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Silaublättrige Brenndolde

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Silaublättrige Brenndolde
Datei:Cnidium silaifolium Herbar.jpg

Silaublättrige Brenndolde (Cnidium silaifolium), (Herbarbeleg)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Gattung: Brenndolden (Cnidium)
Art: Silaublättrige Brenndolde
Wissenschaftlicher Name
Cnidium silaifolium
(Jacq.) Simonk.

Die Silaublättrige Brenndolde (Cnidium silaifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Simonk.; Syn.: Selinum silaifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Beck) gehört zu den Doldenblütlern (Apiaceae).


Datei:Cnidium silaifolium3 eF.jpg
Stängelblatt
Datei:Cnidium silaifolium Stgbl Herbar.jpg
Herbarbeleg eines Stängelblatts

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Diese krautige Pflanze ist ausdauernd und erreicht Wuchshöhen von 60 bis 120 Zentimetern und ist gänzlich kahl. Die Stängel sind aufrecht, gerillt<ref name="Thellung1965" /> und nicht hohl. Die Laubblätter sind im Umriss dreieckig, zwei- bis vierfach fiederschnittig mit lineal-lanzettlichen, durchscheinend geaderten Zipfeln. Die Blattfiedern sind lang gestielt.<ref name="Thellung1965" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit liegt zwischen Juni und August. Die Doppeldolden sind 20- bis 45-strahlig und haben einen Durchmesser von 5 bis 8 Zentimetern.<ref name="Thellung1965" /> Die Hüllblätter fehlen oder sind wenigblättrig, die Hüllchenblätter sind fädlich aber zahlreich. Die Kronblätter sind weiß, elliptisch, 1,5 Millimeter lang und 1 Millimeter breit. Sie sind vorn ausgerandet und haben ein ziemlich breites eingeschlagenes Läppchen.<ref name="Thellung1965" /> Die Griffel sind zuletzt 1,5 bis 2 Millimeter lang und über das Griffelpolster zurückgebogen.<ref name="Thellung1965" /> Die Frucht ist eiförmig, sechskantig und 3 bis 4 lang. Ihr größter Querdurchmesser ist 2,5 Millimeter.<ref name="Thellung1965" />

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 22.

Verbreitung

Standortansprüche

Cnidium silaifolium wächst an kollin-montanen, buschigen Hängen und an felsigen Orten.<ref name="Thellung1965" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Allgemeine Verbreitung

Die Silaublättrige Brenndolde kommt in Südeuropa bis Westasien vor. In der Schweiz ist sie im südlichen Tessin verbreitet. In Österreich fehlt sie. Sie kommt ursprünglich vor in Frankreich, Italien, in der Schweiz, in Tschechien, Italien, Sizilien, Slowenien, Serbien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Albanien, Griechenland, Mazedonien, Bulgarien, Kreta, in der Ägäis, Rumänien, in der Türkei, in Syrien und im Libanon.<ref name="Euro+Med" /> In Deutschland ist sie ein Neophyt.<ref name="Euro+Med" />

Verbreitung in Deutschland

Cnidium silaifolium kommt in Deutschland als Neophyt nur in Unterfranken (bei Haßfurt) vor. Sie wächst dort zusammen mit dem Gewöhnlichen Rosskümmel (Laser trilobum) in einer Gesellschaft des Verbands Geranion.<ref name="Oberdorfer2001" />

Taxonomie

Die Silaublättrige Brenndolde wurde 1778 von Nikolaus Joseph von Jacquin in Flora austriaca, Band 5, S. 52 als Laserpitium silaifolium erstbeschrieben. Die Art wurde 1927 von Günther Beck von Mannagetta und Lerchenau in Flora Bosne, Hercegovine i Novipazarskog Sandzaka Band 15, S. 449 als Selinum silaifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Beck in die Gattung Selinum gestellt. Synonyme von Selinum silaifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Beck sind Cnidium silaifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Simonk., Cnidium orientale <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss. und Cnidium silaifolium subsp. orientale <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) Tutin.<ref name="Euro+Med" />

Sonstiges

Die Art ist wohl mindestens seit Anfang des 19. Jahrhunderts bei Haßfurt eingebürgert. Sie entstammt offenbar Anpflanzungen eines ehemaligen Klostergartens.

Fotos und Herbarbelege

Cnidium silaifolium:

Literatur

  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  • Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Hrsg.: Manfred A. Fischer. Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.
  • August Binz, Christian Heitz: Schul- und Exkursionsflora für die Schweiz, Schwabe & Co. AG, Basel, 1986, ISBN 3-7965-0832-4
  • Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora, Ulmer Verlag, Stuttgart, 1990, ISBN 3-8001-3454-3
  • Christian August Friedrich Garcke: Illustrierte Flora, 1972, Verlag Paul Parey, ISBN 3-489-68034-0
  • Thomas Gaskell Tutin: Cnidium Cusson. In: Thomas Gaskell Tutin u. a.: Flora Europaea. Band 2, Seite 355. Cambridge University Press 1968. (Beschreibung)

Einzelnachweise

<references> <ref name="Euro+Med">Ralf Hand (2011+): Apiaceae. – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Selinum silaifolium</ref> <ref name="Oberdorfer2001">Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5. S. 717.</ref> <ref name="Thellung1965"> Albert Thellung: Umbelliferae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965. S. 1307–1309.</ref> <ref name="InfoFlora"> Cnidium silaifolium (Jacq.) Simonk. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>

Weblinks