschwänzige Schmalfußbeutelmaus
Datei:Sminthopsis longicaudata.jpg

Präparat von Sminthopsis longicaudata

Systematik
Unterklasse: Beuteltiere (Marsupialia)
Überordnung: Australidelphia
Ordnung: Raubbeutlerartige (Dasyuromorphia)
Familie: Raubbeutler (Dasyuridae)
Gattung: Antechinomys
Art: Langschwänzige Schmalfußbeutelmaus
Wissenschaftlicher Name
Antechinomys longicaudatus
(Spencer, 1909)
Datei:Long-tailed Dunnart area.png
Verbreitungskarte der Langschwänzigen Schmalfußbeutelmaus

Die Langschwänzige Schmalfußbeutelmaus (Antechinomys longicaudatus, Synonym: Sminthopsis longicaudata) ist eine in Australien lebende Beutelsäugerart aus der Familie der Raubbeutler (Dasyuridae).

Merkmale

Die Art gehört mit einer Kopfrumpflänge von 80 bis 96 Millimetern zu den größeren Vertretern der Beutelmäuse. Der Schwanz ist mit 180 bis 210 Millimetern doppelt so lang wie der Körper. Er ist mit Schuppen bedeckt und hat an der Spitze einige büschelartige Haare. Das Gewicht variiert zwischen 15 und 20 Gramm. Das Fell ist auf der Oberseite grau, die Unterseite ist hellgrau bis weißlich. Die Beine und die Pfoten sind weiß, die Schnauze ist langgestreckt. Während die Männchen meist nur ein Jahr alt werden, erreichen die Weibchen meist ein Alter von zwei Jahren.<ref>Martin Brown; Wissmann, Jorunn, Gebrüder Gerstenberg: Tiere, die kein Schwein kennt. 1. Auflage. Hildesheim, ISBN 978-3-8369-5974-2, S. 22 f.</ref>

Verbreitung und Lebensraum

Langschwänzige Schmalfußbeutelmäuse sind im mittleren Teil von Westaustralien beheimatet, daneben gibt es auch eine Population im Süden des Northern Territory, wo sie in den MacDonnell Ranges vorkommen. Ihr Lebensraum sind trockene, felsige Regionen.

Lebensweise

Diese Beutelmäuse sind nachtaktiv und leben am Boden. Zur Ruhe ziehen sie sich in selbstgegrabene Erdbaue oder in Nester zurück, die sie aus Gräsern und Blättern errichtet haben. Sie ernähren sich vorwiegend von Gliederfüßern wie Spinnen, Schaben, Tausendfüßern, Grashüpfern und Fliegen. Daneben nehmen sie aber auch Echsen und kleine Säugetiere zu sich.

Über die Fortpflanzung ist wenig bekannt. Die Paarungszeit liegt in den Monaten August bis Dezember. Nach einer 17- bis 19-tägigen Trächtigkeitsdauer kommen die Jungen zur Welt. Diese verbringen die ersten drei Lebenswochen im Beutel der Mutter.

Systematik

Die Langschwänzige Schmalfußbeutelmaus wurde 1909 durch den australischen Biologen Walter Baldwin Spencer erstmals wissenschaftlich beschrieben und dabei der Gattung der Schmalfuß-Beutelmäuse (Sminthopsis) zugeordnet. Auf DNA-Vergleichen beruhende Untersuchungen zeigten jedoch, dass die Langschwänzige Schmalfußbeutelmaus die Schwesterart der Springbeutelmaus (Antechinomys laniger) ist.<ref name="Westerman etal 2016" /><ref name="Kealy&Beck" /> Sie wurde deshalb 2023 in die Gattung Antechinomys verschoben.<ref name="Westerman etal 2023" />

Gefährdung

Mancherorts gelten Langschwänzige Schmalfußbeutelmäuse als selten, insgesamt ist die Art aber nicht bedroht. Die IUCN listet sie als ungefährdet (least concern).

Literatur

  • D. E. Wilson und D. M. Reeder: Mammal Species of the World. Johns Hopkins University Press, 2005, ISBN 0801882214.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Kealy&Beck"> Shimona Kealy & Robin Beck: Total evidence phylogeny and evolutionary timescale for Australian faunivorous marsupials (Dasyuromorphia). BMC Evolutionary Biology, 2017, 240. doi: 10.1186/s12862-017-1090-0</ref> <ref name="Westerman etal 2016"> Michael Westerman, Carey Krajewski, Benjamin P. Kear, Lucy Meehan, Robert W. Meredith, Christopher A. Emerling, Mark S. Springer: Phylogenetic relationships of dasyuromorphian marsupials revisited. Zoological Journal of the Linnean Society, Volume 176, Issue 3, März 2016, S. 686–701, doi: 10.1111/zoj.12323</ref> <ref name="Westerman etal 2023"> Michael Westerman, Linette Umbrello, Patricia A. Woolley: On the composition of Antechinomys (Marsupialia: Dasyuridae): how many species? Australian J. of Zoology, 70(3):95-103 (Januar 2023). doi: 10.1071/ZO22041</ref> </references>

Weblinks