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Slaný

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Slaný
Wappen von Slaný
Basisdaten
Staat: TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechien
Region: Středočeský kraj
Bezirk: Kladno
Fläche: 3512 ha
Geographische Lage: 50° 14′ N, 14° 5′ OKoordinaten: 50° 13′ 50″ N, 14° 4′ 53″ O
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Höhe: 234 m n.m.
Einwohner: 16.557 (1. Jan. 2023)<ref>Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB) </ref>
Postleitzahl: 250 11–274 01
Kfz-Kennzeichen: S
Verkehr
Bahnanschluss: Praha–Most
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 10
Verwaltung
Bürgermeister: Martin Hrabánek (Stand: 2014)
Adresse: Velvarská 136/1
274 01 Slaný 1
Gemeindenummer: 532819
Website: www.meuslany.cz
Lage von Slaný im Bezirk Kladno
Datei:Slany KL CZ.png

Slaný <phonos file="Cs-Slaný.ogg">anhören</phonos>/?, früher auch Slané, deutsch Schlan, ist eine Stadt und ehemalige Königsstadt in Böhmen. Sie liegt im Schlaner Plateau, dem nordwestlichen Teil des Prager Plateaus, etwa 25 km nordwestlich von Prag.

Geschichte

Das Gebiet in der Umgebung von Prag war bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt. Die Entstehung der Stadt und ihres Namens Slaný (‚slaný‘: ‚gesalzen‘) geht auf eine Salzquelle zurück, bei welcher um das Jahr 750 n. Chr. eine Ansiedlung nachweisbar ist. Anfang des 13. Jahrhunderts entwickelte sich bei dieser Salzquelle eine wohlhabende Stadt, welche von Wenzel II. im Jahre 1305 zur Königsstadt ernannt wurde. Die Herrscher aus dem Haus der Přemysliden, wie später auch Kaiser Karl der IV., gaben der Stadt zahlreiche Privilegien. Während der Hussitenkriege war Slaný ein Zentrum der politisch-religiösen Bewegung der Hussiten in Böhmen. In den folgenden zwei Jahrhunderten blieb die Stadt wirtschaftlich wohlhabend. Nach der Schlacht am Weißen Berg mit dem Sieg der katholischen Liga über die evangelischen Standesherren in Böhmen wurden die Vermögenswerte und der Grundbesitz durch die Vermögensverwaltung des österreichischen Kaisers konfisziert. Sie verkaufte die Stadt 1620 an Jaroslav Borsita Graf von Martinic auf Smečno. Schlan war seit 1788 Sitz des Kreisamtes des Rakonitzer Kreises. 1848 erhielt Schlan eine eigene Stadtverwaltung und entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer Industriestadt. Im Jahre 2003 hatte Slaný 15.754 Einwohner.

Wappen

Ursprünglich entsprach das Stadtwappen Slanýs dem königlich-böhmischen Wappen, einschließlich Helmzier. Zur Unterscheidung wurde ein aus Sicht des Betrachters links auf der Helmdecke kniender unbekleideter Junge ergänzt, der – Blick nach rechts gewandt – mit beiden Händen den Helm hält.<ref>Milan Buben: Heraldik. Albatros, Prag 1987.</ref> In der neueren Form ist er blau gekleidet und die linke Seite der Helmzier fiel weg.

Sehenswürdigkeiten

Datei:Slany CZ Modleticky dum Vinarickeho ul 353.jpg
Modletický-Haus (1587) mit dem Rathausturm im Hintergrund
  • Rathaus
  • Kirche der heiligen Dreifaltigkeit – ursprünglich protestantisch, in den Jahren 1581–1602 erbaut. Heute Sitz des Karmeliterordens.
  • St.-Gotthard-Kirche
  • Piaristenwohnheim, 1658 gegründet, heute der Sitz der Stadtbibliothek und des landeskundlichen Museums.
  • Tore der Stadtbefestigung – Pražská, Lounská, Velvarská und Fortna – heute nur noch Velvarská erhalten.
  • Schlaner Berg: dominanter Vulkanberg, mit Salzbergwerken.
  • Jüdischer Friedhof
  • Synagoge
  • Bezirkshaus Slaný
  • Wiehl-Haus

Ortsteile

Dolín, Želevčice, Lotouš (deutsch: Sanddörfel<ref>Karte von Böhmen von 1726. In: Molls Kartensammlung. Mährische Landesbibliothek, abgerufen am 25. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>), Blahotice, Netovice, Kvíc, Trpoměchy, Otruby

Partnerstädte

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Commons: Slaný – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Běleč | Běloky | Beřovice | Bílichov | Blevice | Brandýsek | Braškov | Bratronice | Buštěhrad | Černuc | Cvrčovice | Doksy | Dolany | Drnek | Družec | Dřetovice | Dřínov | Hobšovice | Horní Bezděkov | Hořešovice | Hořešovičky | Hospozín | Hostouň | Hradečno | Hrdlív | Hřebeč | Chržín | Jarpice | Jedomělice | Jemníky | Kačice | Kamenné Žehrovice | Kamenný Most | Kladno | Klobuky | Kmetiněves | Knovíz | Koleč | Královice | Kutrovice | Kvílice | Kyšice | Lány | Ledce | Lhota | Libochovičky | Libovice | Libušín | Lidice | Líský | Loucká | Makotřasy | Malé Kyšice | Malé Přítočno | Malíkovice | Neprobylice | Neuměřice | Otvovice | Páleč | Pavlov | Pchery | Pletený Újezd | Plchov | Podlešín | Poštovice | Pozdeň | Přelíc | Řisuty | Sazená | Slaný | Šlapanice | Slatina | Smečno | Stehelčeves | Stochov | Stradonice | Studeněves | Svárov | Svinařov | Třebichovice | Třebíz | Třebusice | Tuchlovice | Tuřany | Uhy | Unhošť | Velká Dobrá | Velké Přítočno | Velvary | Vinařice | Vraný | Vrbičany | Zájezd | Zákolany | Želenice | Zichovec | Žilina | Žižice | Zlonice | Zvoleněves Vorlage:Klappleiste/Ende

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