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Silber-Ölweide

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Silber-Ölweide
Datei:Elaeagnus commutata USDA.jpg

Silber-Ölweide (Elaeagnus commutata)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Ölweidengewächse (Elaeagnaceae)
Gattung: Ölweiden (Elaeagnus)
Art: Silber-Ölweide
Wissenschaftlicher Name
Elaeagnus commutata
Bernh. ex Rydb.
Datei:Elaeagnus argentea 137-8369.jpg
Illustration

Die Silber-Ölweide (Elaeagnus commutata) ist eine Pflanzenart in der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae). Diese aus Nordamerika stammende Art wird in Mitteleuropa als Zierstrauch genutzt und ist hier mancherorts verwildert.

Beschreibung

Datei:Eleagnus-commutata - Silber-Ölweide.jpg
Silber-Ölweide im Botanischen Garten Darmstadt

Die Silber-Ölweide ist ein laubabwerfender Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 5 Metern erreicht. Sie bildet starke Rhizome. Die Rinde der Äste ist silbrig bis rotbraun geschuppt, die der älteren Zweige ist dunkel gräulich-rot, die der jungen Zweige ist braun oder grün. Die wechselständigen Laubblätter sind kurz gestielt. Die stumpfe bis spitze Blattspreite ist bei einer Länge von 2 bis 7 Zentimetern sowie einer Breite von bis zu 4,5 Zentimetern eiförmig bis verkehrt-eiförmig und beidseitig silbrig schuppig mit ganzem, gewelltem Blattrand.

Die Blütezeit reicht von März bis Mai. An einem achselständigen Blütenstand sitzen ein bis drei kurz gestielte Blüten, die abwärts gebogen sind. Die aromatisch duftenden, zwittrigen Blüten sind vierzählig mit einfacher Blütenhülle. Die vier Kelchblätter sind schmal trichterförmig verwachsen. Die Kelchröhre ist innen gelb und außen silbrig schuppig und endet mit vier kurzen, dreieckigen Zipfeln. Es sind vier kurze Staubblätter am Schlund vorhanden. Der Fruchtknoten ist mittelständig im kurzen, schmalen und schuppigen Blütenbecher, der Griffel ist an der Basis leicht behaart. Es ist ein trichterförmiger Diskus vorhanden.<ref>Mirosława Chwil, Elżbieta Weryszko-Chmielewska: Micromorphology of the floral elements, the structure of the nectary, and the apicultural value of Elaeagnus commutata Bernh. ex Rydb. In: Acta Agrobotanica. 64(1), 2011, S. 27–34, doi:10.5586/aa.2011.004, online auf researchgate.net.</ref>

Die einsamige Steinfrucht ist eiförmig bis ellipsoid, silbrig-mehlig schuppig und 9 bis 12 Millimeter lang. Die bräunlichen und ellipsoiden Steinkerne sind rippig.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="Oberdorfer2001" />

Verbreitung

Die Heimat der Silber-Ölweide erstreckt sich über weite Teile Nordamerikas. Die Vorkommen erstrecken sich vom südlichen Alaska sowie dem Yukon Territory und British Columbia in Kanada östlich bis nach Ontario und Quebec; nach Süden reicht das Verbreitungsgebiet in die US-Bundesstaaten Idaho, Montana, Wyoming, Utah, Minnesota, North Dakota und South Dakota.<ref name="Grin" />

Systematik

Die auf den deutschen Botaniker Johann Jakob Bernhardi (1774–1850) zurückgehende Benennung von 1843 in der Allgemeinen Thüringischen Gartenzeitung, Zweiter Jahrg., No. 23, S. 95,<ref>online auf babel.hathitrust.org.</ref> ist dann 1917 vom amerikanischen Botaniker Per Axel Rydberg erstveröffentlicht worden.<ref name="Rydberg 1917" /> Synonyme sind Elaeagnus argentea <templatestyles src="Person/styles.css" />Pursh, Elaeagnus argentea <templatestyles src="Person/styles.css" />Nutt., Elaeagnus veteris-castelli <templatestyles src="Person/styles.css" />Lepage oder Elaeagnus glabra <templatestyles src="Person/styles.css" />K.Koch.

Verwendung

Die Sorte ‘Zempin’ mit teilweise unterschiedlich geflecktem Laub wird als Ziergehölz verwendet.

Schwarzfuß-Indianer verwendeten die Silber-Ölweide als Nahrungs- und Heilmittel. Die Früchte wurden frisch verzehrt oder gekocht in Suppen gegessen. Aus der Rinde wurden feste/kräftige Seile und aus den Früchten Seife hergestellt. Ein Absud aus der Rinde, gemischt mit Fett, wird bei Erfrierungen verwendet.<ref name="Lloyd" />

Die Früchte und Samen werden roh oder gegart gegessen und sind trocken und mehlig. Die Frucht muss vollreif sein, damit sie roh schmeckt, zuvor ist sie adstringierend. Medizinische Wirkungen wurden untersucht.<ref name="PFAF" />

Literatur

  • Tom Reaume: 620 Wild Plants of North America. University of Regina, 2009, ISBN 978-0-88977-214-4, S. 281, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.
  • Marilena Idžojtić: Dendrology. Academic Press, 2019, ISBN 978-0-444-64175-5, S. 244.

Weblinks

Commons: Silber-Ölweide (Elaeagnus commutata) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Grin"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref> <ref name="Rydberg 1917">P. A. Rydberg: Flora of the Rocky Mountains. 1917, S. 582, online auf biodiversitylibrary.org.</ref> <ref name="Lloyd">Kathy Lloyd: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />American Silverberry (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. März 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fwp.mt.gov in Montana Native Plant Society.</ref> <ref name="PFAF"> Elaeagnus commutata bei Plants For A Future</ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S. 662.</ref> </references>